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Frankreichs Verfassungsrat stoppt Macrons Social-Media-Verbot

Frankreichs Verfassungsrat stoppt Macrons Social-Media-Verbot

Es sollte eines der letzten grossen Vorhaben von Emmanuel Macron werden: Frankreich wollte Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren ab September den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten.
14.08.2026, 17:3414.08.2026, 17:34

Nun hat der Verfassungsrat das Gesetz gekippt. Es greife unverhältnismässig in die Freiheit der Meinungsäusserung und Kommunikation ein, teilte das Gremium auf seiner Homepage mit.

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Emmanuel Macron bekommt bei seinem Social-Media-Verbot für Jugendliche rechtlichen Gegenwind.Bild: keystone

Der Verfassungsrat kritisierte unter anderem, dass die Regelung zu pauschal sei und auch Dienste erfassen könne, bei denen Risiken für Minderjährige nicht nachgewiesen seien. Zudem habe das Gesetz die Privatsphäre der Nutzer bei der notwendigen Alterskontrolle nicht ausreichend geschützt.

Das Parlament hatte das Verbot erst im Juli mit grosser Mehrheit verabschiedet. Es war ein zentrales Vorhaben Macrons zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet.

Der Präsident will dennoch daran festhalten. Er beauftragte Premierminister Sébastien Lecornu mit einer rechtssicheren Neufassung. Die Reform solle unter Berücksichtigung der Entscheidung des Verfassungsrats und des europäischen Rechts möglichst bis Frühjahr 2027 umgesetzt werden, wie der Élysée-Palast mitteilte. (sda/dpa)

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