Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Krebs macht einsam» – wie Ronja mit 27 Brustkrebs überlebte

Ronja erhielt mit 27 die Diagnose Brustkrebs. Nach drei Jahren Krankheit kämpft sich die Bernerin wieder zurück in die Gesellschaft. Doch die Steine, die ihr in den Weg gelegt werden, sind schwer, das Stigma gross.



Bild

Mit Polaroid-Bildern dokumentierte Ronja ihren Krankheitsverlauf. Mitte September begannen ihr die Haare auszufallen. bild: zvg

Es beginnt mit einem murmelgrossen Geschwulst an der linken Brust. Beim Duschen fährt Ronja* immer wieder darüber. Das war irgendwann im Sommer 2016. So genau erinnert sich die zierliche Bernerin mit den hellblauen Augen und dem hübschen Gesicht nicht mehr.

Ronja kontaktiert ihre Frauenärztin. Und wird vertröstet. «Das ist normal in deinem Alter», sagt die Ärztin. Es wären wohl bloss «ein paar geschwollene Drüsen.» Doch Ronja geht es immer schlechter, sie fühlt sich nicht wohl in ihrem Körper. Ob sie etwas geahnt hat? «Ich denke schon», sagt die 30-Jährige heute.

Sie versucht es noch einmal bei der Gynäkologin. Ohne Erfolg. Irgendwann geht sie zu ihrem Hausarzt. Der wiederum ordnet bei der Frauenärztin eine Gewebeentnahme an. Bis diese stattfindet, vergehen weitere drei Monate. Das Geschwulst wächst.

Dann, nach langem Warten die Diagnose: Brustkrebs. Ein bösartiger Tumor hat sich in Ronjas linker Brust eingenistet. Er ist sehr aggressiv und greift Ronjas Lymphknoten an. Damals ist Ronja 27 Jahre alt. Steht kurz vor dem Masterabschluss in Psychologie.

Bild

Freunde schneiden mit Ronja gemeinsam deren Haare ab. bild: zvg

Das alles rückt in den Hintergrund. Der Kampf gegen den Krebs bestimmt jetzt Ronjas Leben. Kurz vor der Chemotherapie lässt sie sich ihre Eizellen einfrieren. Denn die Medikamente greifen auch die Eierstöcke an. Und Ronja hat sich noch nicht intensiv Gedanken über ihre Familienplanung gemacht. Kinder? Ja, die will sie schon. Aber noch nicht jetzt, nicht mit 27.

Ronja erzählt ihre Geschichte gefasst, überlegt. In den letzten Jahren hat sie sich intensiv mit der eigenen Krankheit auseinandergesetzt. Hat eine Patientenverfügung ausgefüllt, sich bei der Sterbehilfeorganisation Exit angemeldet. Musste lernen, was es heisst, so jung Krebs zu haben.

Ronja gehört zu einer Minderheit. Sie ist statistisch gesehen zu jung für Brustkrebs. 80 Prozent aller diagnostizierten Frauen sind über 50 Jahre alt. 6000 Frauen und 40 Männer erkranken in der Schweiz jährlich an Brustkrebs.

Auf Ronjas Diagnose folgt eine fünfmonatige Chemotherapie. «Nach dem ersten Termin fühlte ich mich noch sehr gut, ging danach noch Eis essen.» Doch von Chemozyklus zu Chemozyklus nimmt ihre Kraft ab. «Oft hatte ich das Gefühl, jede einzelne Zelle meines Körpers schreien zu hören», erinnert sich die 30-Jährige.

Ronja plagen Schmerzen im ganzen Körper. Oft ist sie zu schwach um aufzustehen. Wenn sie vom ambulanten Aufenthalt wieder in ihre Wohnung zurückkehrt, hat sie nur ein einziges Ziel vor Augen: Genug stabil werden, um die nächste Behandlung zu überleben. Sie, die so gerne isst, verliert plötzlich jeglichen Geschmack. Hat taube Finger. Muss den Lift nehmen, um in ihre Wohnung im ersten Stock zu gelangen. Treppensteigen wäre eine zu grosse Anstrengung.

Bild

Ronja zusammen mit ihrem Freund. Die Glatze zu verstecken, war für die 30-Jährige keine Option. bild: zvg

Unterstützt wird sie von ihrem Umfeld. Ihr Freund, mit dem sie schon vor der Diagnose zusammenwohnt, hilft wo er kann. Freunde kommen vorbei, kochen Suppe, putzen die Wohnung, rasieren ihr die ausfallenden Haare ab. Und auch ihre Familie ist ein wichtiger Anker.

