Trump will Orban zum UN-Generalsekretär machen – mit Hilfe von Russland und China
Ende Dezember endet die Amtszeit von Antonio Guterres als UN-Generalsekretär. Noch ist unklar, wer ihn beerben wird. Wie das «Wall Street Journal» berichtet, haben die USA nun ihren Wunschkandidaten erkoren: den ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban.
So soll die Trump-Regierung Orban bereits über diesen Plan informiert und ihn zu einer Kandidatur ermutigt haben. Weiter sollen die USA für ihren Plan auf wichtige Unterstützung zählen können: So soll eine Kandidatur Orbans auch von Russland und China gestützt werden. Wie das «Wall Street Journal» meldet, haben Quellen aus allen drei Ländern den Plan der Trump-Regierung bestätigt.
In den USA herrscht derweil Optimismus, dass man damit auch tatsächlich durchkommt. Wenn die USA, Russland und China am selben Strang ziehen, habe man normalerweise Erfolg, lässt ein anonymer US-Beamter verlauten.
Die Idee soll entstanden sein, als sich Verantwortliche der USA, Russlands und Chinas über einen Wunschkandidaten für den Posten unterhalten hätten. Die USA hätten vorgeschlagen, «jemanden wie Orban» zu wollen, womit die anderen beiden Grossmächte einverstanden gewesen seien. So hätten sich die Amerikaner dann gefragt: Warum eigentlich nicht Orban? Schliesslich sei er der «konservative MAGA-Traumkandidat», so der zitierte US-Beamte.
Ob sich Viktor Orban tatsächlich zur Wahl stellen wird, bleibt derweil unklar. Das «Wall Street Journal» meldet, der Ungar sei über den Plan informiert worden. Allerdings habe dieser vor, sich nur zur Wahl zu stellen, falls er überzeugt sei, gewinnen zu können.
Zentrales Kriterium bei der Wahl zum Generalsekretär ist es, vom UN-Sicherheitsrat gewählt zu werden. Dafür braucht eine Kandidatin oder ein Kandidat 9 von 15 Stimmen, zudem darf kein Veto von ständigen Mitgliedsstaaten erfolgen – neben den USA, Russland und China sind dies Frankreich und Grossbritannien.
Bei einer Kandidatur Orbans wären die USA gemäss dem Bericht optimistisch. Acht Stimmen für ihn seien «sicher», so die Einschätzung, zwei weitere würden in Reichweite liegen. Das Veto dürfte zudem kein Problem darstellen – so würden Frankreich und Grossbritannien kaum davon Gebrauch machen, so die Einschätzung. (dab)
