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Erste Militärhinrichtung seit über 60 Jahren im Dezember geplant

Nidal Hasan wurde zum Tode verurteilt.
Nidal Hasan wurde zum Tode verurteilt.Bild: Sheriff-Behörde von Bell County

USA: Erste Militärhinrichtung seit über 60 Jahren im Dezember geplant

07.10.2026, 06:4407.10.2026, 06:44

Die von Präsident Donald Trump genehmigte Hinrichtung eines früheren Psychiaters des US-Heeres, der 2009 ein Massaker auf einem Militärstützpunkt verübte, ist für Anfang Dezember angesetzt. Nidal Hasan solle durch ein Erschiessungskommando auf der Militärbasis Fort Hood im Bundesstaat Texas hingerichtet werden, teilte der kommissarische Staatssekretär des US-Heeres, Adam Telle, auf der Plattform X mit.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre es laut US-Medien die erste Militärhinrichtung in den USA seit mehr als 60 Jahren. Hasan hatte auf der Militärbasis Fort Hood 13 Menschen getötet und 32 verletzt. Pentagon-Sprecher Sean Parnell hatte bereits am Montag (Ortszeit) auf X mitgeteilt, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Hinrichtung empfohlen und Trump sie genehmigt habe.

Der US-Präsident genehmigte die Hinrichtung wenige Tage nachdem im US-Bundesstaat Tennessee ein Hinrichtungsversuch gescheitert war: Der wegen Mordes verurteilten Christa Pike wurden nach Angaben der Behörden zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht, doch sie lebte weiter. Nach den neusten Auskünften ihrer Anwälte ist sie inzwischen auch wieder bei Bewusstsein. Der Fall hatte die Debatte um die Todesstrafe in den USA neu entfacht.

1961 fand die letzte Militärhinrichtung statt

US-Militärangehörige können laut «New York Times» nur dann hingerichtet werden, wenn der Präsident das Todesurteil bestätigt. Zuletzt habe das US-Militär im Jahr 1961 einen Armeeangehörigen hingerichtet, der für die Vergewaltigung und den versuchten Mord an einer Elfjährigen während seines Einsatzes in Österreich zum Tode verurteilt worden war.

Falls das Urteil vollstreckt wird, wäre es laut US-Medien zugleich die erste Hinrichtung auf Bundesebene seit Januar 2021. Damals liess Trump in den letzten Wochen seiner ersten Amtszeit 13 Häftlinge exekutieren.

2009 tötete Hasan 13 Menschen

Im November 2009 hatte Hasan als Psychiater des US-Heeres auf dem Stützpunkt Fort Hood das Feuer eröffnet und zwölf Soldaten sowie einen Zivilisten getötet und Dutzende Menschen verletzt, bevor er selbst angeschossen und festgenommen wurde.

Hasan gab laut «New York Times» an, den Angriff im Namen des Dschihads, des sogenannten Heiligen Krieges, verübt zu haben. Die Kriege in Afghanistan und Irak habe er illegal genannt. Der Anschlag ereignete sich auf dem Höhepunkt des Anti-Terror-Kampfes nach dem 11. September 2001. Hasan wurde laut US-Medien in den USA als Sohn palästinensischer Eltern geboren und habe sich vor dem Anschlag zunehmend radikalisiert.

Für seine Tat wurde er zum Tode verurteilt. Er habe keine Reue gezeigt und den Wunsch geäussert, bei dem Anschlag selbst gestorben zu sein, um als Märtyrer zu gelten. Hasan ist laut US-Medien einer von vier Todeskandidaten im Militärjustizsystem. (sda/dpa)

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