Erzählt Ronja von Freunden und Familie, die sie unterstützen, wird sie emotional. Auf ihren zierlichen Unterarmen bildet sich eine Gänsehaut. «Ohne meine Freunde und meine Familie hätte ich es kaum geschafft. Wir haben alles zusammen erlebt, gelacht, geweint, einige Beziehungen sind intensiver geworden», sagt Ronja heute.

Nachdenklich fügt sie hinzu: «Krebs macht auch sehr einsam.» Was Ronja wirklich durchmachte, über was sie sich Gedanken macht, kann man als Unbetroffene nur erahnen.

Nach der fünfmonatigen Chemotherapie folgt die Operation. Die Ärzte entfernen Ronjas Brüste und die Lymphknoten im Brustbereich. «Die Tage nach der Operation war mit das Schlimmste, das ich erlebte.» Ronjas Körper muss nun nicht nur die aggressive Chemo verarbeiten, sondern auch noch die Operation. «Oft lag ich einfach im Spitalbett, unfähig mich zu bewegen.»

Bild

Was Ronja wirklich durchmacht, über was sie sich Gedanken macht, das verstehen nur Menschen, die dasselbe erlebt haben. bild:zvg

Auch heute schmerzt noch vieles. Auf Anhieb sieht man der jungen Frau ihre Krankheitsgeschichte nicht an. Nur auf ihrem blassen Dekolleté zeichnen sich rosa die Narben der Operationen ab. «Es geht aufwärts», sagt Ronja mit einem Lächeln. Einfach ist es noch immer nicht. Auch nicht nach drei Jahren.

«Mein Körper, mein ganzes Aussehen hat sich komplett verändert.» Nicht nur das. Auch die Beziehung zu ihrem Freund ist anders. Intimität und Sexualität seien noch immer schwierig. Wegen der Schmerzen, die sie aufgrund der Operation noch immer hat und wegen der vielen Veränderungen in so kurzer Zeit. «Wir mussten uns zuerst wieder rantasten. Kommunikation und gegenseitiges Verständnis hilft.»

Bild

Jeder Chemozyklus hat einen Ring auf ihren Fingernägeln hinterlassen. bild: zvg

Das ist nicht die einzige Baustelle, wie Ronja sagt. Durch die Chemo und die damit verbundenen Strapazen leidet sie heute an dem sogenannten Fatigue-Syndrom. Ein dauerhafter Erschöpfungszustand von Körper und Geist. Die Ursachen sind vielfältig, mehr als zwei Drittel aller Krebspatientinnen leiden irgendwann daran. «Ich brauche viel mehr Ruhe und Zeit für mich als früher», sagt Ronja.

Stillstand ist für Ronja aber kein Thema. Knapp zwei Jahre nach der Diagnose schliesst sie den Master in Psychologie ab. Ronja will als Psychologin arbeiten. Doch die Stellensuche gestaltet sich schwierig. Sie schreibt Dutzende von Bewerbungen – ohne Erfolg. «Ich war sehr offen und habe geschrieben, dass ich an Krebs erkrankt war.»

Die Reaktionen der Unternehmen lassen Ronja an der Gesellschaft zweifeln, werfen sie zurück. «Ich war motiviert und wollte den Berufseinstieg schaffen. Aber es wird einem unglaublich schwer gemacht. Bist du krank, bist du eine potentielle Gefahr für das Unternehmen.» Ronja würde gerne wieder arbeiten, endlich wieder einen normalen Alltag haben. «Doch mit Krebs bist du stigmatisiert», sagt sie.

Mit viel Glück und nach langer Suche findet sie doch noch einen Job. Seit neun Monaten arbeitet sie als Psychologin, im 60 Prozent-Pensum. «Sobald ich den Job hatte, begannen die Leute mich zu fragen, wann ich denn das Pensum erhöhe», erzählt Ronja. Das macht sie traurig und wütend zugleich. «Für Krankheiten hat es in unserer Leistungsgesellschaft kaum Platz.»

Bild

Gemeinsam mit ihren Freunden feierte Ronja den Silvester 2016. bild: zvg

Das sei auch der Grund, warum sie so offen über ihre Krankheit spricht. Sie kämpft für mehr Toleranz, für mehr Verständnis. «Wenn ich müde bin, ist es nicht das gleiche, wie wenn eine gesunde Person müde ist.» Gesundheit steht bei Ronja nun an oberster Stelle. Alle drei Monate lässt sie sich untersuchen. Immer mit dem Hintergedanken, dass der Krebs zurückkehren könnte.

