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China

China: App Si Le Me die checkt ob jemand noch lebt stürmt Charts

«Bist du tot?»: Kuriose App stürmt Chinas Charts

14.01.2026, 13:3714.01.2026, 13:37

In China hat eine App die Charts erstürmt, mit der man sich täglich als noch lebendig melden soll. «Si le me» (zu Deutsch: Bist du tot?) stand in der Rangliste zahlungspflichtiger Apps für Apple-Produkte auf Platz eins in der Volksrepublik.

Yang Caiying, who is living in exile in Japan, scrolls through her phone in Nagoya, Japan, Friday, May 17, 2024. (AP Photo/Dake Kang)
China US Digital Cage Photo Essay
Auch Chinesisch heisst die App: «Si Le Me»Bild: keystone

Nutzer müssen sich darin durch Drücken eines Buttons auf dem Display täglich melden. Machen sie das über mehrere aufeinanderfolgende Tage nicht, schickt die App eine Nachricht an einen vom Nutzer eingerichteten Notfallkontakt.

Was diese Apps von anderen Angeboten, die etwa auch in Europa von Senioren genutzt werden können, unterscheidet: Chinesischen Medien sagte einer der Gründer, dass die Zielgruppe junge Menschen in den Megacitys und Grossstädten der Volksrepublik seien.

January 14, 2026, Taichung, Taiwan: App of Demumu, also known in Chinese as Are You Dead , a viral safety app from China designed for people living alone, is displayed on the App Store listing on iPho ...
In Taiwan gibt es die App ebenfalls, sie nennt sich Demumu.Bild: www.imago-images.de

Der Erfolg der App kommt zu einer Zeit, in der Chinas Gesellschaft immer älter wird und immer mehr Menschen, vor allem in Grossstädten, alleine leben oder ein Single-Leben bevorzugen. Die Macher selbst schreiben, dass die App ein «leichtes Werkzeug» für alleinlebende Menschen sei, um das Leben alleine sicherer zu machen.

Diskussion über Namen der App

Die staatlich kontrollierte Zeitung «Global Times» sprach von einem breiten gesellschaftlichen Trend, alleine zu leben. Bis 2030 könnte demnach die Zahl der Ein-Personen-Haushalte in China auf bis zu 200 Millionen steigen, hiess es unter Berufung auf Studien der Immobilienbranche.

In sozialen Netzwerken diskutierten Nutzer laut der Zeitung über den Sinn der App. Zugleich gab es auch Kritik am Namen, der teilweise als unpassend und kulturell negativ empfunden wurde. So wurde auch eine positivere Variante vorgeschlagen: «Lebst du noch?». (sda/dpa)

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