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Königin Camilla trifft «Harry Potter»-Autorin J.K. Rowling – Fans sauer

Britain's Queen Camilla during an audience with JK Rowling, at the Palace of Holyroodhouse in Edinburgh, Tuesday, June 30, 2026 as part of the King's visit to Scotland for Holyrood Week. (Ja ...
Königin Camilla beim Treffen mit J.K. Rowling.Bild: keystone

Königin Camilla trifft «Harry Potter»-Autorin J.K. Rowling – Fans sauer

Camilla zeigt sich auf einem neuen Foto Seite an Seite mit der heute umstrittenen «Harry Potter»-Autorin J.K. Rowling. Besonders der Zeitpunkt löst Wirbel aus.
02.07.2026, 02:2402.07.2026, 02:24
Dinah Rachko / t-online
Ein Artikel von
t-online

Scharfe Kritik an Camilla. Die britische Königin hat J.K. Rowling, Autorin der «Harry Potter»-Erfolgsreihe, im Holyrood Palace in Edinburgh getroffen. Ihr Austausch fand zum Auftakt der schottischen Royal Week statt, jedoch auch zum Beginn des Pride Month – dem Aktionsmonat der queeren Community für mehr Sichtbarkeit und gegen Diskriminierung. Das löst Diskussionen aus.

Camilla veröffentlichte am Dienstag ein Bild mit Rowling auf Instagram. Dazu erklärte die Royal, sie beide teilten ihre Leidenschaft für Bücher. Ihr Treffen habe zudem wegen ihres «starken Engagements für das Lesevergnügen von Kindern» stattgefunden.

«Ihre Majestät und Frau Rowling sprachen darüber, wie wichtig es ist, jungen Menschen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen und welche entscheidende Rolle das Lesen dabei spielt, künftigen Generationen neue Perspektiven zu eröffnen», heisst es in dem Beitrag, der polarisiert.

«Im Pride Month. Im Ernst?»

Einige Fans kommentierten den Post zwar mit bewundernden Worten und bezeichneten Camilla und Rowling als «zwei bemerkenswerte und inspirierende Frauen» – mehrheitlich findet sich jedoch Kritik an dem Treffen sowie dessen Zeitpunkt. «Während des Pride Month ist eine Ansage» und «Im Pride Month. Im Ernst? Das PR-Team hat dich dabei wirklich im Stich gelassen», schrieben die User. Grund sind vergangene Aussagen der Schriftstellerin, die Kritiker als transfeindlich verstehen.

In einem Kommentar heisst es deshalb: «Ich bin tief enttäuscht, dass [die Königin, Anm. d. Red.] JKR eine Plattform gibt, egal in welchem Monat, aber besonders während des Pride Month.» Es gebe viele andere «bewunderbare Individuen», die das Lesen für Kinder und junge Menschen unterstützten. «Trans-Rechte sind Menschenrechte», schrieb zudem ein weiterer Follower. Viele User posteten die Transgender-Flagge unter dem Beitrag.

Trans, non-binär, inter
Trans ist ein Überbegriff für Menschen, die sich nicht oder nicht vollständig mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Klassische Formen von trans sind etwa die Kategorien trans Frauen und trans Männer. Innerhalb der letzten Jahre findet allerdings eine Pluralisierung der Kategorien von Transgeschlechtlichkeit statt, sodass neben den binären Optionen von trans Männern und trans Frauen auch nicht-binäre Geschlechtskategorien zunehmend sichtbar werden.

Nicht-binär, manchmal auch non-binär oder nonbinary, ist ein Überbegriff für alle trans Menschen, die weder männlich noch weiblich sind. Non-binäre Geschlechtskategorien können sowohl zwischen als auch ausserhalb der binären Geschlechterlogik von Frau und Mann kontextualisiert sein. Dadurch, dass non-binäre Geschlechtskategorien auf ein anderes geschlechtliches Referenzsystem zugreifen, zirkulieren viele Begriffe (z.B. agender, genderqueer, bigender, genderfluid), die verschiedene Nuancierungen von Nonbinarität zu beschreiben versuchen. Nicht-binär scheint sich derweil aber als Überbegriff durchzusetzen.

Inter ist ein Begriff für Menschen mit angeborenen körperlichen Geschlechtsmerkmalen, die nicht den gängigen gesellschaftlichen und medizinischen Vorstellungen von männlichen oder weiblichen Körpern entsprechen. Diese Variationen der Geschlechtsmerkmale können auf der anatomischen, chromosomalen oder hormonellen Ebene auftreten.

Ein User bemängelt dagegen Doppelmoral und kommentierte: «J.K. Rowling hat genauso viel Anspruch auf ihre Meinung wie jeder andere. Jeder, der so tut, als wäre sie wertlos, nur weil sie nicht mit Ihrem Lebensstil übereinstimmt, sollte sich lang und gründlich im Spiegel anschauen.» Die Autorin habe «nie gesagt, dass sie jemanden hasst, sie hat gesagt, dass sie mit bestimmten Ideen und Lebensstilen nicht einverstanden ist».

J.K. Rowling hatte in den vergangenen Jahren vermehrt in der Debatte um Geschlechtsidentität mitgemischt. Sie scherzte etwa über Begriffe wie «menstruierende Personen» und sprach sich im Rahmen eines UK-Gleichstellungsgesetzes für eine Quote aus, die trans Frauen ausschliesst. Kritiker werfen der Schriftstellerin unter anderem deshalb Feindlichkeit gegenüber trans Personen, also Menschen, die sich nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren, vor. Die Autorin selbst versteht sich dagegen als Verfechterin feministischer Werte, die sie durch trans Rechte gefährdet sieht.

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Wenn ich wissen will, ob mein fünfjähriger Sohn mich anflunkert, sage ich zu ihm: «Schau mir in die Augen!». Kann man so wirklich erkennen, ob jemand die Wahrheit sagt?
Denise von Moos: Das ist typenabhängig. Beim Blickkontakt ist es tatsächlich unterschiedlich. Ich würde Ihnen beispielsweise direkt in die Augen schauen, wenn ich Sie anlügen würde. Andere Menschen schauen weg. Was allerdings nicht stimmt und trotzdem immer wieder behauptet wird, ist die Aussage, dass Menschen beim Lügen nach oben rechts schauen würden. Das ist falsch. Dieser Mythos hält sich hartnäckig und taucht immer noch überall auf, etwa auf LinkedIn oder in anderen sozialen Medien.
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