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Sorgen um Natascha Kampusch: Neue ORF-Doku startet am Montag

Familie sorgt sich um Natascha Kampusch: «Ist wieder in einer Art Gefangenschaft»

Brisante Neuigkeiten von einem der prominentesten Entführungsopfer im deutschsprachigen Raum: Offenbar geht es Natascha Kampusch schlecht.
13.03.2026, 15:0513.03.2026, 15:05
Matti Hartmann / t-online
Ein Artikel von
t-online

Vor 20 Jahren konnte sich die Österreicherin Natascha Kampusch selbst aus der Gefangenschaft ihres Entführers Wolfgang Priklopil befreien. Inzwischen ist sie 38 Jahre alt – und hat einem Bericht des ORF zufolge einen Zusammenbruch erlitten.

Wie der öffentlich-rechtliche Sender am Donnerstag in einer Sendungsankündigung mitteilte, beschreibt ihre Schwester Kampuschs Zustand als «herzzerreissend». Die Familie fühle sich hilflos. «Jeder weiss, wie Natascha früher vor der Kamera gesprochen hat», zitierte der ORF die Schwester. «Das gibt es jetzt überhaupt nicht mehr. Sie ist meist in einer eigenen Welt. Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft.»

Natascha Kampusch: Medienanfragen aus aller Welt

In der TV-Dokumentation «Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit» zeichne der Journalist Christoph Feurstein das Leben der heute 38-Jährigen vom Tag der Entführung bis in die Gegenwart nach, teilte der ORF mit. Die Sendung soll am Montag, dem 16. März 2026, um 20.15 Uhr gezeigt werden.

Zum 20. Jahrestag der Selbstbefreiung habe es Medienanfragen aus aller Welt gegeben. Die Angst, dass Kampuschs Zustand zur weltweiten Schlagzeile werde, laste seit ihrem Zusammenbruch schwer auf der Familie, teilte der Sender weiter mit.

Kampusch war 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg von ihrem Entführer in einen Kleintransporter gezerrt worden. Der Mann hielt sie 3096 Tage lang gefangen, bis Kampusch als 18-Jährige fliehen konnte. Wolfgang Priklopil beging am Tag ihrer Flucht Suizid. Das erste Interview in Freiheit gab Kampusch 2006 dem ORF-Journalisten Feurstein, der sie auch danach weiter begleitete und mehrfach interviewte.

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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sambeat
13.03.2026 23:50registriert März 2014
Was die Frau damals als Mädchen erleben und mitmachen musste, können sich die allermeisten Menschen -mich eingeschlossen- nicht im entferntesten vorstellen. Der Verarbeitungsprozess ihrerseits ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch längst nicht abgeschlossen... Und es nützt ihr sicher nicht, wenn die Medien immer und immer und immer wieder über den Vorfall berichten! Vielleicht möchte sie das Erlebte nicht immer wieder durchkauen müssen! Die Medien kommen mir manchmal vor wie Piranhas! Lasst sie doch einfach mal in Ruhe!!
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