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«New York Times» geht gegen Vorladung ihrer Journalisten vor

FILE - This Tuesday, Oct. 18, 2011 file photo shows the New York Times building in New York. The New York Times Co. reports earnings Thursday, Feb. 8, 2018. (AP Photo/Mark Lennihan, File)
Die Zeitung habe vor Gericht beantragt, die Vorladungen aufzuheben.Bild: AP/AP

«New York Times» geht gegen Vorladung ihrer Journalisten vor: «In böser Absicht erwirkt»

Die «New York Times» setzt sich gegen Vorladungen mehrerer ihrer Journalisten zur Wehr.
16.07.2026, 04:4416.07.2026, 04:44

Sie seien «missbräuchlich und unzulässig» und «in böser Absicht erwirkt worden, um die »Times« für ihre Berichterstattung abzustrafen», sagte der Anwalt der Redaktion, David McCraw, laut Mitteilung. Die Zeitung habe deshalb vor Gericht beantragt, die Vorladungen aufzuheben.

Nach Angaben der «New York Times» hatten vergangene Woche mehrere ihrer Journalisten Vorladungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan erhalten, nachdem sie über angebliche Sicherheitsbedenken bei der neuen Präsidentenmaschine von Donald Trump berichtet hatten. Die Reporter sollen demnach vor einer Grand Jury aussagen.

Begründet wurden die Vorladungen laut der Zeitung lediglich mit einem nicht näher ausgeführten mutmasslichen Verstoss gegen Bundesstrafrecht. Teilweise seien sie von Bundesbeamten persönlich an den Wohnsitzen zugestellt worden.

Präsidentenmaschine im Fokus

Die vier Journalisten hatten unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump habe auf Anraten des Secret Service den Flug vom Nato-Gipfel in der Türkei zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall mit der alten Air Force One absolviert. Demnach ging es dabei um Sicherheitsbedenken. Dort stieg er in die neue, von Katar geschenkte Maschine um.

In einem weiteren Bericht schrieb die Zeitung, die neue Maschine verfüge bislang nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs. Die Regierung und Trump selbst bestritten, dass Sicherheitsbedenken der Grund für den Flugzeugwechsel gewesen seien.

Trump geht seit Beginn seiner zweiten Amtszeit verstärkt gegen Medien vor. Das Justizministerium hatte bereits in diesem Jahr versucht, Aussagen von Journalisten des «Wall Street Journal» und der «Washington Post» in Ermittlungen zu Enthüllungen zu erzwingen. Nach juristischem Widerstand der Medienhäuser wurden diese Vorladungen später zurückgezogen. (sda/dpa)

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