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Niederlande: Museums-Mitarbeiter entsorgt versehentlich Kunstwerk

Museums-Mitarbeiter entsorgt versehentlich Kunstwerk

Ist das Kunst, oder kann das weg? Ein niederländischer Museumsmitarbeiter entschied sich für letzteres. Es war aber auch ein kniffliger Fall.
08.10.2024, 21:5708.10.2024, 21:57
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t-online
Ist das Kunst, oder kann das weg? Ein Mitarbeiter des LAM Museums in Lisse in den Niederlanden entschied sich für letzteres.
Ist das Kunst, oder kann das weg? Ein Mitarbeiter des LAM Museums in Lisse in den Niederlanden entschied sich für letzteres.bild: alexandre lavet

Er wollte nur aufräumen: Ein niederländisches Museum musste ein Kunstwerk aus dem Müll fischen, nachdem ein Mitarbeiter es zuvor fälschlicherweise für Abfall gehalten und entsorgt hatte. Das Werk des französischen Künstlers Alexandre Lavet sieht in der Tat aus wie zwei leer getrunkene und zerquetschte Bierdosen. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass sie sorgfältig von Hand mit Acrylfarben bemalt wurden.

Das versehentlich im Müll gelandete Werk trägt den Titel «All The Good Times We Spent Together» («All die guten Zeiten, die wir zusammen verbracht haben»). Nach Angaben des LAM-Museums in Lisse nahm seine Erschaffung «viel Zeit und Mühe in Anspruch».

Werk steht jetzt auf einem Sockel

Das Werk war in einem Aufzug ausgestellt. Sein künstlerischer Wert blieb aber offensichtlich einem Handwerker verborgen, der es kurzerhand in einen Mülleimer warf. Museumssprecherin Froukje Budding teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass Kunstwerke häufig an ungewöhnlichen Orten ausgestellt würden: «Wir versuchen den Besucher immer zu überraschen.»

Kuratorin Elisah von den Bergh bemerkte das Fehlen der Dosenkunst, als sie von einer Pause zurückkehrte. Sie fischte das Werk aus dem Mülleimer kurz bevor dieser geleert werden sollte. «Wir haben das Werk nun an einen traditionelleren Ort auf einen Sockel gebracht, damit es sich nach seinem Abenteuer ausruhen kann», sagte sie. Dem Handwerker machte sie keine Vorwürfe, er habe nur seine Arbeit getan.

Museumsdirektorin Sietske van Zanten kündigte an, dass die Dosen wohl nur kurz an ihrem jetzigen Standort bleiben würden. «Wir müssen gut darüber nachdenken, an welchen Ort wir sie als nächstes bringen.»

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