Leben
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«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral



Ein Stapel Geschirr, abgewaschen und zum Trocknen hingelegt. Das zeigt das Foto der jungen Amerikanerin Brittany Ernsperger, das sie Anfang Juli auf Facebook lud. Das Bild wirkt auf den ersten Blick nicht aussergewöhnlich.

Doch der dazu geschriebene Text der jungen Frau bewegte Tausende von Facebook-Usern. In einem längeren Text beschreibt die Mutter, wie sie täglich gegen die psychische Krankheit ankämpft. Folgend der ganze Text übersetzt:

«So sehen Depressionen aus.
Nein, nicht das saubere Geschirr. Sondern dass da überhaupt so viel Geschirr liegt; dass ich es zwei Wochen lang nicht geschafft habe, es abzuwaschen.

Vor drei Tagen sass ich auf dem Küchenboden und starrte das Geschirr an, während ich weinte. Ich wusste, ich müsste es abwaschen. Ich wollt es so gerne machen. Aber die Depressionen zogen mich runter. Sie haben mich in ihren Bann gezogen. Wie ein schwarzes Loch; schnell, sinkend, treibsandähnlich.

Ich sah das Geschirr am Morgen, am Abend, ging den ganzen Tag daran vorbei. Und sah es nur an. Ich sagte mir, du schaffst das. Und fühlte mich jeden Tag niedergeschlagen, weil ich es nicht schaffte. Aufgaben nicht zu schaffen, ist ein Misserfolg – und der macht die Depressionen noch viel schlimmer.

Wertlos. Versagen. Ein Stück Scheisse. Inkompetent. Dumm. Faul. Alles Gedanken, die im Kopf von jemanden mit Depressionen herumschwirren. Jeden einzelnen Tag.

Wenn weitere Ängste dazu kommen, beginnt erst das Vergnügen. Du fürchtest, dass dein Mann dich verlässt, weil er das Gefühl hat, du seist faul. Du fürchtest dich davor, Leute in dein Haus zu lassen, weil sie denken könnten, du seist widerwärtig. Das Gefühl, deine Kinder zu enttäuschen, weil du schon wieder kein sauberes Geschirr hast, um zu kochen. Also gibt es Pizza. Schon wieder.

Und das Schlimmste daran: Es geht nicht nur um das Geschirr. Waschen, putzen, sich anziehen, duschen, die Kinder anziehen, Zähne putzen – alles normale Alltagsaufgaben. Alles wird zu einem Albtraum. Du bringst es nicht fertig.

Depressionen sind etwas, worüber ‹starke› Menschen nicht sprechen, weil sie nicht wollen, dass die Leute meinen, sie seien ‹schwach›.

Du bist nicht schwach. Du bist so lange stark gewesen, dass dein Körper jetzt eine Pause braucht.

Es ist mir egal, wenn du es heute nur geschafft hast, Deo zu benutzen. Ich bin stolz auf dich. Gute Arbeit. Ich bin auf deiner Seite.

Ich will kein Mitleid, nicht im Geringsten. Aber ich will alle wissen lassen, dass ich für sie da bin. Wenn du jemanden zum Reden brauchst, bin ich immer da, um dir zu helfen. »

Ernsperger erhielt auf ihren Post tausende Reaktionen. Mit ihrer ehrlichen Beschreibung der Depressionen, an der weltweit mehr als 300 Millionen Menschen leiden, erreicht sie viele Betroffene – aber auch Angehörige.

Ernsperger, die nicht damit gerechnet hatte, dass ihr Post so viele Menschen erreicht, freute sich über die vielen positiven Reaktionen. Und sie rät allen Betroffenen, darüber zu sprechen.

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in persönlichen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.

Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

(ohe)

Alkoholprävention in Frankreich in den 50ern: Die Plakatkunst von Phillippe Foré

Wie erkenne ich eine Depression und was mache ich dagegen?

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78Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chrigu BE 19.07.2019 17:42
    Highlight Highlight Fantastische Kommentare!
    Danke an Watson und die Kommentatoren.
    So eine Kultur sollten wir alle immer miteinander haben.

