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Nahost: Die Sorge vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs wächst

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Medienberichten zufolge bereiten sich die USA auf eine Ausweitung des Krieges vor.Bild: www.imago-images.de

Medienberichte: USA bereiten sich auf grösseren Krieg vor

Während sich die Streitkräfte der USA und des Irans in einer weiteren Nacht gegenseitig attackieren, wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg.
20.07.2026, 05:0020.07.2026, 05:48

Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Strasse von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. Von dort wurden Explosionen in gleich mehreren Gebieten gemeldet.

Optionen sind demnach, die Luftangriffe zu verstärken, Bodentruppen zur Besetzung iranischer Inseln nahe der Strasse von Hormus einzusetzen sowie die Bombardierung einer iranischen Atomeinrichtung, die als «Pickaxe Mountain» bekannt ist. Trump hatte jüngst mit einem Angriff auf den Komplex gedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natanz im Zentraliran liegt.

Das sind die neusten Entwicklungen in Nahost.

Trump: Haben den Iran wieder hart getroffen

US-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten. «Diese grossartigen Menschen, diese grossartigen Patrioten, waren da draussen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann», sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf den Iran seien «zu Ehren» der Soldaten erfolgt. «Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen», sagte Trump.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf von Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtete zudem über Detonationen im Raum Sirik nahe der Strasse von Hormus sowie aus der Provinz Buschehr.

In der Hauptstadt Teheran wächst in der Bevölkerung unterdessen die Sorge vor Angriffen auch in der Millionenmetropole, sollte der Krieg weiter eskalieren.

Kuwait und Bahrain erneut unter Beschuss

In Reaktion auf die nächtelangen US-Angriffe führt Teheran Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durch. So meldete der Golfstaat Kuwait in der Nacht erneuten Beschuss. Die Luftverteidigung wehre «feindliche Drohnen» aus dem Iran ab, teilte die Armee des Landes mit. Details gab es zunächst nicht. Auch im ebenfalls mit Washington verbündeten Bahrain heulten wieder die Sirenen, wie das dortige Innenministerium bekanntgab.

In der Strasse von Hormus geriet derweil nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet. Die Brandursache sei zunächst noch unklar.

Schiffen werde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren, während der Vorfall untersucht werde, hiess es. Der Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Meerenge für sich und verlangt, dass Schiffe eine Route entlang seiner Küste nehmen und nicht die Route vor der Küste des Omans.

Trump: Der Iran hat schwere Verluste erlitten

Trump widersprach derweil der Darstellung Teherans. «Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert», sagte er. Trump behauptete zudem, der Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten. «Militärisch haben sie fast alles verloren», sagte er. «Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen.» Das «Wall Street Journal» berichtete kürzlich unter Berufung auf US-Beamte, Trump tendiere dazu, die Einsätze gegen den Iran auszuweiten.

Optionen sind demnach, die Luftangriffe zu verstärken, Bodentruppen zur Besetzung iranischer Inseln nahe der Strasse von Hormus einzusetzen sowie die Bombardierung einer iranischen Atomeinrichtung, die als «Pickaxe Mountain» bekannt ist. Trump hatte jüngst mit einem Angriff auf den Komplex gedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natanz im Zentraliran liegt.

USA verlegen weitere Kampfjets nach Nahost

Laut «Wall Street Journal» verlegen die USA nun unter anderem Kampfflugzeuge vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel in den Nahen Osten. Zudem würden F-35-Kampfflugzeuge von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Grossbritannien geschickt, hiess es. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Die «New York Times» meldete dies ebenfalls unter Berufung auf US-Beamte.

Demnach war die Entscheidung bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut des US-Militärs zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden. Unterdessen meldete das US-Militär den Tod eines weiteren seiner Soldaten. Er sei am Samstag im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17.

Die «Washington Post» zitierte einen namentlich nicht genannten US-Beamten mit der Aussage, dass sich die USA auf einen umfassenderen Krieg vorbereiteten. Der Beamte hob demnach jedoch auch hervor, dass unter anderem schwindende Waffenvorräte der USA einer Ausweitung des militärischen Vorgehens im Iran Grenzen setzen würden. «Wir haben nicht genug, um die Einsätze sicher aufrechtzuerhalten, und ich glaube nicht, dass sich das Weisse Haus dessen bewusst ist», zitierte die Zeitung den Beamten. (sda/dpa)

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Konflikt in der Strasse von Hormus eskaliert erneut – neue Angriffe der USA und des Irans
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sivetech
20.07.2026 05:21registriert April 2020
Der Friedenspräsident verzockt sich gerade auf ganzer Länge!
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Laborant
20.07.2026 06:42registriert November 2019
Da hat sich der FIFA Friedenspreis gelohnt.
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Oft_länger_gut
20.07.2026 07:07registriert Oktober 2024
Aktuell beobachten wir eine seltsam widersprüchliche Entwicklung: Die regelbasierte Ordung des Zusammenlebens verschiedener Staaten löst sich auf, weil die «grossen Starken» sich entgegen den Regeln wieder auf ihre überproportionale Macht verlassen und die «kleinen Schwachen» einfach zu überrollen und zu unterdrücken versuchen. Doch genau das klappt eben doch nicht: Weder die Ukraine noch der Iran konnten so schnell und einfach besiegt werden, wie es der vermeintlich Starke meinte. Die Dominanz funktioniert nicht wie gemeint. Nun gehen sogar den ach so grossen USA die Waffen aus … 🤔
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