International
Rassismus

Xavier Naidoo zum Rauswurf bei «Deutschland sucht den Superstar»

Xavier Naidoo gesteht: «Habe mir Reichweite von RTL zu Nutze gemacht»

Nachdem Xavier Naidoo vor wenigen Wochen als Juror bei «Deutschland sucht den Superstar» rausgeworfen wurde, äussert sich der Sänger jetzt erstmals zum Eklat. Der 48-Jährige gibt zu, dass sein ganzes Verhalten geplant war.
30.03.2020, 11:2530.03.2020, 17:50
German singer-songwriter Xavier Naidoo performs on stage during a concert at the Blue Balls Festival in Lucerne, Switzerland, Saturday, July 27, 2019. The music event runs from 19 to 27 July. (KEYSTON ...
Bild: KEYSTONE
Ein Artikel von
t-online

Sänger Xavier Naidoo geriet erst Anfang März heftig in die Kritik, als er sich öffentlich rassistisch äusserte. Er sprach in mehreren Videos von einer Gefahr durch Flüchtlinge und positionierte sich deutlich rechts. Als Konsequenz darauf feuerte RTL den Sänger, er durfte nicht mehr in der DSDS-Jury sitzen. Vergeblich wartete der Kölner Sender auf eine Reaktion von Naidoo, er wollte zu den Videos keine Stellung nehmen, war nicht bereit mit den Verantwortlichen zu sprechen. 

«Ich wusste, dass ich nach dem Album nicht mehr die Chance bekomme, in so einer Show mitzumachen» 

Jetzt zeigt sich der TV-Star doch sehr gesprächig. In einem neuen Video gibt der Musiker ein Interview, filmt sich dabei selbst. Der Fragesteller ist nicht zu sehen, es soll sich dabei aber um den Journalisten und Rechtspopulisten Oliver Janich handeln, wie das Medienmagazin «DWDL» online berichtet. 

In dem Video spricht Xavier Naidoo über die Gründe seiner Teilnahme als Juror bei «Deutschland sucht den Superstar» und verrät auch, dass er diese Aufgabe nicht ohne Hintergedanken übernommen habe. «Ausserdem wusste ich, dass ich mit dem Album, das ich jetzt hier habe, auch ein Album habe – würd ich mal sagen – wo ich danach vielleicht nicht mehr die Chance bekomme, in so ner Show mitzumachen und deswegen habe ich die Chance wahrgenommen. Das heisst: Ich habe mir die Reichweite von RTL zu Nutze gemacht», sagt Naidoo.

«Nehme ich niemandem übel»

Die Entscheidung des Senders, ihn rauszuschmeissen, könne er durchaus verstehen: «Ich denke, die müssen einfach nur tun, was sie tun müssen, um die Show weiterzumachen. Da kann man dann, glaube ich, mit so einer Meinung, die ich da vertrete, wahrscheinlich nicht so gut agieren. Aber das nehme ich niemandem übel. Ich muss aber trotzdem einfach weiterhin zu meiner Meinung stehen und meine Meinung sagen können. Und wenn ich dadurch Nachteile habe, dann ist das halt so.»

Seinem Verhältnis zu Dieter Bohlen solle die Kündigung angeblich nicht schaden. Er verstand und verstehe sich gut mit dem Poptitan, über ihn sei damals auch die Anfrage gekommen, ob er nicht Teil der Jury werden wolle.

(JaH/t-online.de)

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