International
Syrien

Bericht: Waffenlieferungen in den Irak ermöglichen «IS»-Morde

Propaganda-Bild des «IS».
Propaganda-Bild des «IS».
Bild: AP/militant photo

Amnesty-Bericht: «IS» tötet mit Waffen, die der Westen in den Irak liefert

Jahrzehntelange Waffenlieferungen aus vielen Teilen der Welt in den Irak haben die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in dem Land begangenen Grausamkeiten laut Menschenrechtsaktivisten erst möglich gemacht. Das berichtet Amnesty International.
08.12.2015, 03:4708.12.2015, 06:22

Die vom «IS» genutzten «zahlreichen und verschiedenartigen Waffen» seien «ein Lehrbeispiel dafür, wie rücksichtsloser Waffenhandel Gräueltaten im grossen Stil befördert», erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag anlässlich der Vorstellung eines Berichts zum Thema. Wegen fehlender Regulierung und Überwachung der Bestände im Land habe der «IS» einen «beispiellosen Zugang zu Waffen».

Waffen

Dem Bericht zufolge nutzte der «IS» grosse Mengen von Waffen aus zahlreichen Ländern weltweit, die ihm bei der Eroberung der Stadt Mossul im Juni 2014 in die Hände fielen, zur Eroberung weiterer Gebiete des Landes und beging damit Gräueltaten an Zivilisten. Auch bei der Eroberung von Armee- und Polizeistützpunkten in Falludscha, Tikrit und Ramadi habe der «IS» viele Waffen erbeutet.

Nach Angaben von Amnesty kämpfen die Dschihadisten mit Erzeugnissen aus mindestens 25 verschiedenen Staaten, darunter alle fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats. So seien etwa Sturmgewehre aus Belgien, China, Deutschland und den USA im Einsatz. Als Konsequenz aus der Entwicklung forderte die Organisation unter anderem schärfere Kontrollen der Waffenbestände im Irak. (dwi/sda)

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