Trump mit neuem Umfragetief – So weit sind Demokraten vorne
Für Donald Trump und die Republikaner kommen kurz vor den Zwischenwahlen schlechte Umfragewerte. In einer neuen CNN-Erhebung sagen nur noch 32 Prozent der Befragten, dass sie mit Trumps Arbeit als Präsident zufrieden sind. 67 Prozent sind unzufrieden. Es ist der niedrigste Wert, den CNN während Trumps beiden Amtszeiten gemessen hat.
Auch bei der sogenannten «Generic Ballot»-Frage liegen die Republikaner zurück. 49 Prozent der registrierten Wähler würden in ihrem Wahlkreis für einen demokratischen Kandidaten stimmen, 39 Prozent für einen Republikaner. Der Vorsprung der Demokraten ist damit auf zehn Prozentpunkte angewachsen.
Wirtschaft belastet Trump besonders
Ein entscheidender Faktor ist die wirtschaftliche Lage. Nur 27 Prozent der Befragten sind mit Trumps Wirtschaftspolitik zufrieden, bei der Inflation sind es lediglich 23 Prozent. Rund zwei Drittel der Amerikaner sagen laut CNN, Trumps Politik habe die wirtschaftliche Situation verschlechtert – darunter auch etwa ein Drittel der Republikaner.
Die Lebenshaltungskosten sind für die Befragten das wichtigste Thema der Wahl. Unter jenen, die die Wirtschaft als grösste Sorge nennen, liegen die Demokraten mit 46 zu 37 Prozent vor den Republikanern.
Mehr als drei Viertel der Wähler sehen die Midterms zudem als Gelegenheit, in Washington etwas zu verändern. Rund sechs von zehn sagen, ihre Wahlentscheidung sende auch eine Botschaft an Trump. Unter diesen überwiegt die Ablehnung des Präsidenten deutlich.
Unterstützung bröckelt auch in Trumps Basis
Besonders auffällig ist der Rückgang der Unterstützung innerhalb von Trumps eigener Partei. Unter Republikanern liegt seine Zustimmung bei 74 Prozent. Im Februar 2025 waren es noch 88 Prozent.
Noch deutlicher ist der Rückgang bei weissen Amerikanern ohne Hochschulabschluss, einer wichtigen Wählergruppe für Trump. Nur noch 45 Prozent von ihnen sind mit seiner Arbeit zufrieden. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit waren es 63 Prozent.
Vor allem jüngere Republikaner zeigen sich skeptischer. Fast vier von zehn republikanisch orientierten Erwachsenen unter 45 Jahren lehnen Trumps Amtsführung laut CNN inzwischen ab.
Auch Demokraten bleiben unbeliebt
Die Umfrage ist allerdings kein uneingeschränkt positives Signal für die Demokraten. Beide grossen Parteien werden von einer Mehrheit der Amerikaner negativ bewertet. Nur 41 Prozent glauben, dass es dem Land besser gehen würde, wenn die Demokraten den Kongress übernehmen. 37 Prozent erwarten eine Verschlechterung, 22 Prozent keinen Unterschied.
Auch ein landesweiter Vorsprung von zehn Prozentpunkten lässt sich nicht direkt auf die Sitzverteilung im Kongress übertragen. Wahlkreisgrenzen und mehrere umkämpfte Rennen in republikanisch geprägten Regionen könnten die möglichen Zugewinne der Demokraten begrenzen.
Bei jenen, die bereits abgestimmt haben, liegen die Demokraten laut der CNN-Umfrage mit 70 zu 29 Prozent vorne. Unter den noch nicht abgegebenen Stimmen ist das Rennen deutlich enger: 46 Prozent bevorzugen einen demokratischen und 41 Prozent einen republikanischen Kandidaten.
Damit zeichnet die Umfrage vor allem eines: Wenige Tage vor den Midterms ist die Unzufriedenheit mit Trump und der wirtschaftlichen Lage gross. Wie stark sich das am 3. November tatsächlich in Sitzen im Kongress niederschlägt, bleibt offen. (mke)
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