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ORF nimmt Film über Natascha Kampusch aus dem Programm

ZUM 10. JAHRESTAG DES WIEDERAUFTAUCHENS VON NATASCHA KAMPUSCH AM 23. AUGUST 2016 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - epa03588719 Austrian Natascha Kampusch appears on the ARD tel ...
Natascha Kampusch im Jahr 2013.Bild: EPA

ORF nimmt Film über Natascha Kampusch aus dem Programm

14.03.2026, 19:4114.03.2026, 19:41

Der österreichische Sender ORF strahlt die Doku über Natascha Kampusch vorerst nicht aus. Grund seien unterschiedliche Auffassungen betreffend die Persönlichkeitsrechte von Natascha Kampusch, wie der Sender mitteilt.

Zum 20. Jahrestag ihrer Selbstbefreiung wächst das internationale Medieninteresse erneut stark. Doch die Familie hat beschlossen, behutsam über den Gesundheitszustand der 38-Jährigen zu informieren. Denn nach Aussage ihrer Familie ist Natascha Kampusch aktuell psychisch stark geschwächt: «Jeder weiss, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat. Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreissend und wir fühlen uns hilflos», sagt ihre Schwester Claudia Nestelberger gegenüber dem Sender.

In der TV-Dokumentation «Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit» zeichne der Journalist Christoph Feurstein das Leben der heute 38-Jährigen vom Tag der Entführung bis in die Gegenwart nach. Nach ihrer Flucht gab sie dem ORF-Journalisten Christoph Feurstein erstmals ein Interview und wurde danach mehrfach von ihm begleitet.

Der Fall gehört zu den bekanntesten Kriminalfällen in Österreich: Kampusch wurde als 10-jähriges Mädchen entführt und konnte im Jahr 2006 nach mehr als acht Jahren aus der Gefangenschaft fliehen. Ihr Entführer, Wolfgang Priklopil, beging am Tag ihrer Flucht Suizid. 2010 veröffentlichte Kampusch ihr Buch «2096 Tage», in dem sie über ihre Entführung und die Jahre in Gefangenschaft schreibt. (cst)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Garp
14.03.2026 19:46registriert August 2018
Finde ich eine gute Entscheidung!
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Black Cat in a Sink
14.03.2026 20:45registriert April 2015
Es gibt einen durchaus vergleichbaren Fall; Elisabeth F. Von ihr hört man wenig bis nichts, von ihrem Vater, dem Täter, schon mehr.
Natascha Kampusch kämpfte mit dem Voyeurismus der Gesellschaft; manchmal schien es mir, dass sie zur Täterin gemacht werden sollte. Es wäre an der Zeit, die Sache ein und für allemal ruhen zu lassen, so wie bei Elisabeth.
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Duscholux
14.03.2026 21:00registriert Oktober 2016
Im Zweifelsfall lieber sein lassen
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