    Den Betroffenen wünsche ich Kraft und Stolz über auch vermeintlich kleine Schritte. Es sind keine kleinen!
    Wie Ihr hier sehen könnt, gibt es (auch) tolle Leute in der Welt und Mitgefühl, Verständnis.
    Wünschte, man (ich, wir) könnten mehr tun...
    Viel gelernt habe ich schonmal mit den Kommentaren...
  • Jay_D 18.07.2019 18:00
    Highlight Highlight Schneller, höher, besser! Die Depression verunmöglicht das! Am Ende bleibt nach lebenslanger Arbeit ein Lohn von
    Chf 5-7.-- pro Std. In einem "angepassten Arbeitsplatz". Siehe mein Bericht im Beobachter: Arbeit ja, Lohn nein....
    Das als Resultat für lebenslange Arbeit
  • Jay_D 18.07.2019 18:00
    Highlight Highlight Für eine kaputte Ursprungsfamilie müssen Betroffene ein Leben lang für Ihre Rechte mit Ämtern kämpfen. Es reicht offensichtlich nicht, dass es schon beim Start ins Leben schwierig war. Nein, Betroffene werden (trotz Arbeit, zig Ausbildungen) finanziell zur Strecke gebracht. Die Depression zerstört Karriere, Partnerschaften und ein würdevolles Leben (trotz lebenslanger Arbeit mit und ohne Krisen). Eine "perfekte" Welt will "perfekt funkionierende "Menschen!
  • Jay_D 18.07.2019 17:59
    Highlight Highlight Eigentlich müssten Betroffene mehr Zusammenstehen, eine längst fällige Lobby bilden, um endlich die sinnlosen und unverantwotungslosen finanziellen Kürzungen von Seiten des Staates in einer Motion/Abstimmung abzuwenden. Wir können nichts dafür für eine genetisch, verursachte, traumatisierende Kindheit wo kein behütetes, wohlwollendes Umfeld da war das einem die schön formulierten Wurzeln aufgebaut hat damit uns Flügel wachsen. Nein!
    • Adrian Gabriel Wolf 19.07.2019 11:37
      Highlight Highlight Bin absolut dafür , bitte melden agwlf@yahoo.com
  • Lara1234 18.07.2019 07:13
    Highlight Highlight Dieses Gefühl kenne ich zu gut, ich habe Zwangsstörungen und eine Bipolare Störung. Mit wöchentlichen Therapien und Medikamente komme ich ziemlich gut durchs Leben. Wenn ich den Haushalt nicht schaffe, habe ich das Glück eines tollen Mannes, der es nach der Arbeit macht. Ich kann mich dann jeweils den Tag durch, einfach um mich und die Kinder kümmern. Das schlechte Gewissen bleibt trotzdem. Mir ist auch aufgefallen dass vielen das Verständniss fehlt, da kommen Ratschläge wie reiss dich doch etwas zusammen, achte einfach auf das positive im Leben usw.. Leute, lasst das, wir machen uns selbst auch so schon genug Druck
  • Thinkdeeper 18.07.2019 06:50
    Highlight Highlight Über die Erkrankung der Seele zu sprechen ist das einte. Dafür gibt es in tausende von "Therapeuten" und Therapien.
    Über die Ursachen der Kränkungen und Rebellion der Seele zu sprechen wäre wichtiger. Trauma, Fehlender Respekt und fehlende Wertschätzung, fehlende Achtsamkeit, Mobbing, inhumane Arbeitswelt in der nur Agilität, Schnellligkeit und Menge zählt & der Mensch nur eine Nummer ist, welche schnell aussortiert wird.
    Politik & Medien die Ängste schüren, ungenügende Sozialhilfen um in Würde zu leben und negative Reizüberflutung mit Halbwahrheiten & wertlose Versprechen. Fehlende Empathie.
    • Jay_D 18.07.2019 17:42
      Highlight Highlight Stimmt leider...
  • Jay_D 18.07.2019 01:51
    Highlight Highlight Immerhin hat sie Mann und Kinder...
  • blumenstraussenfleisch 17.07.2019 20:36
    Highlight Highlight Zum Thema Stigma muss ich sagen, dass ich doch recht erstaunt gewesen bin, wie wenig bis gar nicht man, zumindest vorderhand, stigmatisiert wird.

    War aufgrund einer bipolaren Störung bzw. Manie in einer Akutpsychiatrie und tat das auf sozialen Medien auch stets kund (mit, jetzt im Nachhinein, sehr sehr eigenartigen Wortmeldungen).

    Ich erhielt von verschiedensten Seite eine enorme Unterstützung und wurde auch nie irgendwie mit dem konfrontiert.

