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Ex-Diktator Maduro meldet sich aus US-Haft – er sieht verändert aus

In this courtroom sketch, former Venezuela President Nicholas Maduro attends a pretrial hearing in a drug trafficking case for Maduro and his wife, Cilia Flores, Wednesday, July 22, 2026, at Manhattan ...
Maduro auf einer Gerichtszeichnung vom Juli 2026.Bild: keystone

Ex-Diktator Maduro meldet sich aus US-Haft – er sieht deutlich verändert aus

Der ehemalige venezolanische Präsident Nicolás Maduro meldet sich aus dem Gefängnis zu Wort. Seine Botschaft untermalt er mit einer Geste.
31.08.2026, 09:0831.08.2026, 09:08
Ein Artikel von
t-online

Acht Monate nach seiner Gefangennahme durch das US-Militär hat sich der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet. Er sei «standhaft», schrieb er in einer am Sonntag im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Botschaft an seine Landsleute in Venezuela. Dazu veröffentlichte er Fotos, die ihn offenbar in seinem Gefängnis im New Yorker Stadtteil Brooklyn zeigen.

«Ich schicke diese Fotos als kleines Geschenk an all meine Enkelkinder, an die Jungen und Mädchen und an all die guten Menschen, die uns lieben», schrieb der 63-Jährige. «Ich möchte, dass Ihr wisst, dass wir standhaft bleiben, mit Herzen, die erfüllt sind von eurer Liebe», fügte er hinzu. Auf den beiden veröffentlichten Fotos trägt Maduro einen grauen Trainingsanzug und zeigt mit den Händen das Friedenszeichen. Er scheint seit seiner Festnahme deutlich an Gewicht verloren zu haben.

maduro statement
Dieses Bild von Nicolas Maduro wurde auf dessen Social-Media-Kanälen publiziert.Bild: x

Die Kameradaten weisen darauf hin, dass die Fotos am 25. Juni aufgenommen wurden, einen Tag, nachdem in Venezuela bei zwei Erdbeben mehr als 6'500 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Echtheit der Fotos konnte von AFP nicht überprüft werden. Eine Anfrage beim Gefängnis in Brooklyn, ob deren Veröffentlichung genehmigt worden sei, blieb unbeantwortet.

300 Minuten Gesprächszeit pro Monat

Maduro hat im Gefängnis keinen Zugang zu Zeitungen oder zum Internet, darf aber nach Angaben einer Quelle aus seinem Umfeld 300 Minuten im Monat mit seiner Familie und seinen Anwälten telefonieren, wobei ein Gespräch maximal 15 Minuten dauern darf. Sein Sohn, Nicolás Maduro Guerra, hatte gesagt, sein Vater sei in guter Verfassung und verbringe seine Zeit mit dem Studium der Bibel.

Auf Befehl von US-Präsident Donald Trump hatten US-Soldaten Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores am 3. Januar in Caracas festgenommen und nach New York gebracht, wo ihnen im kommenden Jahr wegen Drogenhandels der Prozess gemacht werden soll. Der Militäreinsatz beendete die seit 13 Jahren währende Regierungszeit des linksnationalistischen Staatschefs, seine Amtsgeschäfte übernahm Vizepräsidentin Delcy Rodríguez. Trump begründete den Militäreinsatz unter anderem damit, dass den USA Einnahmen aus den reichen Ölvorkommen Venezuelas zustünden.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur AFP
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