Ob sie für die Zukunft plant? «Nicht mehr», sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen. «Der Krebs hat mich viel entspannter gemacht. Ich nehme die Tage so, wie sie kommen.» Beschwingt verabschiedet sie sich und stapft in den sonnendurchfluteten Abend. Krebs? Nein, das würde man bei dieser jungen und energiegeladenen Frau auf den ersten Blick niemals vermuten. Und doch ist der Krebs ein Teil ihres Lebens. Ein Teil, gegen den sie jeden Tag aufs Neue tapfer kämpft.

Unterstützung für junge Frauen mit Krebs

Europa Donna Schweiz ist eine Patientinnenorganisation von Brustkrebsbetroffenen, Ärztinnen und Politikerinnen. Die Organisation fördert die Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs. Seit 2014 engagiert sich Europa Donna Schweiz speziell für jüngere Frauen. Jüngere Betroffene finden auf der Plattform Informations- und Austauschsangebote.

*Name von der Redaktion geändert

Diese Promi-Frauen haben den Kampf gegen den Krebs gewonnen

Schweizer Studie will Folgen von Vaping herausfinden

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

27
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
27Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SYV 04.04.2019 13:28
    Highlight Highlight Danke für diesen sehr berührenden Bericht und meinen allergrößten Respekt für Ronja und alles Gute von mir. Hatte beim Lesen wässerige Augen.
  • WaterSign 04.04.2019 13:00
    Highlight Highlight Liebe Ronja, ich wünsche dir Mut, Kraft und Ausdauer. Ein Leben lang. Ich wünsche dir, dass all das Schreckliche verblasst und du es lediglich als Teil deiner Vergangenheit akzeptieren kannst. Dass du verstehst, dass es in der Gegenwart Dinge gibt, die du prägen kannst. Aber dass du die Gewissheit erfährst, dass du deine Zukunft gestalten kannst. Das wird dich zufrieden machen. Ich habe darin vor 14 Jahren meinen Frieden gefunden. Mein Krebs ist zwar immer noch da, aber zur Zeit ruhig. Ich wünsche dir alles Liebe!
  • Der Typ 04.04.2019 12:46
    Highlight Highlight Was für ein inspirierender Mensch. Du bist eine Kämpferin und ein Vorbild. Deine Stärke ist unbeschreiblich.
    Möge deine Zukunft glänzen <3
  • Butschina 04.04.2019 12:42
    Highlight Highlight Der Berufseinstieg nach Krankheit oder Unfall ist generell sehr schwierig. Die Arbeitswelt will gesunde und möglichst günstige Arbeitskräfte. Je nach bleibenden Einschränkungen ist eine Wiedereingliederung trotz einer Arbeitsfähigkeit von 50% nicht möglich. Schön, hat es bei Ronja doch noch geklappt.
    Die IV und die Berufsbildungsämter müssten flexiblere Lösungen schaffen. Von Seiten der IV muss ich mind. 50% arbeiten können für eine Wiedereingliederung. Damit ich meine unterbrochene Ausbildung weiterführen kann muss ich laut Berufsbildungsamt aber mind. 80% arbeiten. Das ist nicht möglich.
  • Antigone 04.04.2019 12:08
    Highlight Highlight Eine wirklich tapfere, junge Frau... Respekt!

    Diagnose Krebs ist wirklich sehr schlimm und stellt nicht nur das Leben der direkt Betroffenen von der einen auf der anderen Sekunde auf den Kopf, sondern auch für die Familie/Freunde.
    Schön, dass du die Unterstützung deines Umfelds geniessen konntest. Es hilft immens!

    Wünsche dir viele, weitere, krebsfreie und glückliche Jahre!
  • DerMeiner 04.04.2019 11:22
    Highlight Highlight Ich habe eine chronische Krankheit, die lange nicht diagnostiziert wurde, weil kein Arzt einen hinreichenden Verdacht auf eine Erkrankung hatte. Das Problem liegt aber wahrscheinlich weniger an der Unfähigkeit der Ärzte, oder dass sie mich (oder viele Andere) nicht ernst nehmen, sondern daran, dass nur sehr selten auch wirklich etwas Ernstes vorliegt - bei unspezifischen Beschwerden. Würde jeder Mensch, der sich mit Kopfschmerzen beim Hausarzt meldet, vorsorglich zum MRT geschickt, würden die Gesundheitskosten explodieren.

    Ich verweise damit nicht auf Ronja, sondern meine das Allgemein...
  • eifach-so 04.04.2019 11:12
    Highlight Highlight Liebe Ronja
    Ich erkrankte mit 24 Jahren an Hodenkrebs. Musste auch Chemo + Operation über mich ergehen lassen und habe heute noch Mühe mit den Nachwirkungen.

