International
Russland

Strom-Notstand auf der Krim nach Angriff auf Leitungen

Die ganze Krim ist ohne Strom nach einem Angriff auf Leitungen aus der Ukraine

22.11.2015, 05:2522.11.2015, 08:06

Nach einem Angriff auf mehrere Stromleitungen vom Festland ist auf der gesamten Krim der Strom ausgefallen. Die Behörden der von Russland annektierten Halbinsel riefen am Sonntag den Notstand aus.

Die örtliche Abteilung des russischen Katastrophenschutzministeriums erklärte, die Stromleitungen aus der Ukraine seien am frühen Sonntagmorgen unterbrochen worden. Spitäler und andere wichtige Gebäude sowie Teile der Städte Simferopol, Jalta und Saki würden nun durch Generatoren mit Strom versorgt.

Strommasten werden gesprengt.
YouTube/IT IS HISTORY

Ilja Kiwa, ein Vertreter des ukrainischen Innenministeriums schrieb am frühen Sonntagmorgen auf Facebook: «Die Masten sind gerade gesprengt worden!»

Die beiden anderen wichtigsten Stromleitungen aus der Ukraine waren bereits am Freitag unterbrochen worden. Der ukrainische Energiekonzern Ukrenergo erklärte, zwei Strommasten seien in der Nacht zu Freitag offenbar mit Sprengsätzen oder durch Beschuss gefällt worden. Die Krim ist bei der Stromversorgung praktisch vollständig auf die Ukraine angewiesen.

Generatoren, Wind-  und Solarkraft

Der Vizeministerpräsident der Krim, Michail Scheremet, sagte laut der Nachrichtenagentur Tass, die Halbinsel könne bestenfalls die Hälfte ihres Strombedarfs durch Dieselgeneratoren und Wind- und Solarkraft decken.

Die Krim war im Frühjahr 2014 nach einem umstrittenen Referendum von Russland annektiert worden. Die Regierung in Kiew und der Westen sehen die Annexion als Verstoss gegen das Völkerrecht und betrachten die Krim weiter als Teil der Ukraine. (kad/sda/afp)

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