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Neue Kennedy-Akten sollen veröffentlicht werden. Umfang? 80'000 Seiten!

Neue Kennedy-Akten sollen veröffentlicht werden. Umfang? 80'000 Seiten!

18.03.2025, 16:2018.03.2025, 16:20
FILE - President John F. Kennedy waves from his car in a motorcade approximately one minute before he was shot, Nov. 22, 1963, in Dallas. Riding with President Kennedy are first lady Jacqueline Kenned ...
Es ist unklar, was die Dokumente, die nun freigegeben werden sollen, enthalten und ob sie neue Erkenntnisse über das Attentat an John F. Kennedy liefern.Bild: keystone

Die US-Regierung will heute nach Angaben von Präsident Donald Trump die Veröffentlichung von noch unter Verschluss gehaltenen Akten über die Ermordung von Präsident John F. Kennedy im Jahr 1963 veranlassen.

«Es sind viele Seiten», erklärte der Republikaner. «Etwa 80'000 Seiten.» Kurz nach seiner Amtseinführung im Januar hatte Trump die Erstellung eines Plans zur Veröffentlichung der Dokumente angeordnet.

Ein Grossteil der insgesamt rund fünf Millionen Schriftstücke, Fotos, Videos, Audio-Aufnahmen und Artefakte in Verbindung mit dem Attentat ist nach Angaben des US-Nationalarchivs bereits seit Ende der 1990er Jahre komplett zugänglich. Es ist unklar, was die Dokumente, die nun freigegeben werden sollen, enthalten und ob sie neue Erkenntnisse über das Attentat liefern. Historiker gehen laut US-Medien aber nicht von bahnbrechenden Enthüllungen aus.

Jede Menge Verschwörungstheorien

Der Mord am 35. Präsidenten der USA hat über Jahrzehnte zahlreiche Verschwörungstheorien hervorgebracht. Kennedy war am 22. November 1963 in Dallas mit mehreren Gewehrschüssen ermordet worden. Eine Untersuchungskommission kam zu dem Schluss, dass der Attentäter Lee Harvey Oswald allein gehandelt habe. Doch Oswald konnte nie vor Gericht aussagen – nur zwei Tage nach dem Attentat wurde er vom Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen.

Bis heute gibt es keine stichhaltigen Beweise, die der offiziellen Version widersprechen. Dennoch hält sich das Misstrauen hartnäckig. Über all die Jahre machten etliche alternative Thesen die Runde – etwa, dass der Kennedy-Nachfolger Lyndon B. Johnson in Verbindung mit der CIA die Strippen bei dem Attentat gezogen habe oder Kuba darin verwickelt gewesen sei.

Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit angekündigt, die Kennedy-Akten vollständig offenzulegen. 2017 wurden einige bislang geheime Dokumente veröffentlicht. Doch auf Drängen der CIA und des FBI entschied Trump, bestimmte Unterlagen weiterhin geheim zu halten, da die Behörden Sicherheitsbedenken äusserten.

Sein Nachfolger Joe Biden gab später Tausende weitere Dokumente frei – allerdings nicht alle. Laut US-Medien sind aktuell rund 99 Prozent der Akten öffentlich zugänglich. (sda/dpa)

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