USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04354868 Members of State Emergency Service of Ukraine stack products in a storehouse after Ukrainian convoy delivered humanitarian aid for eastern Ukrainian regions, in town Starobelsk, Ukraine, 15 August 2014. Ukraine sent its own aid convoy to the region. Iryna Herashchenko, an aide to President Petro Poroshenko, said that a number of lorries have arrived in the Luhansk region and that Red Cross workers had begun unloading them. The trucks carry vegetables, cereals, sugar, flour, sunflower oil, canned food, honey, tea, soap, washing powder and other products and goods as Ukrainian officials told.  EPA/ROMAN PILIPEY  EPA/ROMAN PILIPEY

Humanitäre Hilfe erreicht die Ostukraine. Bild: ROMAN PILIPEY/EPA/KEYSTONE

Ukraine

USA werfen Russland «anhaltende Militärintervention» in der Ukraine vor – Separatisten auf dem Vormarsch



Die USA werfen Russland eine «anhaltende Militärintervention» in der Ukraine vor. Dies stehe in völligem Gegensatz zu humanitären Hilfen und einer friedlichen Konfliktlösung, teilte Caitlin Hayden, Sprecherin des nationalen Sicherheitsrats, am Freitag mit.

Moskau müsse seine «extrem gefährlichen und provokativen» Versuche zur Destabilisierung der Ukraine unterlassen, hiess es weiter in der schriftlichen Erklärung. Jedes russische Vordringen auf ukrainisches Gebiet ohne Erlaubnis der Regierung in Kiew sei inakzeptabel.

Russland müsse zudem den Beschuss der Ukraine von russischem Gebiet aus sowie den Strom an Waffen, Geld und anderer Formen von Hilfe für die Separatisten in der Ostukraine stoppen.

Keine Soldaten an Hilfskonvoi beteiligt

Am Freitagabend hatte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu seinem US-Amtskollegen Chuck Hagel in einem Telefongespräch versichert, dass an dem Hilfskonvoi für die Ostukraine keine Soldaten beteiligt seien. Der Konvoi werde auch nicht als Deckmantel für eine Intervention in der Ukraine genutzt. Hagel habe Klarheit über den den Konvoi verlangt, teilte sein Ministerium mit.

Die 280 Lastwagen des Hilfskonvois für die von den pro-russischen Separatisten gehaltenen Gebiete wurden von ukrainischen Grenzschützern auf russischem Territorium kontrolliert. Die Lastwagen sollen unter Aufsicht des Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) in die zwischen Rebellen und Regierungstruppen umkämpften Gebiete fahren.

Die Kontrolle der Waren durch ukrainische Grenzbeamte sollte nach einer Mitteilung der Präsidialverwaltung noch im Laufe des Samstags beginnen. Die ukrainischen Lastwagen sammelten sich in Starobelsk nördlich des Krisengebiets.

A driver carries empty water bottles as he walks past trucks forming part of an aid convoy parked in a field about 28 kilometers (17 miles) from the Ukrainian border, near Kamensk-Shakhtinsky, Rostov-on-Don region, Russia, Saturday, Aug. 16, 2014. Hundreds of trucks in a Russian aid convoy are waiting near the Ukrainian border as complicated procedures drag on for allowing them into eastern Ukraine to help civilians suffering amid fighting between Ukrainian forces and separatists. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Die weissen Lastwagen sollen am Samstag kontrolliert werden. Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Merkel spricht mit Putin

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel forderte in einem Telefonat am Freitagabend den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, zur Deeskalation in der Ostukraine beizutragen. Vor allem dem Strom von Rüstungsgütern, Militärberatern und bewaffnetem Personal über die Grenze in das Nachbarland müsse ein Ende gesetzt werden, mahnte Merkel nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert.

Über die Krise wollen der russische Aussenminister Sergej Lawrow und sein ukrainischer Kollege Pawlow Klimkin am Sonntag in Berlin mit dem deutschen Aussenminister Frank-Walter Steinmeier und dem französischen Aussenminister Laurent Fabius beraten.

Prorussische Separatisten melden Gebietsgewinn

Im Kampf mit dem ukrainischen Militär haben pro-russische Separatisten nach eigenen Angaben eine Versorgungslinie zwischen den belagerten Gebieten Donezk und Lugansk unter ihre Kontrolle gebracht. Als nächstes solle die Armee-Blockade der Grossstadt Lugansk durchbrochen werden, sagte ein Separatistenführer laut der Agentur Interfax. 

A convoy of military vehicles of the Ukrainian forces drives towards the eastern Ukrainian city of Lysychansk, in the region of Lugansk, on July 25, 2014. Russia on Friday called the latest US accusations of Moscow's involvement in the Ukrainian conflict a baseless

Die Ukrainische Armee steht vor den Toren von Lugansk. Bild: AFP

Bewohner der Stadt Donezk berichteten am Samstag von heftigem Beschuss mehrerer Viertel. Der Sicherheitsrat in Kiew teilte mit, die «Anti-Terror-Operation» in der Ostukraine werde noch einige Zeit dauern. Die Einnahme der von Aufständischen gehaltenen Orte sei nicht in zwei Tagen zu machen. 

Die Situation der Menschen in Donezk und Lugansk wurde nach Angaben der örtlichen Behörden immer dramatischer. Die mehr als 200'000 Einwohner von Lugansk sind seit zwei Wochen ohne Strom und Wasser. In Donezk seien mehr als 40'000 Einwohner ohne Strom, teilte der Stadtrat mit. (jas/sda/dpa/reu) 

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

Wie Putin und MBS die Weltwirtschaft ins Elend stürzen

Riad und Moskau tragen ein gefährliches Macho-Spiel aus. Die Finanzmärkte beben, die Angst vor einer Rezession der Weltwirtschaft wächst.

Das Coronavirus hat eine ohnehin schon angeschlagene Weltwirtschaft geschwächt. Um den Preis des Erdöls zu stützen, wollten die Saudis daher die Produktion drosseln und forderten die anderen Erdöl produzierenden Länder auf, ihrem Beispiel zu folgen.

Davon wollten die Russen nichts wissen. Aus Moskau kam ein dezidiertes Njet zu diesem Vorschlag. Das brachte den starken Mann in Riad, Mohammed bin Salman (MBS), auf die Palme. Er wollte gleichzeitig seinen Marktanteil verteidigen und Wladimir Putin …

Artikel lesen
Link zum Artikel