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Nach dem Midterm-Debakel wenden sich Republikaner gegen Hegseth

epa13342208 US Secretary of Defense Pete Hegseth observes while President Donald Trump meets with Stephen Hubbard, a released Russian prisoner, in the Oval Office of the White House in Washington, DC, ...
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.Bild: keystone

Nach dem Midterm-Debakel wenden sich Republikaner gegen Hegseth

Nach der schweren Wahlniederlage suchen die Republikaner nach Verantwortlichen. Verteidigungsminister Pete Hegseth gerät dabei zunehmend ins Visier – schon kommende Woche könnte das Repräsentantenhaus über ein Impeachment abstimmen.
05.11.2026, 06:3105.11.2026, 06:31

Der Iran-Krieg gilt innerhalb der Republikanischen Partei als einer der Gründe für das schlechte Abschneiden bei den Midterms. Nun wächst laut CNN ausgerechnet der Druck auf Verteidigungsminister Pete Hegseth. Mehrere republikanische Politiker werfen ihm hinter den Kulissen vor, Donald Trump zu einem Angriff auf den Iran gedrängt zu haben, ohne eine klare Ausstiegsstrategie zu besitzen.

Hegseth habe zudem die Fähigkeit der USA überschätzt, den Krieg schnell zu gewinnen, berichten mehrere Republikaner CNN anonym. Gleichzeitig räumen Parteistrategen dem Sender zufolge ein, dass die Niederlage weit mehr Ursachen hatte. Trump selbst wollen viele Republikaner aber offenbar weiterhin nicht direkt verantwortlich machen.

Impeachment-Votum schon kommende Woche

Besonders brisant: Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie aus Kentucky will ein Impeachment gegen Hegseth zur Abstimmung bringen, sobald der Kongress kommende Woche nach Washington zurückkehrt. Mehrere republikanische Quellen sagten CNN, sie rechneten inzwischen sogar damit, dass der Antrag im Repräsentantenhaus eine Mehrheit erhält.

Rep. Thomas Massie, R-Ky., gives a thumbs-up on stage during an election night watch party after losing the Republican party's nomination at the Marriott Cincinnati Airport, Tuesday, May 19, 2026 ...
Thomas Massie aus Kentucky.Bild: keystone

Massie gehört seit längerem zu den schärfsten innerparteilichen Kritikern Trumps. Er hatte bereits vor den Midterms versucht, ein Impeachment Hegseths anzustossen. Nun könnte die Wahlniederlage dafür sorgen, dass sich ihm weitere Republikaner anschliessen.

Trump hält weiterhin zu Hegseth

Vizepräsident JD Vance erklärte nach den Midterms offen: «Der Grund, weshalb wir verloren haben, ist der Krieg.» Einen konkreten Verantwortlichen nannte er allerdings nicht. Trump selbst räumte ebenfalls ein, dass der Iran-Krieg und die gestiegenen Benzinpreise die Republikaner Stimmen gekostet hätten, verteidigte seine Entscheidung aber.

Auch an Hegseth hält der Präsident bislang fest. Am Mittwoch bezeichnete Trump seinen Verteidigungsminister als jemanden, der «sehr gute Arbeit» leiste, und dementierte Pläne, ihn zu entlassen. Laut CNN soll Trump Hegseth erst vor wenigen Tagen intern sogar als seinen «besten Mann» bezeichnet haben.

Hegseth selbst zeigt ebenfalls keine Rücktrittsabsichten. Sein Umfeld erklärte gegenüber CNN, er sei bereit, ein Impeachment-Verfahren sowie die angekündigten Untersuchungen der künftigen demokratischen Kongressmehrheit durchzustehen. Pentagon-Sprecher Sean Parnell sagte, Hegseth werde sich von politischen Angriffen nicht abschrecken lassen und wolle bis zum Ende von Trumps Amtszeit im Amt bleiben. (mke)

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quelle: keystone / jim lo scalzo
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