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Kurort Kolberg an der Ostsee in Polen spricht skurriles Verbot aus

Kurort an der Ostsee in Polen spricht skurriles Verbot aus

Im Ostseebad Kolberg hängt ein seltsames Verbotsschild. In Grossbuchstaben droht es mit einer Geldstrafe – zahlen müssen alle, die Sand an ihren Füssen auf eine bestimmte Art loszuwerden suchen.
01.07.2026, 02:4203.07.2026, 16:46
Matti Hartmann / t-online
Ein Artikel von
t-online

Der polnische Ostsee-Badeort Kolberg (polnisch: Kołobrzeg) ist bei vielen Kur- und Badegästen beliebt: Neben historischen Sehenswürdigkeiten lockt insbesondere der breite Sandstrand die Touristen an.

Aber Vorsicht: Wer mit sandigen Füssen vom Strand kommt, sollte eins nicht tun – nämlich diese in einer öffentlichen Toilette säubern.

Der polnische Journalist Michal Cessanis hat in der Toilette am Kolberger Leuchtturm ein skurriles Verbotsschild entdeckt und ein Foto davon bei Instagram verbreitet. Auf dem Schild steht: «Striktes Verbot, die Füsse zu waschen.»

Füssewaschen kostet mehr als 100 Euro

Den Grund liefert das Schild auch gleich mit: «Sand verursacht Verstopfungen in der Kanalisation.» Darunter steht in Grossbuchstaben und mit Ausrufezeichen, was bei Zuwiderhandlung droht: «GELDSTRAFE!»

Wie Cessanis recherchiert hat, fällt die Busse durchaus empfindlich aus. Ein Mitarbeiter der städtischen Touristeninformation habe ihm am Telefon gesagt, das Füssewaschen im öffentlichen Waschbecken schlage mit 500 Złoty zu Buche – umgerechnet sind mehr als 100 Franken.

Der polnische Journalist findet das offensichtlich nicht besonders gut – und hat einen Verbesserungsvorschlag: Ob es nicht angemessener wäre, spezielle Wasserhähne zum Füssewaschen bei den Toiletten und den Ausgängen vom Strand zu installieren, als Strandbesuchern mit Strafe zu drohen, möchte er wissen.

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