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Nach fünf Tagen Klimatreffen und hitzigen Diskussionen präsentiert die europäische Klimajugend ihr Fazit.
Nach fünf Tagen Klimatreffen und hitzigen Diskussionen präsentiert die europäische Klimajugend ihr Fazit.bild: zVg

«Wir werden die Welt verändern»: Das sind die 3 Forderungen der Klimajugend in Lausanne

Nach fünf Tagen und 60 Workshops präsentiert die europäische Klimajugend in Lausanne ihre Beschlüsse. Das sind die drei Kernforderungen.
09.08.2019, 13:3109.08.2019, 15:54

Der Jugend-Klimagipfel «Smile For Future» hat zum Ende des fünftägigen Treffens am Freitag in Lausanne eine Abschlusserklärung verabschiedet. Sehr konkret fällt diese nicht aus.

Das fordern sie

Die rund 450 Klimaaktivisten aus aller Welt einigten sich primär auf drei Kernforderungen:

  1. Die Klimagerechtigkeit und -gleichheit müssen gewährleistet werden.
  2. Der globale Temperaturanstieg soll unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau gehalten werden.
  3. Politiker sollen in Klimaanliegen die besten verfügbaren wissenschaftlichen Arbeiten berücksichtigen.

In der siebenseitigen, unverbindlichen Lausanner Erklärung heisst es weiter, was in den nächsten Monaten und Jahren geschehen werde, werde bestimmen, wie die Zukunft der Menschheit aussieht.

«Unser kollektives Aussterben ist ein erschreckend realistisches Ergebnis. Politiker auf der ganzen Welt ignorieren den Notfall. Aber wir haben eine Wahl».

Das taten sie

In den 60 Workshops waren jeweils Wissenschaftler dabei. Mit ihnen haben die Klimaaktivisten ihre Fragen bearbeitet. Dann schufen die Jugendlichen eine Sammlung mit Ideen für Veränderungen, damit sich die verschiedenen Ländern dort inspirieren können. Ausserdem formulierten sie Antworten, die die Klimastreikenden geben können, wenn Journalisten und andere Akteure sie fragen, was und wie sie etwas ändern würden.

An der Pressekonferenz am Freitagmorgen trat der 11-jährige Finley zum Rednerpult: «Wir haben eine Vision und diese verbindet uns in jedem Moment, wir sind nie allein. Wir werden die Welt zum Besseren verändern.»

Das sind ihre nächsten Schritte

In den nächsten Wochen und Monaten will die Bewegung weitere Menschen mobilisieren. Ende September konzentrieren sie ihre Kräfte nochmals intensiv: Während des UNO-Klimagipfels in New York, streiken die Klimaaktivisten auf der ganzen Welt.

In der Schweiz findet am 27. September in verschiedenen Städten ein Streik statt. Am darauffolgenden Tag demonstrieren alle Schweizer Klimaaktivisten in Bern.

Bereits heute Freitag streiken die Teilnehmenden des Klimatreffens und andere Klimaaktivisten in Lausanne. Greta Thunberg wird sich ebenfalls am Protestzug durch die Stadt beteiligen. (jah/sda)

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172 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kaspar Floigen
09.08.2019 13:50registriert Mai 2015
Jetzt kann man sie endlich ernst nehmen, da sie genau so unkonkrete Forderungen stellen, wie die Politik.
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zaphod67
09.08.2019 14:03registriert Mai 2018
"Die Klimagerechtigkeit und -gleichheit müssen gewährleistet werden."

Leere, bedeutungslose Worthülsen.

"Der globale Temperaturanstieg soll unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau gehalten werden."

Steht m.W. im Pariser Klimaabkommen.

"Politiker sollen in Klimaanliegen die besten verfügbaren wissenschaftlichen Arbeiten berücksichtigen."

Äh... duuhh....

Die workshops haben sich ja wirklich gelohnt.
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3l3m3nt4ry
09.08.2019 13:49registriert Mai 2019
Mich würde es interessieren, was in dieser unverbindlichen Lausanner Erklärung an Antworten festgehalten wurden, die auf Fragen nach nötigen Aktionen gegeben werden sollen. Die 3 Kernforderungen an sich sind ja schön und gut, allerdings nichts neues und nichts, wofür man 5 Tage Workshops hinter sich bringen kann.

Den Aktivismus der Jungen in allen Ehren, aber es hätte ein stärkeres Zeichen gesetzt, hätten sie für die Verbesserung der Situation z.B. Bäume gepflanzt um jeder Person zu zeigen, dass das nicht so schwierig ist. So ist aus 5Tagen reden nur noch mehr heisse Luft entstanden.
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