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Trump kritisiert Gefangenenaustausch heftig, vergisst aber eine Sache

epa11514073 Former US President Donald J. Trump holds a rally at New Holland Arena in Harrisburg, Pennsylvania, USA, 31 July 2024. This is the first Trump rally in Pennsylvania since the assassination ...
Donald Trump kritisiert den Gefangenenaustausch heftig.Bild: keystone

Trump kritisiert Gefangenenaustausch heftig – vergisst aber eine Sache

Donald Trump schiesst heftig gegen den Gefangenenaustausch mit Russland.
02.08.2024, 10:3102.08.2024, 16:37

Donald Trump hat auf seinem sozialen Netzwerk «Truth Social» den Gefangenenaustausch mit Russland heftig kritisiert. Der US-Präsidentschaftskandidat schreibt am Donnerstag: «Wann werden sie die Details des Gefangenenaustauschs mit Russland veröffentlichen? Wie viele Menschen bekommen wir im Gegenzug? Bezahlen wir ihnen auch Bargeld? Entlassen wir Mörder, Killer und Verbrecher?»

Donald Trump kritisert den Gefangenenaustausch.
Bild: Screenshot Truth Social

Er sei nur neugierig, schreibt der 78-Jährige weiter: «Denn wir machen nie gute Deals, vor allem bei Geiseltauschgeschäften. Unsere ‹Verhandlungsführer› sind immer eine Blamage für uns.»

Er habe viele Geiseln zurückbekommen und im Gegenzug nie etwas gegeben – vor allem kein Geld. «So zu verfahren, ist ein schlechter Präzedenzfall für die Zukunft. Sie erpressen die Vereinigten Staaten von Amerika. Sie nennen den Handel ‹komplex› – damit niemand herausfinden kann, wie schlimm es ist!»

So weit, so normal für Donald Trump. Doch er vergisst dabei eine Sache. Zuletzt behauptete der Ex-Präsident immer wieder, dass er aufgrund seiner Beziehung mit Putin der Einzige sei, der US-Journalist Evan Gershkovich freibekommen könne. «Ich werde ihn schnell freibekommen, sobald ich die Wahl gewonnen habe. Präsident Putin wird das für mich tun, aber für niemanden sonst, und wir werden nichts dafür bezahlen», hiess es in einem früheren Truth-Social-Beitrag.

Ein Irrtum, wie sich jetzt herausstellt, der Gefangenenaustausch unter Präsident Joe Biden ist historisch.

epa11517617 US President Joe Biden (L) and Vice President Kamala Harris (2-R), greet reporter Evan Gershkovich (R) during his arrival in the US after a prisoners swap between Russia, the US and five o ...
Trump behauptete immer wieder, er sei der Einzige, der US-Journalist Evan Gershkovich freibekommen könne.Bild: keystone

Auch die Behauptung, er habe nie einen Preis für die Freilassung von Geiseln bezahlt, ist falsch, wie CNN belegt. Unter seiner Präsidentschaft fanden mindestens vier Austausche von Gefangenen statt, bei denen er die Freilassung von Gefangenen aus US-Haft für die Freilassung von Amerikanern genehmigte.

Während der Pressekonferenz am Donnerstag hat der Sprecher des Weissen Hauses, Jake Sullivan, bestätigt, dass beim Austausch kein Geld geflossen sei und keine Sanktionen gelockert wurden. (ome)

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