    Klar, das passiert sicherlich hinter dem Rücken, aber ich war dennoch erstaunt.
    • blumenstraussenfleisch 17.07.2019 20:47
      Highlight Highlight Ach ja, falls jemand ebenfalls so etwas durchmachte bzw. an einer bipolaren Störung bzw. vor allem Manie erkrankte, fände ich es interessant, mal darüber zu sprechen bei einem Kafi. Könnt euch bei mir melden. :-)

      Ist schön verrückt dieser Zustand, man fühlt sich 24h wie in einem (so stelle ich es mir vor) Kokainrausch, die Gedanken rasen und man hat ein unglaublich überrissenes Selbstbild. Bin am Bett festgebunden in einem asiatischen Land aufgewacht in dieser Phase. Holt euch besser vorzeitig Hilfe. ;-)
    • Adrian Gabriel Wolf 17.07.2019 20:57
      Highlight Highlight Ich Leide an einer Bipolaren-Störung wenn du willst erzähle ich die gerne meine Geschichte . Melde dich ist sehr interessant agwlf@yahoo.com
    • Julietta 18.07.2019 06:37
      Highlight Highlight Meine Mama leidet an einer bipolaren Störung mit psychotischen Schüben. Leider lässt sie sich nicht behandeln, bzw. sieht auch keinen Grund dazu.

      Ich würde mich freuen, etwas über die Erkrankung zu erfahren.
      Me.ju.1712@gmail.com
  • Der Soziale 17.07.2019 16:17
    Highlight Highlight Depressionen sind so eine grauenhafte Krankheit.

    Man hat an nichts mehr Freude, alles ist eine Provokation, ist sehr viel traurig, Selbstbewusstsein und Selbstwert sind im Keller oder sogar tiefer, Angst vor der Zukunft.
    Das sind jetzt nur ein paar Symptome welche vorkommen können...
    Die Adventszeit war damals für mich das Schlimmste.
    Alle freuen sich auf Weihnachten aber dir geht’s total Sch*****.
    Furchtbar!
    Eine Depressive Krise wünsche ich nicht mal meinem grössten Feind.
    Zum Glück gibt’s Hilfe in Form von Antidepressiva, Psychotherapie, Kliniken usw.

  • Reinrassiger Mischling SG 85 17.07.2019 15:21
    Highlight Highlight ....momentan mein Leben. Arbeiten gehen geht, da ich "muss". Aufstehen, haushalten, Rechnungen rechtzeitig bezahlen, Steuererklärung endlich machen, kochen, etc...geht nicht mehr oder nicht immer. Habe ich keinen wirklichen Grund rauszugehen, vegetiere ich am Handy meine Freizeit dahin. Zum Glück habe ich noch meine Arbeit....ohne wäre ich nicht mehr hier! In meinem Leben gibt es nur die Arbeit und exessiven Ausgang...dazwischen bleibt das meiste liegen....
    • Max30 17.07.2019 16:31
      Highlight Highlight In meinem Leben gibt es nur die Arbeit und exessiven Ausgang...dazwischen bleibt das meiste liegen...

      Bin ich du? Mir geht es genau gleich wie du es beschreibst.
    • TheRealZeus 17.07.2019 17:34
      Highlight Highlight Bei mir war es durchaus ähnlich, die Arbeit hat mir Antrieb gegeben, Motivation. Eine Basis. Tja, als mir das dann weggenommen wurde, crashte ich so richtig. Und dann noch ein Todesfall..

