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In New York gilt ab sofort umstrittene Maut für Teile von Manhattan

FILE - Pedestrians cross Delancey Street as congested traffic from Brooklyn enters Manhattan over the Williamsburg Bridge, March 28, 2019, in New York. (AP Photo/Mary Altaffer, File)
In New York ist am Sonntag eine umstrittene Fahrzeug-Gebühr für Teile der Innenstadt in Kraft getreten.Bild: keystone

In New York gilt ab sofort umstrittene Maut für Teile von Manhattan

05.01.2025, 10:2005.01.2025, 15:31
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In New York ist am Sonntag eine umstrittene Fahrzeug-Gebühr für Teile der Innenstadt in Kraft getreten. Mit dieser Maut sollen die berühmt-berüchtigten Staus in der US-Metropole verringert werden.

Wer mit seinem Fahrzeug nach Manhattan südlich des Central Parks will, muss jetzt eine Tagesgebühr von neun Dollar zahlen. New York ist damit die erste Stadt in den USA, die eine solche Maut erhebt.

Gouverneurin Kathy Hochul begründete die Massnahme damit, dass der Autoverkehr in diesen Gebieten «zu viele unbeabsichtigte Konsequenzen für die New Yorker» habe. Ursprünglich sollten sogar 15 Dollar pro Tag fällig sein. Im November dann kündigte Hochul nach heftigen Protesten an, dass es neun Dollar sein werden. Das eingenommene Geld solle unter anderem in die U-Bahn der Millionenmetropole fliessen.

Gegen die Maut hatten unter anderem umliegende Gemeinden von New York City protestiert. Sie argumentierten, dass eine Gebühr ihren Geschäften schaden und die Pendlermöglichkeiten ihrer Bewohner nach Manhattan beeinträchtigen würde. Auch Taxifahrer liefen Sturm gegen das Projekt: Sie müssen selbst zwar die Gebühr nicht zahlen, bei Fahrten in die Maut-Gebiete müssen ihre Kunden aber einen Aufschlag entrichten.

Die Gegner der Gebühr hoffen nun auch auf den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Der gebürtige New Yorker hatte angekündigt, im Falle seiner Wahl ins Weisse Haus die Maut abzuschaffen.

Laut offiziellen Erhebungen fahren täglich etwa 700'000 Fahrzeuge in das Maut-Gebiet in Manhattan. Ewige Staus führten demnach dazu, dass die Autos nur etwa elf Kilometer pro Stunde Durchschnittsgeschwindigkeit haben – in einigen Vierteln «kriechen» sie laut Stadtverwaltung sogar noch langsamer. (sda/afp)

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Alain Müri
05.01.2025 11:23registriert März 2022
Würde der Schweiz auch gut tun. Eine Maut für KFZ mit ausländischem Kennzeichen welche den Gotthardtunel passieren wollen. Die Schweiz ist zu klein und teuer sodass Nord/Süd Verkehrsteilnehmer kein Geld abladen in der CH ausser die 40.- für eine Vignette. Für die 40.- kommen sie nicht von Como nach Roma, gedchweige denn retour. Die zusätzlichen Kosten sollten also kein Hinderniss darstellen und wenn doch, auch gut, dann haben wir die zusätzlichen Verkehrsteilnehmer nicht bei uns.
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