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Diese 11 Tweets zeigen dir, wie verheerend Hurrikan «Ian» wirklich ist

Video: watson/Fabian Welsch

Diese 11 Tweets zeigen dir, wie verheerend Hurrikan «Ian» wirklich ist

30.09.2022, 08:4430.09.2022, 13:21

Hurrikan «Ian» hat nach den schweren Verwüstungen im US-Staat Florida jetzt Kurs auf die nächste US-Küste genommen und dabei wieder etwas an Stärke gewonnen. Als Hurrikan der Stufe eins von fünf steuert er mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde auf South Carolina zu, wie das Nationale Hurrikanzentrum in seinem jüngsten Lagebericht vom späten Donnerstagabend (Ortszeit) schrieb.

Verwüstung in den Strassen

Vor dem Auftreffen auf Land am Freitag in South Carolina könnte er noch an Stärke gewinnen, sich dann aber schnell abschwächen und am Samstag landeinwärts ziehen, hiess es. Auch in den Bundesstaaten North Carolina und Georgia warnte das US-Hurrikanzentrum vor gefährlichen Sturmfluten.

«Ian» war am Mittwoch als einer der stärksten Hurrikans in der Geschichte Floridas auf Land getroffen und hatte heftige Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde, Starkregen, Sturmfluten und Überschwemmungen mit sich gebracht. Der Wirbelsturm zog quer über den Bundesstaat. Auf Videobildern waren zerstörte Häuser und Brücken, überflutete Strassen und zahlreiche an Land gespülte Boote zu sehen.

Noch nie dagewesene Sturmfluten

Die Behörden hielten sich am Donnerstag mit Schätzungen zur Zahl der mutmasslichen Todesopfer zurück – hatten aber keine Zweifel, dass der Hurrikan Menschenleben gekostet hat. «Wir erwarten absolut, dass es Todesfälle gab», sagte Floridas Gouverneur Ron DeSantis am Donnerstagabend. Bisher gebe es aber keine bestätigten Zahlen. US-Präsident Joe Biden äusserte düstere Befürchtungen: «Dies könnte der tödlichste Hurrikan in der Geschichte Floridas sein.»

Nachbarschaft komplett zerstört

In mehr als 700 Fällen seien in Not geratene Menschen gerettet worden, sagte DeSantis. Unter anderem war die Küstenwache mit Hubschraubern unterwegs, um Menschen von Häuserdächern zu bergen. Mehr als 2,6 Millionen Haushalte waren ohne Strom, im Laufe des Donnerstags wurde für mehr als 350'000 die Energieversorgung wieder hergestellt, wie der Gouverneur sagte. An der Insel Sanibel Island wurde die Brücke zerstört, die sie mit dem Festland verbindet.

Brücke eingestürzt

Alligatoren allüberall

Behörden warnten Bewohner überfluteter Gebiete vor Gefahren im Wasser wie Schadstoffe aus der Kanalisation, Chemikalien – oder auch Alligatoren. Auch unterbrochene Strom- und Gas-Leitungen könnten Menschenleben kosten. Auf Hubschrauber-Aufnahmen waren brennende Häuser zwischen überfluteten Strassen zu sehen oder Grundstücke, von denen die Gebäude komplett weggeschwemmt wurden. In Fort Meyer landeten schwere Betonblöcke von einem Pier zwischen Wohnhäusern.

Ganze Betonblöcke werden weggeschwemmt

«Die Auswirkungen dieses Sturms sind historisch», sagte Ron DeSantis am Donnerstag. «Und die Schäden, die entstanden sind, sind historisch.» Dies basiere nur auf ersten Einschätzungen, das ganze Ausmass werde erst in den kommenden Tagen abzusehen sein. «Wir haben noch nie ein solches Hochwasser erlebt», sagte DeSantis. «Wir haben noch nie eine Sturmflut dieses Ausmasses gesehen.» An manchen Orten werde es Jahre dauern, wieder aufzubauen, was der Sturm zerstört oder beschädigt habe. «Dies wird ein sehr, sehr langer Prozess sein.»

Überwältigende Wassermengen

Als er auf die Westküste Floridas traf, lag der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde nur knapp unterhalb der Schwelle zur höchsten Hurrikan-Kategorie. Auf dem Weg durch Florida schwächte sich «Ian» zu einem Tropensturm ab, über dem Meer wuchs er aber wieder zu einem Hurrikan der Stärke eins an.

Aufgewühlte Küsten

Biden äusserte sich am Donnerstag in Washington bei einem Besuch in der Zentrale der US-Katastrophenschutzbehörde Fema besorgt: «Die Zahl der Opfer ist noch unklar, aber wir hören erste Berichte über möglicherweise erhebliche Verluste an Menschenleben.» Auch er warnte, die Situation sei nach wie vor gefährlich. «Wir erleben weiterhin tödliche Regenfälle, katastrophale Sturmfluten, überflutete Strassen und Häuser», sagte er. «Wir sehen Millionen von Menschen ohne Strom – und Tausende, die in Schulen und Gemeindezentren Schutz suchen.»

Mit dem Boot in Sicherheit

Fema-Leiterin Deanne Criswell sagte: «Hurrikan »Ian« wird ein Sturm sein, über den wir noch jahrzehntelang sprechen werden.» Die nächsten Tage würden schwierig, es gebe viele komplexe Probleme zu lösen bei den Einsätzen im Sturmgebiet. Es gebe noch keine genaue Einschätzung zu den Schäden. «Aber es wird katastrophal sein.» Ihre Behörde stelle sich darauf ein, dass Tausende Familien nicht in ihre Häuser zurückkehren könnten und vorübergehend eine Bleibe bräuchten.

Weitreichende Stromausfälle

Carmine Marceno, der Sheriff von Lee County, eine der am schwersten betroffenen Regionen an der Südwestküste Floridas, sagte dem Fernsehsender CNN, über Nacht seien in dem Bezirk Tausende Notrufe eingegangen. Manche Gebiete seien bislang aber noch nicht zugänglich für Rettungskräfte. «Wir wurden sehr, sehr hart getroffen.» (sda/dpa/cpf)

Auch Tiere müssen in Sicherheit gebracht werden

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Hurrikan Laura in 20 Bildern

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Spektakuläre Aufnahmen: So sieht es im Innern eines Hurrikans aus

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