      War jetzt ein paar Tage im KIZ (Krisenintervention) Zürich. Ist als Anlaufstelle im Notfall auch sehr zu empfehlen, war das erste Mal dort, hat mir sehr geholfen.
    • Akbal 17.07.2019 21:01
      Highlight Highlight Ich finde es toll, dass du das hier so mitteilst. Wenn man selber an einem Tiefpunkt steht, braucht nur das Formulieren in Worten schon sehr viel Kraft. Wichtig ist, dass du sich deswegen nicht schuldig fühlst oder sich schämst, denn sonst dreht sich die Spirale weiter. Wenn du dich irgendwie dazu aufraffen kannst, empfehle ich dir professionelle Hilfe. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wieder etwas Raum zu schaffen und herauszufinden, was dahinter liegt. Lass dich beraten :-) Und wichtig: gib dir Zeit! Ich wünsche dir alles Gute!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Eggu 17.07.2019 13:47
    Highlight Highlight Vor einigen Jahren, als ich an einem Tiefpunkt stand, traf ich den ehemaligen Generaldirektor der Gesellschaft, auf der ich 16 Jahre gearbeitet habe. Er fragte mich nach meinem Befinden und ich sagte ihm offen, dass ich unter schweren Depressionen leide und arbeitsunfähig bin. Darauf sagte er: Ach wissen Sie, lieber Herr (Eggu), ich denke, Sie sind absolut normal. Wer in der heutigen Zeit, mit den heutigen Methoden der Geschäftswelt, und mit dem Egoismus der meisten Menschen KEINE Depressionen bekommt, DER ist nicht normal! Das hat mich sehr berührt!
    • Peaches 17.07.2019 18:43
      Highlight Highlight Word 👏🏻
  • Max30 17.07.2019 13:13
    Highlight Highlight Mich würde es wunder nehmen wie es der Dame geht 1 Jahr nach ihrem Posting. Hat sie sich Hilfe geholt wurde es besser?
  • mystiker 17.07.2019 12:20
    Highlight Highlight In einem Ausbildungskurs als Zivi wurde uns erklärt, dass jeder 5te hier im Raum suizid begehen wird.

    Die auslöser werden wohl unsere modernen Zeiten sein, immer mehr, immer schneller.

    Justmy2rappe
    • Ale Ice 17.07.2019 14:52
      Highlight Highlight Mystiker

      Diese Zahl ist in Bezug auf Suizid sicher zu hoch gegriffen.
      Auf Depressionen träfe sie wohl eher zu.

      Trotzdem - ich sehe keinen Grund für diese Blitze.

      Ich finde, dass dieses Thema etwas mehr Feingefühl verdient und eher zu einer Auseinandersetzung als zu stummem Getrolle einlädt.
  • blackcurrant 17.07.2019 12:11
    Highlight Highlight Ich kann das bestens nachempfinden.
    Es ist jeden Morgen bereits ein Erfolg, wenn ich es geschafft habe, das Bett minimalistisch zu machen. Heute war ein guter Morgen :-)

    • ChillDaHood 17.07.2019 13:58
      Highlight Highlight ich versuche es jeden Tag zu machen, nachdem ich dieses Youtubevideo von Admiral McRaven gesehen habe. Es geht um Resilienz und Selbstwertgefühl. Und wenn du am Abend nach einem Sch***-Tag ins Bett fällst, dann siehst du als letztes, dass du zumindest die erste Aufgabe an diesem Tag - dein Bett zu machen - gemeistert hast. Und dass es darauf vielleicht nur darum ging, noch eine weitere zu meistern.
    • Reinrassiger Mischling SG 85 17.07.2019 15:52
      Highlight Highlight ...ich schaffe es meistens nach meiner Schicht gar nicht ins Bett! Ich schlafe schon zu 80% auf meinem Sofa...
    • Jolex Mike 18.07.2019 06:11
      Highlight Highlight Ich habe keine Depressionen. Aber Lust auf Haushalt habe ich trotzdem nicht. Mein Bett mache ich niemals und Putzen z.b. Küche erst bevor die Frau zurück
      kommt. Wenn ich von Arbeit komme spätabends trinke ich paar Bier und lese. Wenn ich müde werde geh ich ins Bett. Die Decke ist aufgeschlagen wie ich sie am Morgen verlassen haben. Passt 1:1.
      Ich denke nicht das es schlimm ist "faul" zu sein. Ich nenne das Energiesparend. Warum muss man ständig Aufgaben erfüllen? Wir sollten weniger für die Meinung anderer leben. Mehr für uns selber. Ich habe 4 Kinder und bin kein Egoist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NoTaubsi 17.07.2019 11:19
    Highlight Highlight Wenn jemand weitere "Depression-Nests" sehen will, r/NeckbeardNests ist ne super Ressource dafür. Motiviert. Mich zumindest ¯\_(ツ)_/¯
  • JimmyNieCricket 17.07.2019 10:07
    Highlight Highlight Ich litt während meiner Verantwortungsvollen Rolle in der IT an Depressionen. Notabene bei einer der bösen Großbanken und als ich endlich mit meinem Chef darüber reden konnte war ich hin und weg wie viel Unterstützung ich bekommen habe. Danach war alles einfacher, weil ich auch mal schreiben könnte „alles Scheisse heute“ und mein Chef bestenfalls vorschlug dass da noch etwas gemütliches zu tun wäre von zuhause aus, so dass ich trotzdem nicht das Gefühl hatte ich würde meine Kollegen im Stich lassen.

