International
Russland

«Ein cooles Selfie kann Dich das Leben kosten»

«Ein cooles Selfie kann Dich das Leben kosten»

07.07.2015, 16:3907.07.2015, 16:39

Die Polizei schlägt Alarm: Nach dutzenden tödlichen Unfällen und zahlreichen Verletzten hat die Polizei in Russland am Dienstag eine Kampagne für sichere Handy-Selbstporträts gestartet. «Ein cooles Selfie kann Dich das Leben kosten», schreibt das Innenministerium in einer neuen Broschüre.

Im Mai hatte sich eine 21-Jährige in Moskau versehentlich in den Kopf geschossen, als sie sich selbst mit einer Pistole in der Hand fotografierte. Sie überlebte den Unfall.

Im Januar hatten sich zwei junge Männer im Ural in die Luft gesprengt, als sie für ein Selfie mit einer entsicherten Handgranate posierten. Ihr Handy überstand die Explosion und legte Zeugnis von dem Unglück ab.

«Sein letztes extremes Foto könnte sich als ein posthum veröffentlichtes erweisen.»

Im Mai starb ein Jugendlicher in der Region Rjasan, der für ein Selfie auf eine Eisenbahnbrücke geklettert war und dort ein Stromkabel berührte.

Selfie

Seit Jahresbeginn habe es rund hundert Fälle gegeben, bei denen sich Menschen bei Selbstporträts verletzt hätten, sagte Jelena Alexejewa vom Innenministerium in Moskau. Zudem habe es bereits dutzende Todesfälle gegeben.

Bevor jemand auf der Jagd nach möglichst vielen «Likes» im Internet ein Selfie mache, solle er sich über die Konsequenzen im klaren sein, sagte Alexejewa: «Sein letztes extremes Foto könnte sich als ein posthum veröffentlichtes erweisen.» (whr/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Trumps Ex-Berater Bolton: Iran auch Europas Problem
Der frühere Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, rät Europa zu einer stärkeren Rolle im Konflikt mit dem Iran. «Iran liegt näher an Europa als an den USA», sagte Bolton in einem Interview der «Augsburger Allgemeinen» (Montag). Zudem reichten Irans Raketen offenbar weiter als erwartet und könnten beinahe ganz Europa erreichen. Auch wirtschaftlich sei der Kontinent wegen der gestiegenen Ölpreise betroffen. Ausserdem sei Europa immer wieder Ziel iranisch gesteuerter Terrorangriffe.
Zur Story