Leben
Food

Griechische Steuerfahnder verhängen Strafe – weil Fisch zu frisch war

Syros island, Cyclades, Greece. May 27, 2021. Traditional outdoor cafe tables and chairs at cobblestone street, Ermoupolis capital town. Summer leisure destination.
In Griechenland geht die Steuerbehörde in den vergangenen Jahren sehr streng gegen Verstösse vor (Symbolbild).Bild: www.imago-images.de

Griechische Steuerfahnder verhängen Strafe – weil der Fisch zu frisch war

Steuerprüfer haben einem Gastro-Betrieb auf der griechischen Insel Syros 500 Euro (473 Franken) Strafe aufgebrummt, weil sein Fisch zu frisch gewesen ist.
14.09.2026, 13:4914.09.2026, 13:49

Die Beamten hatten einem Bericht der Zeitung «To Proto Thema» zufolge 3,5 Kilogramm Zackenbarsch unter die Lupe genommen, die im Kühlraum des Betriebs lagerten. Ihre Entscheidung, dass der Fisch zu frisch sei, um zu einem bereits sieben Tage alten Kassenbeleg des Einkaufs passen zu können, begründeten sie mit der Totenstarre und dem Zustand der Augen des Zackenbarsches.

Gegen das Bussgeld erhob der Betroffene Einspruch und erhielt nun Recht, wie es in dem Bericht weiter hiess. Demnach entschied die Direktion für Streitbeilegung der griechischen Steuerverwaltung (DED), dass die Prüfer keine ausreichenden objektiven oder wissenschaftlichen Belege dafür vorgelegt hätten, dass der Fisch aus einem späteren Einkauf stamme. Dadurch sei kein Steuerverstoss belegt – die Strafe wurde aufgehoben.

Klare, glänzende Augen

Frischer Fisch lässt sich unter anderem an klaren, glänzenden und leicht gewölbten Augen erkennen. Je älter der Fang, desto trüber und eingesunkener sind die Glubscher. Die hohe Qualität seiner Fische wäre dem Tavernenbesitzer also fast zum Verhängnis geworden.

Griechische Inseln im Visier

In Griechenland geht die Steuerbehörde (AADE) in den vergangenen Jahren sehr streng gegen Verstösse vor. Nach eigenen Angaben der Behörde wurden dieses Jahr allein bis Ende Juli rund 2250 Betriebe kontrolliert und über 13'000 Verstösse festgestellt. Die verhängten Geldbussen betrugen mehr als eine Million Euro. Geprüft wurde unter anderem auf den Inseln Paros, Korfu und Rhodos. Es geht dabei vornehmlich um Rechnungen, die korrekt, falsch oder womöglich gar nicht ausgestellt werden – gleichgültig, ob in Tavernen, Bars und Cafés oder auf Ausflugsbooten. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Griechen bringen ihre Haustiere aus den VAE heim
1 / 10
Griechen bringen ihre Haustiere aus den VAE heim

Mit einer speziellen Rückholaktion hat Griechenland Menschen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in Sicherheit gebracht.

quelle: keystone / yannis kolesidis
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So soll die 8-Milliarden-Smartcity in Griechenland aussehen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Einfach furchtbar»: Kritiker zerreissen Musks KI-«Odyssee» auf X
Vor drei Monaten hatte Elon Musk angekündigt, nach Christopher Nolans Kinohit «Die Odyssee» eine eigene KI-Version des antiken Epos zu erstellen. Nun hat Grok Imagine auf der Plattform X Einblicke in die Entstehung gegeben.
Kurz zuvor hatte der Bild- und Videogenerator von Musks Unternehmen xAI eine erste Episode des Projekts veröffentlicht – und dafür Kritik und Spott geerntet.
Zur Story