    Ich bewundere dich, dass du dein Schicksal teilen möchtest.
    Deinen Wunsch nach mehr Toleranz kann ich nachvollziehen.
    Ich habe jedoch Bedenken, dass dadurch Krebspatienten in der Gesellschaft als «Opfer» der Krankheit wahrgenommen werden und somit die Persönlichkeit, welche uns mehr ausmacht als der Krebs sekundär wird.

    Der Krebs wird immer Teil unseres Lebens sein, er sollte jedoch unser Leben nicht mehr bestimmen dürfen.

    Liebe Grüsse
    • WaterSign 04.04.2019 12:50
      Highlight Highlight @ einfach-so: ja, ich kann dir nur beipflichten. Aber: es ist doch gut, wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass Krebs nicht nur Opfer fordert, sondern auch Persönlichkeiten bildet. Dazu braucht es Menschen wie Ronja. Oder dich. Oder mich. Und unseren Mut um der Gesellschaft immer wieder aufzuzeigen, dass es nicht nur gesunde, starke und fröhliche Menschen gibt, sondern auch kranke, schwache und traurige. Damit wir eben auch wahrgenommen werden als Menschen und nicht nur als Opfer. Damit wir nicht als Opfer nur noch die dunklen Ecken innehaben sondern auch die sonnigen Fleckchen besetzen dürfen.
  • Neunauge 04.04.2019 11:11
    Highlight Highlight Danke für deinen Mut, deine Geschichte in die Öffentlichkeit zu tragen!
    Alles gute und viel Kraft!
  • NicoleSelina 04.04.2019 11:03
    Highlight Highlight Bleib stark Ronja. Ich selber habe vor 2 Jahren mit 24 die Diagnose Brustkrebs erhalten und auch mein Gynäkologe wollte mich nicht ernst nehmen und hat mir noch versichert es sei sicherlich kein Krebs. Bei der Jobsuche habe ich meine Krankheitsgesichte nicht mitgeteilt, da es wie du es beschreibst in der Leistungsgesellschaft keinen Platz hat.
  • AYP_Photography 04.04.2019 10:53
    Highlight Highlight Absolut tiefer Respekt Dir Ronja - Danke, dass Du Deine Erfahrung teilst und somit anderen Menschen mut machst weiterzumachen. Dir weiterhin viel Gesundheit und Mut.
  • Steve149 04.04.2019 10:48
    Highlight Highlight Meine Geschichte ist recht ähnlich, 2005 29J. Lymphknotenkrebs mit zuerst falsch-negativem Befund.
    Was bei der Geschichte aus meiner Sicht noch fehlt ist der finanzielle Teil. Man hat einen Krankheitsfall und bezahlt ein Leben lang. Jedes Jahr wird die Franchise erneut fällig, eine Zusatzversicherung kann man vergessen. Unser Versicherungssystem hat da eine Lücke.
    • lilW 04.04.2019 11:46
      Highlight Highlight Meiner Schwester erging es genauso wie euch. Ja, das System ist in finanzieller Hinsicht nicht befriedigend.

      Ich wünsche euch allen da draussen, ob jung oder nicht, die ganze Kraft dieser Welt, das durchzustehen und zu heilen!
  • oscuro 04.04.2019 10:33
    Highlight Highlight Liebe Ronja!
    Ich schicke ganz viel Kraft! Selber habe ich die Diagnose Krebs mit knapp 28 erhalten und seit diesem Tag an hat sich für mich soviel verändert. Die Freude am Leben jedoch ist grösser als der Krebs. Ich habe gelernt mehr auf mich zu hören und jeden schönen Moment im Leben zu geniessen und Dankbar zu sein.

    Toll hast du den Master noch abgeschlossen. Lass dich von der Gesellschaft nie unterkriegen! Wir müssen offen sein und zeigen dass es auch so weiter geht. Fühle mit dir! Geniesse das Leben mit deinem Freund an deiner Seite in vollen Zügen!

