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Kanada kontert: Zölle in Höhe von 20 Milliarden gegen USA

Minister of Finance and National Revenue Francois-Philippe Champagne speaks at a news conference on Canada's response to U.S. tariffs, at a roofing company in Ottawa, on Tuesday, Aug. 25, 2026. ( ...
Finanzminister Champagne an der Pressekonferenz am Dienstag.Bild: keystone

Kanada kontert: Zölle in Höhe von bis zu 50 Prozent auf US-Güter

Im Zollstreit mit den USA hat die kanadische Regierung nun Gegenzölle gegen den südlichen Nachbarn verhängt. Alles dazu findest du hier.
25.08.2026, 17:2025.08.2026, 18:39

Das ist passiert

Kanada gedenkt, den von den USA auferlegten Zöllen «Dollar für Dollar» entgegenzutreten. Dies sagte der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne an einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag (Schweizer Zeit).

Die kanadischen Gegenzölle würden mit einer Rate von 15 bis 50 Prozent auf diverse US-amerikanische Produkte erhoben. Insgesamt werden Güter im Wert von knapp 28 Milliarden kanadischer Dollar (rund 20 Milliarden US-Dollar) verzollt. Die Gegenzölle sollen am 8. September um Mitternacht in Kraft treten.

Die Gegenzölle seien verhältnismässig, sagte Finanzminister Champagne. Zudem befinde sich Kanada schon seit langem im Zollstreit mit dem südlichen Nachbarn, deshalb wisse man genau, welche Produkte zusätzlich verzollt werden müssen. Andere Massnahmen, wie etwa Ausfuhrabgaben auf kanadischen Strom oder Erdöl seien derzeit nicht vorgesehen.

Diese Güter sind betroffen

Die ganze Liste von Gütern, die von den neuen Gegenzöllen betroffen sind, umfasst 99 Seiten. In groben Zügen:

  • 50 Prozent auf Stahl und Aluminium (bislang zu 25 Prozent verzollt);
  • 50 Prozent auf «diverse Güter», darunter Honig, Möbel und Kleidung;
  • 25 Prozent auf Elektrogeräte, Milchprodukte, Fisch und Meeresfrüchte;
  • 15 Prozent auf bestimmte Werkzeuge und Maschinen, wie etwa Gabelstapler und Klimaanlagen.

Diese Massnahmen kommen dazu

Industrieministerin Mélanie Joly präsentierte im Zuge der Konferenz ein Paket in Höhe von 7,5 Milliarden kanadischer Dollar, um kanadische Betriebe von den Folgen des Zollstreits zu entlasten.

So sollen etwa Kleinbetriebe zinsfreie Kredite aufnehmen können. Weiter werden betroffene Betriebe mit «baureifen Projekten» von 2 Milliarden CAD unterstützt. Zudem sollen 3.5 Milliarden CAD zur direkten Unterstützung betroffener Arbeitnehmer bereitgestellt werden.

Prime Minister Mark Carney speaks about Canada's response to new U.S. tariffs during a news conference on Parliament Hill in Ottawa on Saturday, Aug. 22, 2026. (Patrick Doyle/The Canadian Press v ...
Premierminister Carney. (Archivbild)Bild: keystone

Das ist der Hintergrund

Die USA verhängten am Wochenende Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar - darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein.

Erst am Montag hatte Trump mit einer Erhöhung der Importabgaben für Autos, grosse und kleine Lastwagen, Autoteile und Stahl auf 50 Prozent ab dem 1. Januar 2027 gedroht. Wie in der Vergangenheit könnten Unternehmen die Zölle umgehen, indem sie in den USA produzierten, hiess es weiter. 85 Prozent aller aus Kanada exportierten Autos gingen 2024 in die Vereinigten Staaten.

Derzeit fordern die USA nach kanadischen Angaben auf Basis von Abschnitt 232 des «Trade Expansion Acts» aus dem Jahr 1962 Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos, Lastwagen und entsprechende Teile. Zudem erheben sie bei Stahl, Aluminium und Kupfer Importabgaben von 10 bis 50 Prozent.

(Ergänzt mit Material der awp/sda/dpa)

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Kanadas Premier Carney wehrt sich gegen Trumps Politik
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246 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ghost Dog
25.08.2026 17:43registriert Februar 2026
Und die Schweiz? Bringt Rolex und Goldbaren mit wie für einen König und bückt sich noch endlos...
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Das Hars
25.08.2026 17:26registriert August 2021
Korrekte Reaktion! Zumal es Güter sind, die Kanada noch selbst herstellen kann, aber bisher aus Wohlgefallen von den USA bezogen hat, im Sinne eines gesunden Handelsausgleichs! Jetzt kann Trump mal schauen, wie lang er noch den Goodwill seiner Bürger hat, wenn alles nur noch teurer wird, als es jetzt schon ist!
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Lohner
25.08.2026 17:38registriert August 2025
Das wird Donald aber gar nicht gefallen, das ärgert ihn masslos.
Endlich hat er wieder einen Staatsmann gefunden, der ihm die Stirn bietet und nicht kuscht.
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