    Was ich sagen will : vertraut euch jemandem an im Büro.
    • Reinrassiger Mischling SG 85 17.07.2019 16:16
      Highlight Highlight @Jimmy
      Schön wenn man so eine gute Chefetage hat...würde bei mir nicht gehen...da es immer mal wieder die Frage kommen würde: "Wie gehts? Ist jetzt alles wieder in Ordnung?...
    • 's all good, man! 18.07.2019 08:24
      Highlight Highlight Schön zu hören, dass es auch Firmen gibt, die etwas gelernt haben und einen tollen Umgang damit haben. Dass es leider noch viele andere gibt, zeigen die Beispiele in den Kommentaren und mein eigenes Erlebnis. Mir wurde aus lauter Überforderung mit der Situation und wider besseren Wissens auch der Schuh gegeben. Aber immerhin habe ich eine zweite Chance erhalten und wurde nach zwei Jahren wieder eingestellt. 😊
  • Jesses! 17.07.2019 08:58
    Highlight Highlight Depressionen sind etwas vom Schlimmsten, was ein Mensch erleben kann. Denn sie ersticken alle Emotionen, den Glauben an ein gutes Leben und die Hoffnung auf Besserung. Diese Erkrankung muss von der Gesellschaft endlich ernst genommen werden. Die Menschen müssen darüber reden können und auf Verständnis stossen. So liessen sich viele Suizide verhindern. Depressionen sind real. Und sie lassen Menschen stark leiden.
    • Jay_D 21.07.2019 03:06
      Highlight Highlight Genau so ist es, danke !
  • Merida 17.07.2019 08:46
    Highlight Highlight Es ist schön, wenn man Menschen um sich hat, die einem helfen, solche schwierigen Episoden zu überwinden.
    Vielen Dank hier an alle Bezugspersonen von Menschen mit Depressionen. Es ist manchmal nicht einfach, wenn ihr eure Liebsten in so einem Loch findet und die Situation mit einer gewissen Ohnmacht aushalten müsst.
    Glaubt mir, einer betroffenen, es helfen schon kleine Gesten! Unterstützung beim Abwasch, ein kleiner Spaziergang, ein offenes Ohr etc. Manchmal hilft Ablenkung sehr. Manchmal muss man aber auch sehr überzeugend sein, dass die Ablenkung angenommen wird.
    Danke und alles Gute!
  • Don Alejandro 17.07.2019 08:22
    Highlight Highlight Bei leichten bis mittelschweren Depressionen empfiehlt sich auch der Gang zu einem guten medizinisch ausgebildeten Heilpraktier. Nahrungsergänzungsmittel können die Chemiekeulen der Antidepressiva substituieren. Insbesondere die Aminosäuren nehmen hier eine Schlüsselfunktion ein, weil sie als Ausgangsstoff für die Produktion von Neurotransmittern dienen.
    • VanAllen 17.07.2019 09:38
      Highlight Highlight den gang zu einem heilpraktiker sollte man mit keiner ernsthaften erkrankung machen...
    • 's all good, man! 17.07.2019 10:40
      Highlight Highlight Da wäre ich eher vorsichtig mit solchen Tipps. Eine Depression braucht immer therapeutische Begleitung, Antidepressiva können ein Teil davon sein. Man kann ja ergänzend zur therapeutischen Behandlung durchaus auch noch einen Heilpraktiker aufsuchen, wenn man das will. Es aber als alleiniges Heilmittel darzustellen ist sicher nicht angebracht.
    • Nr 756 17.07.2019 12:14
      Highlight Highlight Zum Heilpraktiker kann ich nichts sagen aber mir hat eine Therapiesequenz mit L-Tyrosin extrem geholfen. Gilt bei uns noch als Nahrungsmittelergänzung, man sollte sich aber inbedingt beobachten lassen, am besten von einem Arzt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 17.07.2019 07:20
    Highlight Highlight Kommt mir bekannt vor
  • esclarmonde 17.07.2019 07:12
    Highlight Highlight Das Problem ist, es ist keine sichtbare Krankheit. Und wie die Frau schreibt, gelten Leute mit psychischen Krankheiten schnell als schwach. Die Krankheit kann jeden treffen. Das Stigma muss ein Ende haben. Wichtig ist, psychische Krankheiten sichtbar zu machen - gerade auch mit darüber reden.
    • Lululuichmagäpfelmehralsdu 18.07.2019 10:42
      Highlight Highlight Leichter gesagt als getan. Bei mir im Betrieb hatte im letzten Jahr eine Frau mitte 40,für 5-6 Monate, mit Burn Out Krankgeschrieben. Mein Güte, Ihr hättet das Gerede der Leute hören sollen. War nicht so schön.
    • Jay_D 18.07.2019 18:01
      Highlight Highlight Einfach gesagt! Die Folgen des Ausschlusses aus der Gesellschaft sprechen allerdings eine andere Sprache...
  • Texra 17.07.2019 06:57
    Highlight Highlight Ja, die Depressionen... Habe viele Freunde die das haben. Ich wünsche es keinem, aber es gibt halt Leute die das haben.

