Leben
Australien

Hüllenlos in Hobart: 3000 Nackte feiern Wintersonnenwende

DARK MOFO WINTER SOLSTICE SWIM HOBART, Swimmers participate in the annual nude winter solstice swim during Hobart s Dark Mofo festival at Long Beach in Hobart, Monday June 22, 2026. NO ARCHIVING Hobar ...
Rund 3000 Teilnehmer im Adams- und Evakostüm nahmen in diesem Jahr am sogenannten Dark-Mofo-Solstice-Swim teil.Bild: www.imago-images.de

Hüllenlos in Hobart: 3000 Nackte feiern Wintersonnenwende

22.06.2026, 06:5022.06.2026, 06:50

Der kürzeste Tag des Jahres wird in Hobart traditionell nicht mit Tee und Wolldecke gefeiert, sondern mit einem kollektiven Sprung ins eiskalte Wasser – und zwar splitterfasernackt.

Bei vier Grad Lufttemperatur und rund zwölf Grad kaltem Wasser haben sich in der Hauptstadt des australischen Bundesstaates Tasmanien wieder Tausende Menschen textilfrei in den River Derwent gestürzt.

Rund 3000 Teilnehmer im Adams- und Evakostüm nahmen in diesem Jahr am sogenannten Dark-Mofo-Solstice-Swim teil und feierten damit die Wintersonnenwende, wie australische Medien berichteten. Viele der Schwimmer versammelten sich noch vor Sonnenaufgang am Long Beach.

Gefühlte Temperatur: minus ein Grad

Anfangs noch eingehüllt in Jacken und Handtücher, entkleideten sie sich anschliessend gemeinsam und rannten ins Wasser. Nach Angaben des australischen Wetterdienstes lag die gefühlte Temperatur bei etwa minus einem Grad – ganz schön frostig für ein Bad im Freien.

Das Nacktbaden ist der Abschluss des zweiwöchigen Kunst- und Kulturfestivals Dark Mofo und wird schon seit 2013 veranstaltet. Das Festival ist bekannt für seine oft provokativen und experimentellen Installationen, Performances und Events.

Während die Polizei das Schwimmevent anfangs kritisch sah, gilt es inzwischen als fester Bestandteil des Programms – auch in diesem Jahr waren die verfügbaren Plätze rasch ausgebucht. Hatten sich vor 13 Jahren gerade einmal 200 Menschen registriert, sind es mittlerweile Tausende.

96-Jährige am Start

Unter den Teilnehmern war auch eine 96-Jährige, die nach eigenen Angaben seit Jahren mitschwimmt und dabei ein «wundervolles Gefühl der Euphorie» geniesst. Viele Erstteilnehmer sprachen von einem «Adrenalinkick» und einem starken Gemeinschaftsgefühl. «Es ist eine grossartige Art, das Festival zu beenden – es waren zwei grossartige Wochen», sagte ein Mann dem Sender ABC. Die meisten fuhren nach dem Eisbad durchgefroren, aber glücklich nach Hause – schliesslich werden die Tage auf der Südhalbkugel nun wieder länger. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Unheimliche Bilder aus den Tiefen der Ozeane
1 / 23
Unheimliche Bilder aus den Tiefen der Ozeane
Obwohl man nichts sieht, sehr unheimlich. Oder eben genau darum?
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Australien erlaubt wegen Mäuseplage doppelt so starke Giftköder
Video: extern
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Absperrband und Flucht: So schützen sich Zürcher Camper vor den Street-Parade-Massen
Wenn Street Parade ist, treffen in Wollishofen zwei Welten aufeinander. Beim «Fischer's Fritz» teilen sich Dauercamper und Raver aus ganz Europa den Platz. Letztere sind teils schon seit Donnerstag da. Zwischen See-Idyll und Techno-Bässen.
Ruhe liegt über dem Campingplatz «Fischer’s Fritz» bei Wollishofen. Der Zürichsee glitzert, zwischendurch kräht eine Möwe und im Schatten der Wohnwagen-Vordächer scrollen die Rentner durch ihre Feeds. Bis das Gros der Street-Parade-Gäste eintrifft, müssen noch zwei Nächte vergehen. Nur beim Ufer klopft schon ein Techno-Beat von DJane Deborah De Luca.
Zur Story