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Oslo trägt in diesem Jahr den Titel Grüne Hauptstadt Europas. (Archivbild)

Oslo soll 2030 keine Treibhausgase mehr ausstossen. Bild: EPA NTB SCANPIX

Diese skandinavische Stadt soll im Jahr 2030 nahezu CO2-neutral sein



Oslo soll im Jahr 2030 nach dem Willen der amtierenden rot-grünen Ratsmehrheit nahezu CO2-neutral sein. Der sozialdemokratische Bürgermeister Raymond Johansen verkündete den Plan am Freitag, genau einen Monat vor der anstehenden Kommunalwahl. Oslo trägt in diesem Jahr den Titel Grüne Hauptstadt Europas.

«Dies ist im Vergleich zu allen grossen Städten der Welt die ambitionierteste Klima-Strategie», erklärte Johansen. Der Plan sieht vor, die CO2-Emissionen gegenüber der frühesten Erhebung kommunaler Emissionswerte im Jahr 2009 um 95 Prozent zu verringern. Allerdings enthielt die Mitteilung keine Angaben über die voraussichtlichen Kosten der Umstellung.

Ab 2025 sollen in Oslo alle Neuwagen emissionsfrei sein. Ein Verbot von Diesel- oder Benzin-Fahrzeugen ist in dem Plan nicht vorgesehen. Der Individualverkehr mit Autos soll bis 2030 gegenüber dem Wert von 2015 um ein Drittel gesenkt werden.

Zusatzinvestitionen sind für den öffentlichen Nahverkehr, Rad- und Fusswege geplant. Der Gesamtplan kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn für Oslos Abfallverbrennungsanlage eine neues System zur CO2-Lagerung in Betrieb genommen werden kann. (sda/afp)

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mutbürgerin 10.08.2019 17:02
    Highlight Highlight Super Idee. Warten wir ab, ob‘s klappt. Dann können wir das ja auch machen.
    • npe 10.08.2019 22:57
      Highlight Highlight Oh.. 😂
  • Köbi Löwe 10.08.2019 17:00
    Highlight Highlight Norwegen (N) als Vorbild.
    Gut so. Das macht Freude! Die N wissen, was auf die Menschen zukommt. Zudem leben sie im EWR. Auch gut. Ölhändler und deren Präsidenten (Swissoil) kennen nur:
    Öl verbrennen und die CH in der Carbonabhängigkeit des Auslandes behalten. Gar nicht gut!
    • npe 10.08.2019 22:57
      Highlight Highlight Dafür fördert Norwegen schön weiter Öl..
  • Pümpernüssler 10.08.2019 14:05
    Highlight Highlight Emissionsfrei ist nicht gleich Ökologisch. Woher soll denn der ganze Strom kommen, welcher all die E-Vehikel antreibt? Funktioniert mit Erwärme situativ aber weltweit wird das ein grosses Problem werden.
  • TheRealDonald 10.08.2019 07:45
    Highlight Highlight Bis 2030 sollten alle grösseren Städte der Welt CO2-neutral sein. Technologisch dürfte das machbar sein, aber der (politische) Wille dafür fehlt leider noch weitgehend. Und das wird sich wohl auch nicht ändern bis es definitiv zu spät ist. Das kurzfristige (Gewinn-)Denken prägt noch viel zu stark das Denken der Entscheider.
  • mugichopf 09.08.2019 23:56
    Highlight Highlight Wichtig ist einfach, dass die Umweltverschmutzung nid ins Ausland verschoben wird indem man allenfalls auf Elektroautos oder andere Sachen setzt, die in Afrika oder wo auch immer dann unökologisch ergestellt werden... Aber Hauptsache Europa kann sagen wir sind CO2 neutral während andere Regionen in die Luft gehen.
  • NoMar 09.08.2019 23:30
    Highlight Highlight CO2-Neutralität ist für Oslo im Vergleich zu anderen Grossstädten auch bedeutend einfacher. Der Flughafen von Oslo befindet sich nämlich nicht au deren Gemeindegebiet.
  • Mragical 09.08.2019 22:38
    Highlight Highlight Statoil (neu equinor) gehört zu den 100 Firmen, die 70% von allem CO2 produzieren:
    https://www.theguardian.com/sustainable-business/2017/jul/10/100-fossil-fuel-companies-investors-responsible-71-global-emissions-cdp-study-climate-change
    Norwegen macht um die 15% seines BIP mit Öl. Die Steuergewinne davon stecken sie in einen riesigen Rentenfond. Die Welt zahlt also mit seiner Zukunft Norwegens Renten.
    Da können sie Oslo noch lange CO2 neutral machen, das ist typisch norwegische Scheinheiligkeit...
  • Gipfeligeist 09.08.2019 22:20
    Highlight Highlight Unbeliebte Meinung, aber wir sollten 2030 CO2-neutral nicht als abgehobene Utopie betrachten, sondern als absolut notwendig.
    Dann haben wir bis 2050 Zeit, um das Ressourcen Problem zu lösen.
  • Ohniznachtisbett 09.08.2019 21:56
    Highlight Highlight Ich kann Norwegen nur sehr bedingt ernst nehmen. Nach Öl bohren, Öl verkaufen aber zu Hause auf Öko machen. Wenn ich meine Ölquelle im Garten hätte, könnte ich mir auch einen Tesla, Solarzellen, ein Windrad und eine Erdsonde leisten.
    • Samurai Gra 09.08.2019 22:09
      Highlight Highlight Nun wenigstens setzen sie das Ölgeld für Sinnvolles ein.
      Andere Staaten tun dies nicht
    • Team Insomnia 09.08.2019 22:13
      Highlight Highlight Ist Norwegen nicht auch am Walfisch Fang beteiligt?
    • Ohniznachtisbett 09.08.2019 22:44
      Highlight Highlight Zorich: Wenn ich ein knallharter Zuhälter bin, der Frauen zur Prostitution zwingt, aber meine Gewinne für Gleichberechtigungsprojekte spende, bin ich dann super, weil andere Zuhälter dies nicht tun?
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