«Er wird sterben», sagt ein Experte über Buckelwal Hartwin – Wal-Fans fordern Rettung
Nach dem Drama um Timmy hat sich ein neuer Buckelwal in der Ostsee verirrt. Auch er scheint stark geschwächt – und auch ihm droht eine Strandung.
Meeresbiologe Heiko Buch-Illing sagt gegenüber Newstime, dass sich das Tier auffällig langsam bewege. Das sei ein Indiz dafür, dass der Wal – eine private Initiative nennt ihn Hartwin – bereits stark geschwächt sei. Damit ist der Wal gemäss Buch-Illing ein leichtes Ziel für Parasiten.
Eigentlich gehe es der Population sehr gut, der Buckelwalbestand wachse sogar. Daher würden die Wale ihr Gebiet ausweiten. In den Grenzregionen gebe es jedoch weniger Beutetiere, was eine Herausforderung darstelle. Hartwin könnte von diesem Problem betroffen sein, sagt der Experte gegenüber «Newstime».
Buch-Illing habe kaum Hoffnung für den Buckelwal. «Da gibt's keine Chance. Er wird sterben», sagt er gemäss «Newstime». Wenn es der Wal nicht in seichtes Gewässer schaffe, werde er in den nächsten Wochen wahrscheinlich ertrinken. «In spätestens einem Monat, vielleicht einer Woche, vielleicht auch zwei, wird der Wal stranden.»
Von dänischer Seite aus werde es keine Rettungsaktion geben. Wal-Fans kritisieren das bereits in den sozialen Medien, schreibt der Berliner Kurier. Einige würden die Behörden bereits auffordern, den Wal zurück in die Nordsee zu locken. In Facebook-Gruppen sei zudem das Profil des Experten veröffentlicht worden mit dem Aufruf, gegen seine Aussagen öffentlich zu protestieren, schreibt der «Berliner Kurier» weiter.
Buch-Illing hofft, dass Hartwin nicht in Deutschland strandet, um nicht das Gleiche wie Timmy erleben zu müssen. Gleichzeitig geht er laut «Newstime» davon aus, dass Timmy und Hartwin nur der Anfang seien. «Ich denke nicht, dass es der letzte Buckelwal ist, den wir in diesem Jahr sehen.» (hkl)
