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Urlaub in Italien: Gefährlicher Feuerwurm breitet sich rasant aus

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Vergraben im Sand an Italiens Stränden kann sich ein gefährliches Meerestier verstecken.Bild: Shutterstock

Urlaub in Italien: Gefährlicher Feuerwurm breitet sich rasant aus

08.06.2024, 22:2908.06.2024, 22:29
Jannik Sauer / watson.de

Eins der zahlreichen Probleme, die die Klimakrise mit sich bringt, ist die rasante Vermehrung bestimmter Arten. Durch den globalen Anstieg der Temperaturen kommt es immer wieder zu dem Szenario, dass eine bestimmte Spezies ideale Bedingungen vorfindet und andere gnadenlos verdrängt.

Dadurch kommen die Nahrungsketten durcheinander, was wiederum ganze Ökosysteme an den Rand des Zusammenbruchs bringen kann – mit unvorhersehbaren Folgen für Mensch und Natur.

Neben solchen langfristigen Schäden besteht für Menschen in einigen Fällen auch eine ganz unmittelbare Gefahr. Dann nämlich, wenn es sich bei der vordringenden Art um eine besonders gefährliche handelt.

Genau das droht derzeit im Mittelmeer und vor allem an den Stränden in Italien.

Italien-Urlaub: Forscher warnen vor gefährlichem Feuerwurm

Im Mittelmeer vermehren sich derzeit sogenannte Feuerwürmer in alarmierendem Masse. Das berichtet unter anderem die österreichische «Kronen Zeitung».

Die imposanten und farbenfrohen Meereswürmer, die bis zu 30 Zentimetern lang werden können und an bunte Tausendfüssler erinnern, haben kaum natürliche Feinde und können sich selbst regenerieren.

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Mittelmeer-Urlauber:innen sollten sich vor Feuerwürmern in Acht nehmen.Bild: www.imago-images.de

Mit ihren Stacheln stellen sie auch für Menschen eine echte Gefahr dar: Diese dienen der Abwehr von Fressfeinden und enthalten ein neurotoxisches Sekret. Wenn man den fleischfressenden Tausendfüssler – der sich gerne im Sand vergräbt – berührt, können brennende Schmerzen, Hautrötungen und Schwellungen auftreten. In manchen Fällen kommt es zu Schwindelanfällen und Brechreiz.

Häufig lassen sich die Stacheln nur schwer aus der Haut herausziehen, weil sie schnell abbrechen. Die Feuerwürmer, deren wissenschaftlicher Name «Hermodice carunculata» lautet, kommen in Seegraswiesen und auf Hartböden vor, aber auch im Sand und an Stränden.

Vor allem in den süditalienischen Regionen Sizilien, Apulien und Kalabrien finden sie derzeit ideale Bedingungen vor. Laut der italienischen Tageszeitung «Il Messaggero» sind die Hitzewellen, die Italien in den vergangenen drei Jahre heimgesucht haben, ein möglicher Auslöser für die Invasion.

Kontakt mit Feuerwurm: Forscher mit Rat an Urlauber

Einer der Forschenden, die sich an der Universität Modena und Reggio Emilia mit den Feuerwürmern beschäftigen, wird von der «Kronen Zeitung» wie folgt zitiert: «Es ist uns gelungen, eine reizende Substanz zu isolieren, aber wir sind noch weit davon entfernt, an mögliche Heilmittel gegen Stiche zu denken.»

Wer mit den Stacheln der Feuerwürmer in Berührung komme, solle die betroffenen Stellen entweder mit Alkohol oder Essig desinfizieren, raten die Forschenden.

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