International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Reporter ohne Grenzen warnen: 69 Journalisten im Südwesten von Syrien in Lebensgefahr



Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat sich besorgt über die Lage dutzender im Südwesten Syriens festsitzender Journalisten gezeigt. «Den Journalisten droht Lebensgefahr, wenn sie in die Hände der Regierungstruppen gelangen», erklärte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr am Dienstag.

Unter den 69 eingeschlossenen Journalisten sind demnach Mitarbeiter syrischer Fernsehsender, der internationalen Nachrichtenagenturen AFP und Reuters sowie Korrespondenten lokaler Nachrichtenseiten.

Die syrische Armee hatte am 19. Juni mit Unterstützung Russlands eine gross angelegte Militäroffensive in den südlichen Provinzen Daraa, Kuneitra und Sueida gestartet. Seitdem hat Machthaber Baschar al-Assad die Kontrolle über weite Teile des Süden Syriens wiedererlangt.

Die Reporter sind laut ROG in den noch nicht von der syrischen Armee eingenommenen Teilen entlang der entmilitarisierten Zone zwischen Syrien und den von Israel besetzten Golan-Höhen eingeschlossen. Israel lässt niemanden über die Grenze, die südliche Grenze nach Jordanien werde von der Armee kontrolliert.

Gefährlichstes Land der Welt

Die Journalisten seien überzeugt, dass ihnen Verhaftung, Folter und eventuell Hinrichtung drohen, sobald die Regierungstruppen die gesamte Region kontrollieren, erklärte ROG. Viele von ihnen hätten seit Beginn des Bürgerkrieges über die Proteste gegen die Regierung berichtet und würden deshalb als Regierungsgegner eingestuft.

ROG hat sich nach eigenen Angaben am 11. Juli bereits in einem Brief an UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und die Regierungen in Israel und Jordanien gewendet. Möglichkeiten, um die eingeschlossenen Reporter zu retten, wären etwa ein humanitärer Korridor oder eine diskrete Ausreise in die Nachbarländer, erklärte ROG.

Syrien ist nach Angaben der Organisation seit Jahren für Journalisten das gefährlichste Land der Welt. Im syrischen Bürgerkrieg seien bislang 130 Pressevertreter gestorben. Zudem befänden sich sieben Journalisten und 15 Blogger in Haft. Neben der Regierung von al-Assad gingen auch andere Bürgerkriegsparteien gewaltsam gegen Journalisten vor. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Fotograf schiesst DAS Foto der Notre-Dame und muss sich nun gegen Fake-Vorwürfe wehren

Link zum Artikel

Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

Link zum Artikel

Schluss mit Lügen! So lässt sich die ganze Welt allein mit grüner Energie versorgen

Link zum Artikel

Vergiss Tinder! Hier erfährst du, welches Potenzial deine Fassade hat 😉

Link zum Artikel

17 katastrophale Tinder-Chats, die definitiv niemanden antörnen

Link zum Artikel

Vermisst und wieder aufgetaucht – 9 Fälle von Kindern, die verschwunden waren

Link zum Artikel

Mit diesen 21 Fakten kannst du beim kommenden «Game of Thrones»-Marathon angeben

Link zum Artikel

«SRF Deville» verkündet Pfadi-Putsch in Liechtenstein – diese finden's gar nicht lustig

Link zum Artikel

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Link zum Artikel

Wie rechte Ideologen den Brand von Notre-Dame für ihre Zwecke instrumentalisieren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Unsere Dame der Tränen» – So titeln die Zeitungen am Tag nach der Katastrophe von Paris

Das Feuer-Inferno in der berühmten Kathedrale in Paris hat die ganze Welt schockiert und dominiert am Dienstagmorgen die Titelseiten der Presse in Frankreich sowie weltweit. Hier ein Überblick.

Das Feuer war am Montagabend ausgebrochen, über Stunden schlugen Flammen in den Himmel. Der kleine Spitzturm in der Mitte des Dachs brach zusammen. Der Brand verwüstete den Sakralbau im Herzen der französischen Hauptstadt, der Dachstuhl stand lichterloh in Flammen. Das genaue Ausmass der Zerstörungen war in der Nacht noch nicht bekannt.

Die schockierenden Bilder und Augenzeugenberichte des Vorfalls beherrschten die Nachrichten im In- und Ausland in der Nacht zu Dienstag. Zeitungen und …

Artikel lesen
Link zum Artikel