International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this image taken from video posted to hillaryclinton.com on Sunday, April 12, 2015, Hillary Rodham Clinton announces her campaign for president. The former secretary of state, senator and first lady enters the race in a strong position to succeed her rival from the 2008 campaign, President Barack Obama. (Hillary For America via AP)

Jetzt ist es offiziell: Hillary Clinton hat ihre Kandidatur angekündigt. Bild: AP/Hillary for America

So will Hillary Clinton die erste US-Präsidentin werden



Lange hat sie sich Zeit gelassen. Jetzt steigt die Demokratin Hillary Clinton in den US-Präsidentschaftswahlkampf ein. Leicht wird für sie auch dieser zweite Anlauf nicht werden. Die frühere First Lady und Ex-Aussenministerin nimmt mit einem Programm für mehr soziale Gerechtigkeit einen zweiten Anlauf ins Weisse Haus. 

Die 67-Jährige kündigte am Sonntag offiziell ihre Kandidatur an. «Ich bewerbe mich um die Präsidentschaft» (I'm running for president), schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter. Ihre Beweggründe erklärte sie in einem online veröffentlichten Video. Sie wolle ein «Champion» – eine «Vorkämpferin» – für die normalen Bürger sein. 

abspielen

«Getting Started» Video: Youtube/Hillary Clinton

«Amerikaner haben sich aus schweren wirtschaftlichen Zeiten herausgekämpft, aber die an der Spitze haben immer noch die besseren Karten.»

Hillary Clinton

Und so sieht Hillary Clintons Wahlkampf-Logo aus:

Tour durch Bundesstaaten

Bereits demnächst plane Clinton Reisen in Bundesstaaten, die frühzeitig Vorwahlen abhalten, darunter Iowa, schrieb ihr Berater John Podesta in einer E-Mail an Unterstützer, aus der US-Medien zitierten. Dabei wolle sie das persönliche Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern suchen. Eine grosse Auftaktveranstaltung für den Wahlkampf sei im kommenden Monat geplant. 

«Amerikaner haben sich aus schweren wirtschaftlichen Zeiten herausgekämpft, aber die an der Spitze haben immer noch die besseren Karten», sagt sie in dem gut zwei Minuten langen Video. «Normale Amerikaner brauchen einen Vorkämpfer und ich möchte diese Vorkämpferin sein.» Damit unterscheidet sie sich in der Kernaussage nicht von US-Präsident Barack Obama, der auch stets soziale Gerechtigkeit als eines seiner Hauptanliegen erklärte. 

Clinton könnte als erste Frau an die Spitze der Vereinigten Staaten rücken und die Nachfolge von Obama antreten, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl antreten darf. Clintons Bewerbung ist keine Überraschung: Sie führte schon seit einiger Zeit eine Art Schattenwahlkampf und trat regelmässig bei Veranstaltungen auf. Vergangenen Sommer veröffentlichte sie eine Autobiografie, die viele Beobachter als Bewerbungsschreiben für das Präsidentenamt deuteten. 

«Sie war eine beeindruckende Kandidatin 2008. Sie war eine hervorragende Aussenministerin. Ich bin sicher, sie würde eine grandiose Präsidentin abgeben.»

Barack Obama

Lob von Obama

2008 hatte sich die Frau von Ex-Präsident Bill Clinton, die früher auch Senatorin für den Staat New York war, im Vorwahlkampf Obama geschlagen geben müssen. Der äusserte sich nun überzeugt davon, dass sie eine ausgezeichnete Präsidentin wäre. «Sie war eine beeindruckende Kandidatin 2008. Sie war eine hervorragende Aussenministerin. Ich bin sicher, sie würde eine grandiose Präsidentin abgeben», sagte er noch vor ihrer Ankündigung. 

Im Gegensatz zu ihrem ersten Rennen muss Clinton diesmal kaum fürchten, dass sie bereits im Vorwahlkampf gestoppt wird. Diesmal zeichnet sich bei der innerparteilichen Kandidatenkür der Demokraten keine ernsthafte Konkurrenz für sie ab. Ein wahrscheinlicher Mitbewerber ist der frühere Gouverneur von Maryland, Martin O'Malley. Vizepräsident Joe Biden denkt noch über eine Kandidatur nach. 

epa04702101 epa04698785 (FILE) A file picture dated 13 June 2014 of former US Secretary of State Hillary Clinton participating in a discussion on her book 'Hard Choices: A Memoir', at George Washington University in Washington DC, USA. Hillary Rodham Clinton's campaign formally announced she will run for United States President in the 2016 election, on 12 April 2015. Clinton, 67, has made a run for the presidency before, narrowly losing to Barack Obama in the Democratic primaries in 2008. She has also spent time in the White House as first lady when her husband, Bill Clinton, was president from 1993 to 2001.  EPA/MICHAEL REYNOLDS *** Local Caption *** 51417387

Wird sie Barack Obama beerben können? Hillary Clinton tritt an.  Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

Harte Konkurrenz 

Bei der Präsidentschaftswahl im November 2016 selbst dürfte Clinton einen weitaus schwereren Stand haben. Bei den Republikanern zeichnet sich ein dichtes Bewerberfeld ab – nach Experteneinschätzung mit einer Reihe von deutlich qualifizierteren Kandidaten als bei den Wahlen 2008 und 2012. Bisher haben die Senatoren Ted Cruz und Rand Paul ihre Kandidatur erklärt. Beide sind Lieblinge der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung. 

Als nächster will der gemässigtere Senator Marco Rubio aus Florida an diesem Montag in den Ring steigen. Als möglicherweise schärfster potenzieller Widersacher Clintons in einem Präsidentschaftszweikampf gilt Jeb Bush, der Sohn und Bruder ehemaliger Präsidenten. (sda/dpa/reu/afp)

US-Präsidentschaftskandidaturen

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Pandemie wütet weiter. Die Neuansteckungen steigen auch in Schweizer Kantonen erneut. Hier findest du alle relevanten Statistiken und die aktuellen Corona-Fallzahlen von Corona-Data und dem BAG zur Schweiz sowie im internationalen Vergleich.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder und viele sprechen bereits von einer zweiten Corona-Welle in Europa und in der Schweiz.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen …

Artikel lesen
Link zum Artikel