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«1'000 Drohnen täglich»: Selenskyj droht Russland

epa13190587 Ukrainian President Volodymyr Zelensky speaks during a joint press conference with President of Estonia Alar Karis (not pictured) at the Mariinsky Palace in Kyiv, Ukraine, 25 August 2026,  ...
Der ukrainische Präsident, Wolodymyr Selenskyj, an einer Konferenz Anfang Woche.Bild: keystone

«1000 Drohnen täglich»: Selenskyj droht Russland

Der ukrainische Präsident hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht.
28.08.2026, 22:4429.08.2026, 06:53

«Die Aufgabe lautet: täglich 1000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus – das muss mehr werden», sagte Wolodymyr Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.

Mit den Angriffen etwa auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele hat Kiew die Kosten für Moskaus Krieg in die Höhe getrieben. Kremlchef Wladimir Putin hatte wirtschaftliche Schäden zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch heruntergespielt. Putin wiederum drohte der Ukraine mit Attacken, die weitaus mehr Zerstörungen anrichteten als umgekehrt.

Dagegen sagte Selenskyj, dass Kiew auf Moskaus «Terroreskalation» antworten werde. Zugleich müsse die Ukraine die Produktion von Abfangraketen speziell gegen Russlands Drohnen deutlich beschleunigen, sagte er. Der ukrainische Staatschef hatte immer wieder erklärt, dass es praktisch Ziel Kiews sei, Moskau verhandlungsreif zu schiessen.

Ukraine will russische Häfen blockieren

«Sie haben bereits weniger Benzin, weniger Exporte und weniger Logistikkapazitäten», sagte Selenskyj zu den Ergebnissen der seit Wochen andauernden Attacken in Russland. Das alles helfe, Russlands Kriegspotenzial zu verringern. «Es wird noch mehr solcher Verluste für sie geben, wenn Russland nicht bereit ist, vernünftig über ein Ende dieses Krieges zu verhandeln.»

Schon jetzt habe die Ukraine Russlands auch für die Schwarzmeerflotte wichtigen Hafen in Noworossijsk lahmgelegt. «Wir werden mit Sicherheit Wege finden, auch ihre anderen Häfen zu blockieren», sagte Selenskyj. Dagegen greift Russland die für die Ukraine lebenswichtigen Schwarzmeerhäfen in der Region Odessa an, wo ebenfalls kaum noch Schiffsverkehr möglich ist. Kiews Angebot einer Waffenruhe im Seekrieg hatte Moskau zuletzt abgelehnt.

Selenskyj dankt USA für CIA-Besuch in Moskau

Selenskyj sagte auch, dass ihn die US-Seite über die Gespräche von CIA-Chef John Ratcliffe diese Woche in Moskau informiert habe. Die Ukraine habe mit der US-Seite bereits vor dem Besuch gesprochen. Nun dankte Selenskyj «für den notwendigen Ton der Gespräche mit Russland». Details nannte er nicht.

Das «Wall Street Journal» und das Magazin «Politico» berichteten unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, dass der CIA-Chef bei seinem Besuch am Dienstag in Moskau vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt haben soll.

US-Präsident Donald Trump lehnte es ab, Medienberichte über den Zweck der Reise von Ratcliffe zu kommentieren. «Sie werden nicht angreifen», sagte er lediglich über die Russen.

(sda/dpa)

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