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USA

Hier wird Trump von seinen Gegnern in Empfang genommen

«Loser! Loser! Loser!» – hier wird Trump von seinen Gegnern in Empfang genommen

08.11.2020, 04:5408.11.2020, 13:43

Zuerst vermeldete es CNN: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat gemäss Hochrechnungen die US-Wahlen gewonnen.

Zur gleichen Zeit soll sich Präsident Donald Trump auf dem Golfplatz aufgehalten haben, nachdem er zuvor tagelang das Weisse Haus nicht verlassen hatte.

>>> Mehr zu den US-Wahlen findest du im Liveticker.

Am Nachmittag kehrte er dann von seinem Golfplatz in Virginia nach Washington D.C. zurück. Und wurde bereits von einer grossen Menschenmenge erwartet.

Für einmal waren es aber keine flaggenschwenkende Supporter von Trump, sondern Leute, die seine Niederlage feierten. Als seine Wagenkolonne sich dem Weissen Haus näherte, wurde er mit «Boo» und erhobenen Mittelfingern gegrüsst. Fotografen hielten Trumps Rückkehr in Bildern fest. Aber Schaut selbst:

Gemäss Medienberichten riefen die Leute «Loser! Loser! Loser!» und schlimmere Obszönitäten. Dass dem US-Präsidenten der lautstarke Empfang ans Herzen ging, zeigen die folgenden Bilder:

Hier kommt Trump im Weissen Haus an:

1 / 9
So sieht das Gesicht eines Verlierers aus
quelle: keystone / evan vucci
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Donald Trump hat bisher Bidens Sieg nicht anerkannt, im Gegenteil sagte er: «Die einfache Tatsache ist, dass diese Wahl noch lange nicht vorbei ist.»

Mit Trumps Kampfansage stehen den Vereinigten Staaten nach einem beispiellos harten Wahlkampf mitten in der Corona-Pandemie weitere schwierige Wochen bevor. Mit Hilfe seiner Anwälte will Trump den Auszug aus dem Weissen Haus im Januar verhindern und dafür notfalls bis vor das Oberste US-Gericht, den Supreme Court, ziehen. Trump stellt sich als Opfer systematischen Wahlbetrugs dar, ohne dafür stichhaltige Beweise vorzulegen. Er sieht sich als legitimer Sieger der Wahl. Anders als üblich verzichtete Trump darauf, den Gewinner anzurufen und seine Niederlage einzugestehen.

In den USA ist es selten, dass ein Präsident nach nur einer Amtszeit abgewählt wird. Zuletzt war das bei George Bush Senior der Fall, der die Wahl 1992 verlor. Einfach dürfte es für Biden als Präsident nicht werden. «Die Wahlergebnisse zeigen auf jeder Ebene, dass das Land nach wie vor tief und bitter gespalten ist», erklärte Ex-Präsident Obama, der bei allen Amerikanern für die Unterstützung Bidens warb. Millionen Wähler hatten Trump ihre Stimme gegeben. (jaw/sda/dpa)

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