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Bluttat in Plymouth: Junger Täter sympathisierte mit Incel-Bewegung

Bluttat in Plymouth: Junger Täter sympathisierte mit frauenverachtender Incel-Bewegung

14.08.2021, 13:3014.08.2021, 21:28

Nach dem Verbrechen im südwestenglischen Plymouth am Donnerstagabend mit fünf Todesopfern wird immer mehr Kritik an der Präventionsarbeit der Polizei laut.

Unter anderem kündigte die Polizeiaufsichtsbehörde (Independent Office for Police Conduct) eine Untersuchung dazu an, warum der Täter erst kürzlich seinen Waffenschein zurückerhalten hatte, nach er ihm im vergangenen Jahr wegen eines Gewaltdelikts abgenommen worden war. Der 22 Jahre alte Mann erschoss am Donnerstag fünf Menschen, darunter seine eigene Mutter und ein dreijähriges Mädchen, bevor er sich selbst tötete.

Sympathien für frauenverachtende Incel-Bewegung geäussert

Der ehemalige Chefankläger für Nordwestengland, Nazir Afzal, machte den Ermittlern zudem Vorwürfe, weil der Angreifer nicht schon im Vorfeld unter Beobachtung gestanden hatte. «Er war genau die Art von Mensch, auf die Behörden ein Auge haben sollten», sagte Afzal im BBC-Fernsehen am Samstag. Gewaltfantasien, die der Täter auf seinen Social-Media-Auftritten geteilt hatte, seien bei der Entscheidung zur Rückgabe seines Waffenscheins wohl nicht in Betracht gezogen worden, so Afzal weiter.

Medienberichten zufolge soll Jake D. in sozialen Netzwerken Sympathien zu der frauenverachtenden Incel-Bewegung geäussert haben. Die Abkürzung stammt vom englischen Begriff «involuntary celibate» und bezeichnet vorwiegend Männer, die unfreiwillig enthaltsam leben und Hass auf Frauen sowie auf sexuell aktive Männer entwickeln.

(dsc/sda/dpa)

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