    Da gibt es nichts anderes als die Person moralisch zu unterstützen. Quasi zusammen rausgehen, etwas cooles unternehmen. Auch wenn es der Person vielleicht schwer fällt, muss man ja iwas dagegen machen.. Gut befreundet sein, also mehrmals rausgehen oder halt zuhause (Geschirr waschen zB)Auch wenn er/sie weiter weg wohnt, kann man ja öfter zusammen Chatten.. Oder gar Videochat wenn man sich sehen möchte-Und voilà der Person gehts mit der Zeit besser. Allerdings brauchts Zeit.
    • the_dooris 17.07.2019 08:36
      Highlight Highlight Ich glaube, du willst deinen Freunden wirklich helfen. Aber in deinem Text kommt es ganz anders rüber. Eher so: komm, reiss dich zusammen. Wir lüften jetzt den Kopf und gut ists.
    • maude 17.07.2019 09:35
      Highlight Highlight Wenn es viele deiner Freunde haben; vielleicht ist noch zu unterscheiden zwischen Depressionen und depressiven Verstimmungen/ Episoden- die auch zweifelsohne übelst und lange sein können und die viele kennen.
      Diese werden schnell als Depression bezeichnet. Eine wirkliche Depression ist aber nicht dasselbe, geht noch einmal einen Schritt weiter, da kriegst Du jemanden ggf.gar nicht mehr zum reden, geschweige denn raus, ich kannte Leute, die haben es kaum noch aufs Klo geschafft. Bin da pingelig punkto Diffrenzierung ohne verharmlosen zu wollen;-)
    • Texra 17.07.2019 09:45
      Highlight Highlight @Atorator Klar geht es der Person besser wenn man neue Freunde generiert... Deswegen sind ja gute Freunde da. Man fühlt sich dann besser im Umkreis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 3,2,1... vorbei 17.07.2019 06:56
    Highlight Highlight Es ist toll zu sehen, das es auch noch Personen gibt, die nicht nur das perfekte Foto posten ohne Rücksicht auf Verluste / oder manchmal sogar ohne Rücksicht auf die Gesundheit.

    Depressionen sind eine üble Sache und ich habe selbst schon gesehen, das es Personen nicht schaffen, diese zu überwinden. (Bin bei der Feuerwehr)
    Sich öffentlich hinzustellen und dies zuzugeben, verdient meinen voller Respekt.

    Ich wünsche allen da drausen, die ähnliches durchmachen, das sie an sich glauben und es ihnen bald wieder besser geht.
    Lasst euch von euren geliebten Menschen helfen. Sie sind für euch da.
    • Güzmo 17.07.2019 12:42
      Highlight Highlight Ich hab die Erfahrung als Teenager, wie heute gemacht, dass einem die allermeisten Freunde davonlaufen oder einfach nichts davon wissen wollen, egal wie viel du ihnen sagst. Ein kleiner Kreis (2Pers) ist mir in meinem Fall geblieben. Eine Person mit der ich über viele Jahre sehr eng befreundet war hat sich sogar die Mühe gemacht meinen anderen Freunden nahezulegen, sie sollen mich meine Probleme selber lösen lassen.
    • Safado 17.07.2019 17:09
      Highlight Highlight Das ist ja das schlimme in solchen Fasen. Man will (kann) niemanden sehen oder hören. Nicht einmal die eigene Familie.
      Danke für den gut gemeinten Tip. Sie sind sicher ein guter Mensch.👍
  • ChrigeL_95 17.07.2019 06:49
    Highlight Highlight Ich will jetzt nicht gemein wirken aber... wie wäre es mit Hilfe von Mann und Kindern??

