International
Videos

Mann wird in Venezuela nach einer Woche lebend gerettet

Video: watson

Über eine Woche unter Trümmern – Rettung in Venezuela

Mehr als eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern eines eingestürzten Einkaufszentrums geborgen.
03.07.2026, 14:0003.07.2026, 14:00

Hernán Alberto Gil arbeitete Berichten zufolge als Wachmann im Einkaufszentrum Galerías Playa Grande in der Küstenstadt Maiquetía, als das Gebäude bei den Erdbeben vom 24. Juni einstürzte. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in seinem Wachhäuschen, was zu seinem grossen Glück wurde. Denn dieses bildete eine Luftkammer, in der er überleben konnte. Nach Angaben der Rettungskräfte befand er sich rund neun Meter unter den Trümmern. Bereits mehrere Tage zuvor war es den Helfern gelungen, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Ihn aber genau zu lokalisieren, erforderte weiteren Einsatz.

Mittels Sonargerät und einer Schlauchkamera gelang es schliesslich, seine genaue Position zu ermitteln. Es dauerte dann nochmals fast drei Tage, um einen direkten Zugang zu ihm zu schaffen, wodurch er mit einem Schlauch mit Wasser und weiteren lebenswichtigen Hilfsgütern versorgt werden konnte.

Die Bergung entwickelte sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Wegen der instabilen Gebäudestruktur, wiederholter Nachbeben und weiterer Einsturzgefahr mussten die Einsatzkräfte ihre Strategie mehrfach ändern und schliesslich einen neuen Zugang zu dem Verschütteten schaffen. An der Rettungsaktion waren nach Angaben des salvadorianischen Präsidenten Nayib Bukele Teams aus Venezuela, El Salvador, Chile, den USA, Portugal, Mexiko und Costa Rica beteiligt.

Video: watson

Unter Applaus der Einsatzkräfte und Umstehenden wurde Gil schliesslich auf einer Trage aus den Trümmern gebracht und in stabilem Zustand in ein Spital verlegt.

Die Rettung gilt als aussergewöhnlich. Nach internationalen Erfahrungen sinken die Überlebenschancen von Verschütteten bereits nach wenigen Tagen deutlich. Dennoch setzen die Einsatzkräfte ihre Suche nach weiteren Überlebenden fort. Nach jüngsten Behördenangaben kamen bei den Erdbeben inzwischen mindestens 2595 Menschen ums Leben, mehr als 11'000 wurden verletzt. (msh mit Material von Keystone/sda)

Mehr Videos:

Erdbeben Venezuela: 3-Jähriger wird aus Trümmern gerettet

Video: watson/Emanuella Kälin

Immer mehr Bilder verdeutlichen die Zerstörung in Venezuela

Video: watson/lucas zollinger
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Doppeltes Erdbeben in Venezuela
1 / 30
Doppeltes Erdbeben in Venezuela

In Venezuela haben sich am Donnerstag, 25. Juni 2026, zwei Erdbeben innerhalb weniger Minuten ereignet.

quelle: keystone / boris vergara
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Venezolanische Retter berühren mit positiver Einstellung
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Buckelwal Timmy: Professionelle DNA-Analyse liegt vor
Zuletzt lieferte Kleintierärztin Kirsten Tönnies einen denkwürdigen Auftritt ab. Jetzt hat ein Profi die Datensätze noch einmal ausgewertet – und kommt zu einem ganz anderen Ergebnis.
Der Timmy genannte Buckelwal ist mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent das Tier, das kurz nach der Freilassung des Wals Anfang Mai vor der dänischen Insel Anholt tot angespült wurde. Dies habe eine erneute Analyse der Daten von zwei DNA-Proben ergeben, die die Tierärztin Kirsten Tönnies zuvor einem chinesischen Labor geschickt hatte, berichtet die «Bild»-Zeitung.
Zur Story