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Epstein-Affäre: Justizministerium von New Mexico blockt Ermittlungen

FILE - Jeffrey Epstein's Zorro Ranch is seen on July 8, 2019, in Stanley, N.M. (KRQE via AP, File)
Epstein New Mexico Ranch
Jeffrey Epsteins Zorro Ranch in Stanley, New Mexico.Bild: keystone

New Mexico zu Epstein-Ermittlungen: Justizministerium blockt

15.07.2026, 18:3315.07.2026, 18:33

Die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaats New Mexico hat dem US-Justizministerium vorgeworfen, ihre strafrechtlichen Ermittlungen zu möglichen kriminellen Aktivitäten auf einer Ranch des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu behindern. Das Justizministerium verweigere die Zusammenarbeit und wolle dringend benötigte ungeschwärzte Akten nicht herausgeben, sagte der oberste Staatsanwalt des Bundesstaates, Raúl Torrez. Ein Sprecher des Justizministeriums bezeichnete den Vorwurf gegenüber dem Nachrichtenportal «Axios» als «falsch». Diese Akten ungeschwärzt weiterzugeben würde gegen Gesetze verstossen.

Die Ermittlungen gegen Epstein in New Mexico waren ursprünglich 2019 auf Antrag der Staatsanwaltschaft des Southern Districts in New York eingestellt worden. Im Zentrum der Ermittlungen steht die «Zorro-Ranch», die den Angaben nach Epstein gehört haben soll. Medienberichten zufolge soll es dort zu sexuellem Missbrauch und Menschenhandel gekommen sein. Nachdem das Justizministerium vor einigen Monaten Millionen von Epstein-Akten – allerdings teilweise geschwärzt – veröffentlicht hatte, hatte die Staatsanwaltschaft in New Mexico angekündigt, die Ermittlungen wieder aufnehmen zu wollen.

Der Multimillionär Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Unter seinen Klienten sollen viele einflussreiche Menschen gewesen sein.

Vor fast 20 Jahren kamen erste Vorwürfe vor Gericht, und Epstein bekannte sich in bestimmten Punkten schuldig. Jahre später wurde der Fall neu aufgerollt und der Multimillionär wieder festgenommen. Noch bevor ein mögliches weiteres Urteil gefällt werden konnte, starb der Finanzier am 10. August 2019 im Alter von 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt. (sda/dpa)

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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banda69
15.07.2026 19:46registriert Januar 2020
"Diese Akten ungeschwärzt weiterzugeben würde gegen Gesetze verstossen."

Seit wann kümmern sich Rechtspopulisten um Gesetze? Ah ja, dann wenn sie ihnen dienen.
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Eckhardt
15.07.2026 20:46registriert Juni 2024
Es war leider zu erwarten, dass die Ministerien, die Trump zudienen, jegliche Zusammenarbeit verhindern und das Thema Epstein aus der Aufmerksamkeit raus halten wollen.
Dass sich das Justizministerium verweigert, einer anderen juristischen Behörde (Staatsanwaltschaft eines Bundesstaates) ungeschwärzte Dokumente zu geben, die für deren Strafverfolgung zwingend notwendig sind, ist in meinen Augen ein Mittel zur Vertuschung, Verhinderung sowie eine Stellungnahme zugunsten der Täter. Und der Kreis schliesst sich.
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Marcs
15.07.2026 20:12registriert März 2014
Wer die Vorgeschichte kennt, für den ist die Weigerung des DOJ, die Akten vollständig herauszugeben, keine Überraschung, sondern die logische Fortsetzung. Das Muster ist konsistent:
1. 2007/08: Geheimer Deal, der das ganze Netz immunisierte und Opfer bewusst aussperrte
2. 2019: Epstein stirbt in Haft unter nie geklärten Umständen
3. 2025/26: Das DOJ verstösst gegen sein eigenes Transparenzgesetz, schwärzt die Hälfte, verpasst gerichtliche Fristen — und niemand wird jemals ausser Epstein und Maxwell verurteilt.
Dass das “stinkt”, ist nicht Paranoia, sondern nüchterne Lesart!
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