    Alles Gute, viel liebe und Kraft!
    K.
  • Team_Stark 04.04.2019 10:31
    Highlight Highlight Dass sie keine Stelle findet muss aber nicht zwingend mit der Krankheit zu tun haben. Ich habe ebenfalls einen Master in Pychologie und einige meiner Freunde aus dem Studium suchen auch jetzt noch nach Monaten mit Abschluss nach einer Stelle...
    wünsche ihr alles Gute!
    • Genital Motors 04.04.2019 11:14
      Highlight Highlight Vielleicht das falsche studium....??
  • Patho 04.04.2019 10:20
    Highlight Highlight Und wieder steht am Beginn eine Ärztin, die die Patientin nicht ernst nimmt...
    Aber an solchen Geschichten wird einem wieder bewusst, wie viel Glück man hat, wenn man einfach nur schon fit und gesund ist und dass das überhaupt nicht selbstverständlich ist!
    • Menel 04.04.2019 10:48
      Highlight Highlight Das war auch mein erster Gedanke. Kenne einige solche Fälle in meinem Bekanntenkreis, mit zum Teil schwerwiegenden Folgen.
    • Frausowieso 04.04.2019 10:52
      Highlight Highlight Das gibt mir auch zu Denken. Ich habe immer geschwollene und sehr gut tastbare Drüsen. Das erschwert es unheimlich Tumore zu erkennen. Wenn ich mich abtaste, habe ich unzählige Knoten in der Brust. Gerade deshalb macht mein Arzt jedes Jahr min. einen Ultraschall meiner Brüste und untersucht sie sehr genau. Nur dank ihm haben wir vor einigen Jahren einen gutartigen Tumor entdeckt. Ich finde es schrecklich, dass Ronjas Ärztin sie nicht untersucht hat.
  • carmse 04.04.2019 10:12
    Highlight Highlight Vielen Dank für das Teilen Deiner Geschichte.

    Ich hab mir immer gesagt, dass, falls ich mal eine Tochter haben sollte, sie Ronja heissen soll, da es für mich - auch wegen der Räubertochter - Stärke und Willenskraft ausdrückt. Du verkörperst genau das!

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du gesund bleibst.

    Alles Gute Ronja!
  • babbedibubbedi 04.04.2019 10:11
    Highlight Highlight Sehr sehr traurig zu lesen, gleichzeitig aber auch inspirierend. Ich habe grossen Respekt vor dieser jungen Dame.
  • Märzespriggeli mit Pappnäsli 04.04.2019 10:07
    Highlight Highlight Danke an diese tapfere Frau, dass sie ihre Geschichte mit uns teilt! Es erfordert viel Mut darüber zu sprechen und es ist sehr beeindruckend wie sie sich zurück ins Leben kämpft. Ich wünsche ihr nur das Allerbeste!
  • schreibenistsilber 04.04.2019 10:06
    Highlight Highlight hey ronja - falls du die kommentare hier liest: ich wünsch dir weiterhin alles gute. deine geschichte macht betroffen. als arbeitgeber versuche ich schon immer, auch solchen menschen trotzdem oder grad deswegen eine chance zu geben. kopf hoch - du hast es geschafft. bleib weiter so aktiv und kämpferisch. :-)
  • Der Bojenmensch 04.04.2019 10:04
    Highlight Highlight Danke Ronja für Deine Offenheit - Leute wie dich braucht die Gesellschaft um irgendwann den Schritt zu einer Akzeptanz hinzukriegen!
  • the bøll 04.04.2019 09:57
    Highlight Highlight Danke fürs Teilen deiner Geschichte, liebe R.
  • Bluesofa 04.04.2019 09:38
    Highlight Highlight Danke für diesen spannenden und persönlichen Bericht! Was für eine starke Frau!
  • auloniella 04.04.2019 09:37
    Highlight Highlight Schon krank ....und gerade im Umfeld von Psychologen würde man doch Verständnis erwarten.

Gymi-Verbot, weil die Eltern Sozialhilfe beziehen – jetzt ist der Bundesrat gefragt

Im Kanton Obwalden wollte das Sozialamt einer jungen Frau den Besuch der Fachmittelschule verbieten, weil ihre Eltern von der Sozialhilfe leben. Das ist laut der Sozialhilfe-Konferenz rechtens. Ein No-Go, sagt die grüne Nationalrätin Sibel Arslan. Sie bringt das Thema nun in Bundesbern auf den Tisch. 

Was tun nach der obligatorischen Schule? Ist die Berufslehre der Königsweg oder geht man lieber ins Gymnasium? Für Rahel* aus der Gemeinde Kerns im Kanton Obwalden war der Fall klar. Sie wollte nach den Sommerferien die Fachmittelschule besuchen. Ihr Weg dahin war jedoch alles andere als einfach.

Die Sozialbehörde in ihrer Wohngemeinde untersagte der 16-Jährigen den Besuch der Fachmittelschule, wie der «Beobachter» im Sommer 2018 schrieb. Der Grund: Rahels Familie bezieht Sozialhilfe. 

Artikel lesen
Link zum Artikel