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FILE - In this Sunday, July 26, 2015, file photo released by the Syrian official news agency SANA, Syrian President Bashar Assad delivers a speech in Damascus, Syria. Russia’s military intervention in Syria is increasingly bolstering the sense that Bashar Assad may survive the war, and his surprise visit to Moscow the first time he’s left the country in nearly five years underscores just how emboldened the Syrian leader has become. (SANA via AP, File)

Assad bei einer Rede in Syrien.
Bild: AP/SANA

«Zwei Jahre sind genug für jeden Übergang»: Assad zur politischen Lage Syriens



Syriens Präsident Baschar al-Assad ist Hoffnungen des Westens auf einen raschen Machtübergang in dem bürgerkriegsversehrten Land entgegengetreten. Zuerst müssen aus seiner Sicht die Aufständischen zurückgedrängt werden.

Russland stützt Assad weiterhin

Russland hält in seinem neun UNO-Resolutionsentwurf für den Kampf gegen den IS am Einbezug Assads fest. Moskau fordert, die Anti-Terror-Schläge müssten mit Zustimmung Assads geführt werden. UNO-Botschafter Tschurkin bekräftigte am Mittwoch die Position. «Es würde die Möglichkeit unseres gemeinsamen Kampfes definitiv schwächen, wenn die syrische Regierung ignoriert würde.»

«Politisch ist nichts zu erreichen, so lange die Terroristen viele Gegenden in Syrien übernehmen. Wenn wir danach sprechen, sind anderthalb oder zwei Jahre genug für jeden Übergang», sagte Assad am Mittwochabend dem italienischen Fernsehsender RAI.

Assad redet von Jahren, Kerry von Wochen

US-Aussenminister John Kerry hatte am Dienstag in Paris gesagt, es sei vorstellbar, «dass wir nur noch Wochen von der Möglichkeit eines grossen Umbruchs in Syrien entfernt sind». Er bezog sich dabei auf den bei der Syrien-Konferenz am Wochenende ausgehandelten Friedens-Fahrplan. Der lässt allerdings das Schicksal Assads offen.

Der Westen sieht ihn als Hauptverantwortlichen für den Bürgerkrieg, dem in viereinhalb Jahren eine Viertelmillion Menschen zum Opfer gefallen sind.

Assad: IS-Terror auch wegen Politik des Westens

Der Machthaber aus Damaskus machte für das Aufkommen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in seinem Land den Westen verantwortlich. Die Miliz habe «keinen natürlichen Inkubator, keinen sozialen Inkubator innerhalb Syriens», sagte er in dem Interview.

Die Ausbildung der Dschihadisten für die Anschläge in Paris auf syrischem Boden sei «durch die Unterstützung der Türken, der Saudis, der Katarer und natürlich der Politik des Westens» möglich geworden.

Eine gewaltige Anschlagsserie erschüttert Paris

(dwi/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Warbi 20.11.2015 19:04
    Highlight Highlight Das Assad Regime hat immer schon den Terror gefördert, auch im Irak und auch gegen Israel, deshalb darf es nicht ungeschoren davon kommen. Jeder Tag im Amt ist ein Tag für die Terrorpaten. Weder ISIS noch Assad dürfen Vorteile erhalten.
    • Ikarus 21.11.2015 14:00
      Highlight Highlight Und es soll ernsthaft innert wochen eine übergangsregierung stehn die ein paar städte regiert und die anderen regionen von 10 verschiedenen terroristengruppen befreit? Jaja träum weiter..Assad und putin haben recht wenn sie auf 1-2 jahre planen. der westen will nichts anderes tun als er es im irak afganistan usw gemacht hat, wozu es geführt hat sieht man nun mit dem IS. Wieviel akzeptanz eine amerikanische marionette in solchen ländern haben sahen wir die jahre auch zu genüge.
  • ferox77 19.11.2015 09:39
    Highlight Highlight Der Westen sollte das machen was er schon vor Jahren nicht gemacht hat: die Finger von diesem Land lassen.
    Erst durch die massive Ausrüstung der freien syrischen Armee und islamistischen Rebellen, konnte der Bürgerkrieg so eskalieren und viele Jahre andauern.
    Natürlich ist B. al-Assad schlecht und natürlich sollte er schon längst abgetreten sein. So lange B. al-Assad an die Wand gedrängt ist, wird er weiter kämpfen. Man hätte diese Entwicklung absehen können, insbesondere die Erstarkung von militanten, islamistischen Gruppierungen in der Region. Es ist eine klare Folge der Destabilisierung.
  • Wilhelm Dingo 19.11.2015 06:22
    Highlight Highlight Auch wenn Assad ein grausamer Regent ist hat er wohl Recht wenn er sagt, dass die Terroristen wegen den Türken, der Saudis, der Katarer und der Politik des Westens so stark sind.
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.11.2015 07:24
      Highlight Highlight Wieso? Was hat zum Beispiel die Türkei und die politik des Westens damit zu tun?
      Er lenkt einmal mehr davon ab, dass er den Bürgerkrieg in Lauf genommen hat und hunderttausende Syrer auf seinem Gewissen hat.
    • Wilhelm Dingo 19.11.2015 07:35
      Highlight Highlight @☢❗andre ☢: Der Westen führt seit Jahren Kriege in der Region und hat bisher nicht zur Stabilisierung beigetragen. Der Kern der Ideologie des IS ist identisch mit denjenigen der Saudis. Die Türkei bekämpft die Kurden, welche aber die stärksten Gegner des IS wären. Mehr Beispiele?
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 19.11.2015 10:30
      Highlight Highlight Baschar ist ein verdammter Schlächter. Er schiebt die Schuld anderen zu, wobei sein Bürgerkrieg einer der Hauptgründe war, dass Daesh Fuss fassen konnte in Syrien: https://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_State_of_Iraq_and_the_Levant#Syrian_Civil_War
      Baschar hat sein Land bewusst und rasch destabilisiert und untergraben. Nach dem Motto, wenn er nicht regieren kann, dann niemand.
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