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Ukraine

Explosion in Monaco: Als Mann verkleidete Frau gilt als verdächtig

Explosion in Monaco: Polizei sucht Ukrainerin, die sich als Mann verkleidet haben soll

Nach der Explosion in Monaco mit Schwerverletzten suchen die Behörden eine Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland.
03.07.2026, 13:2003.07.2026, 13:41

Anders als zunächst gedacht, handle es sich bei der verdächtigen Person um eine Frau und nicht um einen Mann, sagte Morgan Raymon von der Staatsanwaltschaft Monaco. Die Frau sei in ihren Dreissigern, ihr letzter bekannter Wohnort sei in Deutschland. Die Verdächtige, die sich als Mann verkleidet habe, werde mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Anastasiia Berezovska
Die Behörden fahnden nach dieser Frau.Bild: x

«Nach ersten Erkenntnissen und Ermittlungen der monegassischen Strafverfolgungsbehörden hatten sich Bezüge nach Hessen ergeben», teilte das Landeskriminalamt (LKA) des deutschen Bundeslandes Hessen mit. Am Donnerstag sei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens eine von der 39 Jahre alten Ukrainerin angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht worden.

«Des Weiteren wurde ein von ihr genutztes Fahrzeug durchsucht und sichergestellt.» Die Frau stehe im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, schrieb das LKA. Beweismittel seien an die monegassischen Behörden übergeben worden. «Die gesuchte Frau befindet sich aktuell auf der Flucht.»

Drei Schwerverletzte bei Explosion

Am Montagabend hatte es am Eingang eines Wohngebäudes eine heftige Explosion in Monaco gegeben. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Zuvor hatte eine Person dort den Angaben nach ein Paket abgelegt, später war sie geflohen. Ermittelt werde wegen versuchter Tötung und einer Sprengstoffstraftat.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtige nicht allein gehandelt hat. Zwischenzeitlich nahmen sie zwei Männer fest. Weil diese aber wohl nicht aktiv an der Tat beteiligt waren, kamen sie wieder frei. Der Zeitung «Le Parisien» zufolge ist der Wohnort der Verdächtigen Frankfurt.

Zur Identität der Opfer hatte die Staatsanwaltschaft keine Angaben gemacht. Nach Medienberichten in Monaco, Frankreich und der Ukraine soll es sich um einen ukrainischen Oligarchen, seine Ehefrau und einen Sohn des Paares handeln. (dab/sda/dpa)

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