Das sind die Länder mit dem besten Image der Welt – Spoiler: Die Schweiz ist die Nummer 1
Die Schweiz hat nicht nur Berge, Schokolade und Käse. Sie hat auch das beste Image der Welt. Im «Global Perception Ranking 2026» landet die Schweiz beim weltweiten Länder-Ansehen auf Platz 1 – punktgleich mit Kanada.
Für die Studie von Nira Data und der Alliance of Democracies wurden über 94'000 Menschen in 98 Ländern befragt. Ein Teil der Untersuchung zeigt, wie 132 Länder und internationale Organisationen weltweit wahrgenommen werden. Gezählt wird dabei der Netto-Wert: positive Bewertungen minus negative Bewertungen.
Ganz oben stehen die üblichen Verdächtigen: Schweiz und Kanada erreichen je +36 Punkte, Japan folgt mit +34, Schweden mit +33. Danach kommen Italien und Norwegen mit je +32. Auffällig: Unter den Top 20 befinden sich besonders viele europäische Länder – darunter Spanien, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Irland, Portugal, Österreich, Griechenland, Belgien und Deutschland.
Deutlich weniger rosig sieht es für die USA aus. Im globalen Wahrnehmungsranking landen sie nur noch auf Platz 64 von 68 ausgewiesenen Ländern und Organisationen – mit einem Wert von –16. Schlechter schneiden nur der Iran, Afghanistan, Nordkorea und Israel ab.
Am Ende des Rankings steht Israel mit –24 Punkten. Davor liegen Nordkorea und Afghanistan mit je –19, Iran mit –17 und die USA mit –16. Die Studienautoren sehen darin weniger eine klare neue Lagerbildung als vielmehr eine globale Entfremdung: Viele Länder wenden sich von den USA ab, ohne deshalb automatisch China oder Russland begeistert zu umarmen.
Besonders bemerkenswert: Die USA werden inzwischen weltweit negativer wahrgenommen als Russland. Laut Studie hat sich das Image der Vereinigten Staaten seit 2024 um fast 40 Punkte verschlechtert. China hingegen ist unter den drei Grossmächten mittlerweile das einzige Land mit einem positiven globalen Image.
In Europa werden die drei globalen Supermächte allesamt negativ wahrgenommen: Am wenigsten schlecht schneidet mit –14 auch auf dem Alten Kontinent China ab, während die USA (–35) immerhin noch etwas positiver wahrgenommen wird als Russland (–47).
Schweiz gibt sich selbst eine gute Note
Salopp zusammengefasst: Die Welt findet die Schweiz derzeit sympathisch, die USA eher nicht. Wir schneiden aber nicht nur beim Image in anderen Ländern gut ab. Auch wenn die Bevölkerung das eigene politische System bewertet, liegen wir weit vorne: Im Democracy Perception Index kommt die Schweiz mit einem Indexwert von +19 auf Platz 5 – hinter Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland.
Der Index misst nicht, wie demokratisch ein Land laut Menschen von anderen Ländern ist, sondern wie demokratisch die Menschen ihr eigenes Land erleben. Abgefragt werden acht Bereiche – etwa Wahlen, Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit, politische Vielfalt und Regierungstransparenz.
Besonders stark bewertet die Schweizer Bevölkerung die Rechtsstaatlichkeit (+33), friedliche Machtwechsel (+31), Meinungsfreiheit (+26) und politische Bildung (+24). Kritischer fällt hingegen die Einschätzung zur Regierungstransparenz aus: Hier liegt die Schweiz bei −16. Mit diesem Minus steht sie allerdings nicht allein da – Transparenz ist laut Studie weltweit jene Demokratie-Dimension, die von Bürgerinnen und Bürgern am schlechtesten bewertet wird.
Für das globale Länder-Image wurden die Teilnehmenden gefragt, wie positiv oder negativ sie verschiedene Länder und internationale Organisationen wahrnehmen. Der ausgewiesene Wert ist ein Netto-Wert: Anteil positiver Bewertungen minus Anteil negativer Bewertungen. In der Rangliste werden nur jene 68 Länder und Organisationen gezeigt, die von allen 85 befragenden Ländern bewertet wurden. Die Werte messen also die weltweite Wahrnehmung eines Landes – nicht dessen tatsächliche demokratische Qualität.
