International
Videos

Spannungen um Gaza-Hilfsschiffe: Italien entsendet Marine

Video: watson/din

Italien schickt nach Angriffen Marine zu Gaza-Hilfsflotte

24.09.2025, 14:5724.09.2025, 14:57

Italien schickt nach mutmasslichen Angriffen im Mittelmeer auf eine private Flotte von Schiffen mit Hilfslieferungen für die Bevölkerung im Gazastreifen eine Fregatte in die Region.

Angriffe und Sabotage auf Gaza-Hilfsflotte

Video: watson/din

Das Schiff «Fasan» der italienischen Marine solle bei etwaigen Rettungsaktionen helfen, kündigte Verteidigungsminister Guido Crosetto in Rom an. Die etwa 50 Boote der Flotte mit dem Namen Global Sumud Flotilla (GSF) befinden sich derzeit in der Nähe der griechischen Insel Kreta.

Die Aktivisten an Bord der Schiffe machen Israel für Angriffe mit Drohnen und Blendgranaten sowie möglicherweise auch Chemikalien in der Nacht verantwortlich. Die Organisation Codepink sprach von mindestens elf Attacken. Eine Aktivistin berichtete von «15 oder 16 Drohnen». Ziel der Flotte ist der Gazastreifen. Die Aktivisten wollen die israelische Seeblockade der von Palästinensern bewohnten Küstenregion durchbrechen und Hilfsgüter bringen.

Aktivisten berichten von Beschädigungen – Frontex nicht

Nach Angaben einer anderen Sprecherin an Bord wurden mindestens zwei Schiffe beschädigt. Die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete hingegen unter Berufung auf die Küstenwache, ein Patrouillenboot der europäischen Grenzschutzagentur (Frontex) habe keine Schäden festgestellt.

Italiens Verteidigungsminister Crosetto verurteilte Angriffe allgemein «aufs Schärfste», machte aber niemanden dafür verantwortlich. An Bord befinden sich auch zwei Abgeordnete von Italiens linker Opposition.

Ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums bekräftigte, Israel werde «alle notwendigen Schritte unternehmen, um eine Einfahrt (der Flotte) ins Kampfgebiet zu verhindern und um jeden Verstoss gegen eine rechtmässige Seeblockade zu stoppen». Zugleich verwies er auf ein Angebot, Hilfsgüter über israelisches Gebiet nach Gaza zu bringen, das abgelehnt worden sei.

Funkverkehr soll mit Abba-Songs gestört worden sein

Die Aktivisten veröffentlichten Videos von mehreren Explosionen in der Nacht. Dabei habe es sich um Blendgranaten gehandelt, die mit lautem Knall und hellem Licht explodieren und damit kurzzeitig orientierungslos machen können, hiess es. Man werde sich davon nicht einschüchtern lassen.

Auch die Kommunikation der Aktivisten über Funk soll gestört worden sein. Die «feindliche» Seite habe dabei den Funkkanal blockiert und Songs der schwedischen Band Abba gespielt, sagte einer der Aktivisten. Grund sei wohl eine «schräge Besessenheit» mit der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg, die an Bord ist. Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese warf Israel auf X vor, an Land Völkermord zu begehen und sich auf See gesetzlos zu verhalten.

Vor zwei Wochen hatten die Aktivisten bereits Drohnenangriffe auf ihre Schiffe nahe der tunesischen Küste gemeldet. Tunesiens Innenministerium wies die Darstellung als falsch zurück. Die Boote waren mit Hunderten Aktivisten an Bord vor rund drei Wochen aus Barcelona gestartet. Die Aktion ist nach Angaben der Organisatoren die bisher grösste ihrer Art. Israel hatte ähnliche Versuche zuvor gestoppt. (sda/dpa)

Mehr Videos:

Schockmoment: Erdloch reisst Strasse auf in Bangkok

Video: watson/Emanuella Kälin

Die besten Aussagen von der Jimmy Kimmel-Rückkehr

Video: watson/din

Badis lassen zum Saisonende Hunde in den Pool

Video: watson/hanna dedial
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Pandabär Bruce sieht sogar beim Zahnarzt herzig aus 😍
Wegen Zahnschmerzen konnte ein Roter Panda im Zoo von Edinburgh nicht mehr fressen. Da blieb nur eines: Ab zum Zahnarzt.
Im Zoo von Edinburgh war diese Woche ein Zahnarzttermin angesagt. Der Rote Panda Bruce musste dringend in Behandlung. Mitarbeitende des Zoos hatten bemerkt, dass Bruce nicht mehr frisst. Aus Sorge um seine Gesundheit informierten sie die Tierärzte, wie es in einer Mitteilung heisst. Diese seien froh gewesen, dass «das einzige Problem ein fauler Zahn» war.
Zur Story