«Star Trek»-Darstellerin Antoinette Bower ist tot
Jahrzehntelang war Antoinette Bower auf Leinwand und Bildschirm zu sehen – als katzenähnlicher Alien in «Star Trek», als Frau am Ende der Welt in «The Twilight Zone», als Mutter von Jamie Lee Curtis im Horrorfilm «Prom Night». Nun bestätigte Bowers Freundin Carlotta Glackin dem US-amerikanischen Branchenmagazin «Hollywood Reporter» den Tod der Schauspielerin. Demnach starb sie bereits am 30. April in einem Seniorenheim im Stadtteil Eagle Rock in Los Angeles.
Bower verkörperte 1967 in der «Star Trek»-Episode «Das Spukschloss im Weltall» die Ausserirdische Sylvia. Sie gehörte damit zu den rund 20 Frauen, die Captain Kirk in der Serie küssten. William Shatner, der Kirk-Darsteller, schickte nach Bekanntwerden ihres Todes eine E-Mail mit seinem Beileid, wie Glackin erzählte. Zudem sagte sie, dass Bower bis zu ihrem Tod weiterhin regelmässig Post von «Star Trek»-Fans erhalten habe. Eine Gedenkfeier für Bower ist für den 26. September in Pasadena geplant.
Auch auf der Kinoleinwand hinterliess Bower Spuren. So war sie in den Siebziger- und Achtzigerjahren in mehreren Horror- und Actionfilmen sowie Komödien zu sehen. Von 1989 bis 1992 hatte sie zudem eine wiederkehrende Rolle in der kanadischen Fernsehserie «Neon Rider», danach trat sie nicht mehr vor der Kamera auf.
Bower kam am 30. September 1932 in Baden-Baden als Tochter einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters zur Welt. Sie wuchs in England auf. Ende der Vierzigerjahre arbeitete sie als Sprachbetreuerin und Sozialberaterin für die internationale Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen. 1953 zog sie zu ihrer Familie nach Kanada. In Toronto arbeitete sie beim kanadischen Rundfunk CBC. Anfang der Sechzigerjahre liess sie sich in Los Angeles nieder.
Abseits der Schauspielerei drehte Bower eine Dokumentation über Chuckwagon-Rennen in Kanada, eine Rodeosportart, bei der Pferde historische Planwagen ziehen. Ausserdem war sie als Tischlerin tätig.

