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Netanjahu würde trotz Mamdami-Drohung nach New York kommen

Mamdani drohte mit Verhaftung: Netanjahu würde trotzdem nach New York kommen

Trotz einer Warnung des designierten New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani würde Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach eigenen Angaben in die US-Metropole reisen.
04.12.2025, 04:1404.12.2025, 04:14

«Natürlich werde ich das», sagte er auf Nachfrage der «New York Times». Mamdani zählt zu den schärfsten Kritikern der israelischen Regierung. Er wirft ihr einen Völkermord im Gazastreifen vor und weist den USA eine Mitschuld zu.

epa12516451 Israel's Prime Minister Benjamin Netanyahu speaks during a plenary session at the Knesset, the Israeli parliament in Jerusalem, 10 November 2025. The session has been initiated by the ...
Benjamin Netanjahu hat keine Angst davor, in New York verhaftet zu werden.Bild: keystone

Vor rund einem Jahr – also lange vor seinem Wahlsieg im November – hatte Mamdani angekündigt, Netanjahu im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister aufgrund des internationalen Haftbefehls festnehmen zu lassen. Als er im September 2025 in Interviews vor der Wahl als aussichtsreichster Kandidat danach gefragt wurde, äusserte er sich allerdings zurückhaltender. New York müsse internationale Haftbefehle respektieren – «ob gegen Benjamin Netanjahu oder Wladimir Putin», sagte er dem Online-Portal «Zeteo» und dem Sender CNN. Er werde «jeden legalen Weg prüfen», um Rechenschaft sicherzustellen.

USA erkennen Strafgerichtshof nicht an

Gegen Netanjahu liegt seit November 2024 ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor. Netanjahu weist die Vorwürfe entschieden zurück. Israel erkennt das Gericht nicht an und fordert eine Aufhebung der Haftbefehle. Auch die USA erkennen den Gerichtshof nicht an – und sind damit auch nicht verpflichtet, von Den Haag erlassene Haftbefehlen zu vollstrecken. Es erscheint eher unwahrscheinlich, dass eine örtliche Polizei wie jene in New York handeln könnte, obwohl die Haftbefehle in den USA gar nicht anerkannt werden.

Mamdani tritt sein Amt am 1. Januar an. Die Probe aufs Exempel könnte dann im Herbst 2026 folgen, wenn in New York die UN-Generalversammlung stattfindet – ein Termin, an dem für gewöhnlich auch der israelische Ministerpräsident teilnimmt. Teilnehmer haben aber in aller Regel weitgehende diplomatische Immunität, weswegen sie nicht von der örtlichen Polizei belangt werden können.

Netanjahu: Würde mit Mamdani reden – unter Bedingungen

In New York leben rund eine Million Menschen jüdischen Glaubens. Ein Teil von ihnen empfindet Mamdanis israelkritische Rhetorik als bedrohlich, während viele jüngere und eher liberale Grossstädter sie als Ausdruck eines sich wandelnden Verhältnisses amerikanischer Juden zu Israel betrachten.

Netanjahu erklärte der «New York Times» auf die Frage, ob er mit Mamdani sprechen wolle, dies sei denkbar, «wenn er seine Meinung ändert und sagt, dass wir das Recht haben, zu existieren».

Mamdani, der selbst Muslim ist, hat mehrfach erklärt, er erkenne das Existenzrecht Israels an, lehne jedoch jede Staatsform ab, die Menschen aufgrund von Religion oder Ethnie ungleich behandele. Das gelte für Israel als jüdischen Staat ebenso wie für Länder wie Saudi-Arabien oder Pakistan, wenn sie Muslime gegenüber anderen Gruppen bevorzugten. (sda/dpa)

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