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Ukraine

Russland-Ukraine-Krieg: Das ist während der Nacht passiert

Das ist in der Ukraine während der Nacht passiert – der Überblick (garantiert ohne Bilder)

Heute beginnt Tag 6 des russischen «Invasionskriegs» in der Ukraine – und es ist noch kein Ende der Kampfhandlungen in Sicht. Das ist in der Nacht auf heute passiert.
01.03.2022, 06:4901.03.2022, 09:28
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Auch während der Nacht auf Dienstag wurde in mehreren ukrainischen Städten gekämpft. Die USA und Australien haben Hilfspakete verabschiedet.

>> Alle aktuellen Entwicklunge findest du im Liveticker

Ein Überblick über die Ereignisse:

Gefechte besonders in Kiew und Charkiw

Informationen über das Kriegsgeschehen blieben in der Nacht bruchstückhaft und waren nicht unabhängig zu überprüfen.

Kiew

Auf die Hauptstadt Kiew bewegte sich ein Konvoi aus Panzern und anderen militärischen Fahrzeugen zu. Mit einer geschätzten Länge von 64 Kilometern ist der Heerwurm länger als bisher angenommen.

Nach Einschätzung amerikanischer Verteidigungskreise will das russische Militär trotz des starken ukrainischen Widerstandes nach wie vor die Hauptstadt Kiew einnehmen.

Charkiw

In der Nacht zum Dienstag gab es weitere Angriffe auf die zweitgrösste Stadt des Landes, Charkiw in der Ostukraine.

Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow sagte der Agentur Ukrinform zufolge, dass das russische Militär sprenge Umspannwerke. Dadurch komme es zu Problemen bei der Strom- und Wasserversorgung. Die Nachrichtenagentur Unian berichtete, die oberen Stockwerke zweier Hochhäuser seien zerstört worden.

Weitere Kampfhandlungen

In der Region Donezk ist die Hafenstadt Mariupol nach staatlichen Angaben vom frühen Dienstagmorgen unter der Kontrolle der ukrainischen Armee. Wegen eines Luftangriffs sei die Stadt jedoch fast ohne Stromversorgung, meldete der staatliche Informationsdienst der Ukraine unter Berufung auf den Bürgermeister. Es gebe auch Internet- und Mobilfunkausfälle. Am Montag hatte die Stadt noch als umkämpft gegolten.

Bei einem Angriff in der Region Sumy im Nordosten der Ukraine soll es zu grossen Verlusten auf beiden Seiten gekommen sein.

Selenskij: «Das Böse muss gestoppt werden.»

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij forderte den Ausschluss Russlands aus dem UN-Sicherheitsrat. Der Aufruf erfolgte in einem Video, das am späten Montagabend auf Facebook und in seinem Telegram-Kanal erschien: «Ein Staat, der Kriegsverbrechen an Zivilisten begeht, kann nicht Mitglied des UN-Sicherheitsrates sein», sagte Selenskij. «Das mit Raketen, Bomben und Artillerie bewaffnete Böse muss sofort gestoppt werden. Wirtschaftlich zerstört.», sagte Selenskyj

Hilfspaket aus den USA und Australien

Die US-Regierung von Präsident Joe Biden beantragte beim Kongress ein Hilfspaket mit einem Umfang von 6.4 Milliarden Dollar (5.8 Milliarden Schweizerfranken) für die Ukraine.

Die australische Regierung will die Ukraine mit militärischer Ausrüstung und humanitärer Hilfe in Höhe von insgesamt 105 Millionen australischer Dollar (68 Millionen Euro) unterstützen. Zwei Drittel der Gelder würden für «tödliche und nicht-tödliche Ausrüstung zur Verteidigung» aufgewendet, sagte Premierminister Scott Morrison am Dienstag.

Facebook und Tiktok ergreifen Massnahmen

Nach Schritten der EU zum Verbot der russischen Staatsmedien RT und Sputnik greifen der Facebook-Konzern Meta und die Video-App Tiktok durch. Sie schränken in der Europäischen Union den Zugang zu Inhalten von RT und Sputnik ein.

Russland verhaftet weitere Demonstrierende

Seit Beginn der Anti-Kriegs-Demonstrationen in Russland am Donnerstag sind bislang insgesamt 6440 Menschen festgenommen worden. Rund die Hälfte der Festnahmen habe es in der russischen Hauptstadt Moskau gegeben, wie das Bürgerrechtsportal Owd-Info mitteilte.

>> Eine aktuelle Analyse zum Krieg: Drei Gründe, warum Putins Krieg nicht nach Plan verläuft

>> Diese Sanktionen hat der Westen gegen Russland ergriffen: Die lange, lange Liste

(yam/sda/dpa)

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Salvatore_M
01.03.2022 07:04registriert Januar 2022
Kein Strom, kein Wasser, und das in Millionenstädten? Die Hilfslieferungen aus Europa müssen intensiviert werden, auch wenn dies logistisch zunehmend schwieriger wird. Man kann die Menschen da doch nicht einfach verrecken lassen? Den Russen scheint dies offensichtlich egal zu sein. Es wiederholen sich Ereignisse wie früher bei den Aufständen in Ungarn und Tschechien. In der Folge solidarisiert sich die Bevölkerung in Europa mehr und mehr mit den Menschen der Ukraine.
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Glenn Quagmire
01.03.2022 07:12registriert Juli 2015
Danke, dass ihr auf Bilder verzichtet hier! Das Ganze ist schon schlimm genug, da braucht es keine Bilder der Zesrstörung und vom Leid der betroffenen Menschen.
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Laborant
01.03.2022 08:12registriert November 2019
Alle Russen die ich kenne verurteilen den Krieg aufs Schärfste - viele haben Freunde oder Verwandte in der Ukraine. Die Propagandamaschine der russischen Medien läuft auf Hochtouren und dennoch nimmt Russland mehr Demonstranten fest, als Soldaten an der Front sterben.

Russen sind selbst Gefangene Putins. Es sind nicht Russen, sondern es ist Putin - und seine Vasallen, stiefelleckende Autokraten die selbst gern etwas vom Kuchen hätten.

Der A... muss weg.
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