    Gewisse beschriebene Gedanken musste ich auch schon durchmachen🤔
    • Tschaesu 17.07.2019 07:32
      Highlight Highlight Ihr müsst gar nicht so blitzen, mein erster Gedanke war auch; wenn sie nicht abwaschen kann, läuft jeder im Haushalt einfach auch tagelang am dreckigen Geschirr vorbei und macht keinen Finger krumm. Daran könnte man auch arbeiten.
    • lilie 17.07.2019 07:47
      Highlight Highlight @Chrigel: Auch wenn du geblitzt wirst: Du hast recht.

      Gerade Frauen denken oft, sie müssten alles alleine machen. Sie glauben, nur dann wertvoll zu sein, wenn sie gebraucht werden, und rutschen so in eine Erschöpfungsdepression.

      Ohne Entlastung kommen sie da nicht mehr raus.

      Auch deshalb ist es wichtig, mit der Familie über die Erkrankung zu sprechen. So können Arbeiten und Verantwortungen sinnvoll aufgeteilt werden.

      Das stärkt nicht nur das Verständnis für die Erkrankung, sondern auch den Zusammenhalt in der Familie. Die Krankheit kann gemeinsam besiegt werden!
    • DanielaK 17.07.2019 08:28
      Highlight Highlight Wäre schön, ja. Aber es steht ja nicht, wie alt die Kids sind. Teenies könnten helfen, je nach Alter könnten sie mithelfen, aber noch nicht wirklich alleine und dementsprechens ohne Quantität. Oder sie sind noch zu klein. Der Mann könnte z. B. länger auf Reisen sein oder sonst ein grosses Pensum haben. Oder die Frau entlasten indem er sich nach Feierabend mit den Kindern abgibt. Duschen, rausgehen usw. Auch wir sind mal unmotiviert und frustriert, aber wir gesunden Menschen schaffen es gewöhnlich, uns in nützlicher Frist wieder aus diesem Gedankenstrudel zu befreien und uns zu erholen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Darkglow 17.07.2019 06:24
    Highlight Highlight Darüber sprechen ist der einzige weg damit um zu gehen und vor allem depression zu entstigatisieren.
    • Nr 756 17.07.2019 12:20
      Highlight Highlight Jein. Eine Depression gehört in ärztliche Behandlung. Ein bisschen "darüber reden" hilft nicht allein.
    • Safado 17.07.2019 17:03
      Highlight Highlight Theoretisch stimmt das. Und man wüsste es. Doch Depression funktioniert (leider) eben anderst. Man nimmt keine Anrufe entgegen. Stellt das Volumen vom Fernseher leiser wenn es an der Türe klingelt weil man nicht öffnet. Sucht sich Zeiten und Wege für den Einkauf, um ja niemanden zu teffen. Man sehnt sich sogar die Manie herbei welche immer so viel zerstört.
      Depression ist scheisse! Niemandem, wirklich niemandem wünsch ich das.
  • Ale Ice 17.07.2019 06:21
    Highlight Highlight Was Depressionen sind,
    wissen sehr viele mehr,
    als du denkst.
    So gesehen ... bist du nicht allein.
    Benutzer Bild
    • Ale Ice 17.07.2019 19:37
      Highlight Highlight Das Leiden vieler würde um Einiges erträglicher, wenn man keinerlei Stigmatisierung zu befürchten hätte - egal um welche psychische Erkrankung es sich handelt.
      Tatsächlich hilft da nur eins: Aus der Tabuzone herauszutreten und zu reden.
      Aber das erfordert eine Kraft, die Betroffene meist nicht haben.
      Gut, dass im grossen oder kleinen Rahmen öffentliche
      Plattformen genutzt werden, um auf diese Themen, die so viele etwas angehen, aufmerksam zu machen.

Disneys grösster «Star Wars»-Fail soll angeblich als Serie fortgesetzt werden

Er war der bisher einzige «Star Wars»-Flop und stürzte Disney dennoch in eine kleine Sinnkrise: «Solo: A Star Wars Story». Der Film, der die Geschichte des jungen Han Solo erzählte, sollte ursprünglich der Auftakt zu einer profitablen Filmreihe werden. Stattdessen stand Disney nach massiven Produktionsproblemen und einem schwachen Einspielergebnis am Schluss mit einem Millionenverlust von bis zu 80 Millionen Dollar da.

Damit waren jegliche Pläne für weitere «Solo»-Filme natürlich vom Tisch …

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