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USA verschärfen Sanktionen gegen Russland



Die USA haben die wegen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen gegen Russland weiter verschärft. Die neuen Strafmassnahmen richten sich gegen insgesamt 38 Einzelpersonen und Organisationen. Moskau reagierte mit scharfem Protest und kündigte Gegenmassnahmen an.

Das US-Finanzministerium gab am Dienstag die Verschärfung der Sanktionen gegen je 19 Einzelpersonen und 19 Organisationen bekannt. Die neuen Sanktionen hielten den Druck auf Russland aufrecht, «auf eine diplomatische Lösung hinzuarbeiten», erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin.

Treasury Secretary Steve Mnuchin speaks during the Conference on Prosperity and Security in Central America, Thursday, June 15, 2017, in Miami. (AP Photo/Lynne Sladky, Pool)

US-Finanzminister Steven Mnuchin. Bild: AP/POOL AP

Die US-Regierung sei dem Ziel der «ukrainischen Souveränität» verpflichtet. Deshalb werde es keine Lockerung der Sanktionen geben, solange Moskau seine Verpflichtungen aus dem Minsker Abkommen nicht erfülle.

Die neuen Strafmassnahmen der USA richten sich laut Finanzministerium unter anderem gegen zwei russische Regierungsmitarbeiter und eine russische Bank, die in den von pro-russischen Rebellen kontrollierten Gebieten der Ostukraine operiert. Betroffen sind auch Funktionäre und Organisationen in diesen Territorien sowie auf der von Russland annektierten Krim-Halbinsel.

Gelegenheit verpasst

Durch die Sanktionen werden mögliche Vermögenswerte und Finanzanlagen der betroffenen Einzelpersonen und Institutionen in den USA blockiert und ihnen sämtliche Finanztransaktionen mit US-Bürgern untersagt.

Die Verschärfung der Sanktionen sei bedauerlich, erklärte der russische Vize-Aussenminister Sergej Riabkow. Auf der russischen Seite herrsche der Eindruck vor, die US-Regierung habe eine «Gelegenheit zur Verbesserung unserer bilateralen Beziehungen verstreichen lassen». Deswegen werde Moskau jetzt Gegenmassnahmen vorbereiten, wurde Riabkow von der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert.

Poroschenko bei Trump

Trump empfing unterdessen den ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko zu einem Kurzbesuch im Oval Office. Poroschenko zeigte sich hinterher zufrieden darüber, dass die USA an den Minsker Friedensvereinbarungen für sein Land festhielten.

Die unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs 2014 und 2015 in der weissrussischen Hauptstadt unterzeichneten Vereinbarungen sehen unter anderem einen Waffenstillstand und den Abzug schwerer Waffen von der Front vor.

Mit Trump habe er auch über eine Ausweitung der Zusammenarbeit im Rüstungsbereich gesprochen, sagte Poroschenko in einer vom Fernsehen seines Landes übertragenen Erklärung.

Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, das Verhältnis zu Russland verbessern zu wollen. Die Ermittlungen zu den mutmasslichen russischen Interventionen zugunsten Trumps im US-Wahlkampf sowie zu möglichen illegalen Moskau-Kontakten von Trump-Mitarbeitern haben in Teilen der US-Öffentlichkeit den Argwohn geschürt, dass er eine allzu grosse Nähe zu Moskau anstreben könnte.

Allerdings haben de facto seit Trumps Amtsantritt die Spannungen mit Russland weiter zugenommen, vor allem wegen der Konflikte in Syrien und der Ukraine. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 21.06.2017 09:03
    Highlight Highlight "Die neuen Sanktionen hielten den Druck auf Russland aufrecht, «auf eine diplomatische Lösung hinzuarbeiten»"

    Nein, tun sie nicht. Sie bewirken das Gegenteil ihr Vollpfosten!
  • Wilhelm Dingo 21.06.2017 07:02
    Highlight Highlight Das Problem in der Ukraine liegt tiefer. Es geht primär darum, dass die Ukraine ein zentraler lieferant russischer Waffen ist und die USA wissen das natürlich...http://recentr.com/2014/09/01/russland-kampft-hauptsachlich-um-die-rustungsindustrie-der-ukraine/
    • Wilhelm Dingo 21.06.2017 07:21
      Highlight Highlight noch eine Hinweis zur Quelle: recentr.com ist mit grosser Vorsicht zu geniessen. Mein geposteter Link halte ich aber für interessant.
  • Grundi72 21.06.2017 06:54
    Highlight Highlight Jetzt wollte uns watson doch immer klar machen, dass Trump und die Russen unter einer Decke stecken...

    Was denn nun!?
  • Chääschueche 20.06.2017 21:46
    Highlight Highlight "Moskau reagierte mit scharfen Protest und kündigte Gegenmassnahmen an" Der Putin überschätzt sich da wohl ein wenig. Zuumindest Finanziel bzw. Wirtschaftlich kann er den USA nicht wirklich schaden.

    Naja. Wie auch immer. Ich finds gut. Solange Putin komischerweise in allen Kriesengebieten die falschen unterstützt.

    guet nacht
    • AJACIED 21.06.2017 08:51
      Highlight Highlight Boooooom👊. Danke Informant.
      Da hat der Käsäkuchen wohl eine Gehirnwäsche gehabt!
      Hast du so sehr das Gefühl das Amerika sich nicht überschätzt.? Träum weiter!
    • Chääschueche 21.06.2017 10:09
      Highlight Highlight @Informant
      Die Regierungen die Herr Putin unterstützt sind ja sooooo viel besser.

      Des weiteren...das die USA den IS in der heutigen Form noch unterstützen ist wenig glaubhaft. Die USA Unterstützen aber einige Gruppen der Rebellen.

  • Ivan der Schreckliche 20.06.2017 21:33
    Highlight Highlight Die neuen Sanktionen hielten den Druck auf Russland aufrecht, «auf eine diplomatische Lösung hinzuarbeiten.
    hä?🤔

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