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Wie die Aargauer Polizei auf eine Dekorations-Bombe hereinfiel 😆

Die Aargauer Kantonspolizei habe alles richtig gemacht, findet sie. Doch Fakt ist: Am Ende ist sie auf eine Dekorations-Bombe hereingefallen.

Janine Gloor / ch media



Es gibt ernste Geschichten, ĂŒber die man, wenn alles bekannt ist, schmunzeln kann. Das hier ist so eine. Wegen einer Panne im Informationsfluss gab es am letzten Mittwoch in Buchs einen Grosseinsatz mit Heli, Bombenroboter und Evakuierung von mehreren GebĂ€uden, unter anderem zwei WohnhĂ€usern.

Die Nazi-Bombe ist mitten in Aarau, beim Kantonspolizeiposten an der Laurenzenvorstadt, abgegeben worden. Sie wurde spÀter nach Buchs gebracht, wo man sie als gefÀhrlich identifizierte und den Grosseinsatz auslöste.

Nach polizeiinternen AbklĂ€rungen weiss man nun, wie der Fall genau abgelaufen ist: Eine Privatperson aus dem Bezirk Aarau, ein Ă€lterer Herr, ist Ende Juli auf dem Posten an der Laurenzenvorstadt erschienen, um mehrere StĂŒck Deko-Munition abzugeben.

Nur Deko-Munition: Fliegerbombe war ungefÀhrlich. Beitrag Tele M1 Aktuell.

Video: © TeleM1

Der Mann hÀtte die Nazi-Bombe auch in eine Altmetall-Mulde werfen können. Er wollte aber offensichtlich verhindern, dass die ungefÀhrliche Bombe dort als Hochrisikoteil wahrgenommen worden wÀre und einen Alarm ausgelöst hÀtte.

Der Polizist auf dem Posten Laurenzenvorstadt hat die Deko-Bombe gegen eine entsprechende Quittung korrekt entgegengenommen. Die «rostige BĂŒchse» wurde etwa fĂŒnf Wochen lang in einer Kiste gelagert.

Dann wurde diese nach Buchs transportiert, wo die Bombe als gefÀhrlich erkannt wurde. Vermutlich, weil der zustÀndige Mann den Begleitschein, auf dem die Nazi-Bombe ordentlich als Deko-Material beschriftet war, nicht gesehen hat.

Die Analyse des Grosseinsatzes

Im Nachgang des Grosseinsatzes wurde alles genau analysiert. «AbklÀrungen der Fachleute ergaben nun, dass es sich dabei um eine Deko-Munition (INERT) handelte», schreibt die Polizei.

«Diese war aus heutiger Sicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht gefĂ€hrlich.» Der ursprĂŒngliche Sprengstoff habe sich nicht mehr darin befunden, der Gegenstand sei zerlegt und mit Gips gefĂŒllt worden.

FĂŒr die Kantonspolizei ist klar: «Die Absperrung und Evakuation, veranlasst durch die EinsatzkrĂ€fte der Kapo, war am Ereignistag angebracht, um die Sicherheit im Umfeld des Einsatzortes zu gewĂ€hrleisten.» FĂŒr die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden.

Die Polizei will aus dem Fall mit der gipsgefĂŒllten Nazi-Bombe Lehren ziehen: «Die ProzessablĂ€ufe fĂŒr die Entgegennahme von freiwillig abgegebenen Waffen und Munition werden durch die Kantonspolizei Aargau intern nun einer ÜberprĂŒfung unterzogen», heisst es.

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • covfefe2go 11.09.2019 14:02
    Highlight Highlight Also nur weil ein Ă€ltere Herr behauptet dass die Bombe INERT ist wĂŒrde ich ihm noch lange nicht glauben.

    Es kommt immer wieder vor dass vermeintlich INERTE Produkte noch irgendwelche Sprengstoffreste vorweisen weil sie amateurhaft inertisiert worden sind.
    • bebby 12.09.2019 06:44
      Highlight Highlight Das war ja nicht das Problem. Das Problem war, dass die Ablage nicht sauber gefĂŒhrt wurde. Also eher ein Materiallagerproblem (Zettel verloren).
  • Denk-mal 11.09.2019 12:26
    Highlight Highlight @hupendes Pony
    ..und ich frage mich jedesmal, was fĂŒr unsoziale Wesen das sein mögen und ob die ĂŒberhaupt Steuern bezahlen...(..). Jeder der solche Idiotien in Gang setzt kostet den Steuerzahler sein Geld! Aber eigentlich wundert mich heutzutage nichts mehr. Der Kulturzerfall ist allgegenwĂ€rtig.
    • lilas 11.09.2019 18:07
      Highlight Highlight Lies-mal!
  • Freethinker 11.09.2019 11:37
    Highlight Highlight Schön, wenn Fehler nicht so viel kosten, aber ein Fehler ist nun einmal etwas was wir alle machen. Unschöner wÀre es allerdings, wenn eine NachlÀssigkeit ein Menschenleben gekostet hÀtte...
  • Hosesack 11.09.2019 11:15
    Highlight Highlight Ja, alles richtig gemacht, ganz toll.
  • TheNormalGuy 11.09.2019 10:43
    Highlight Highlight Der Titel geht ja mal gar nicht. In RĂŒcksĂ€cken an FlughĂ€fen sind auch meisst Unterhosen drin. Trotzdem wĂŒrde kein Mensch den einfach so öffnen.

    Also echt.
  • Lisbon 11.09.2019 10:27
    Highlight Highlight Lieber zu viel als zu wenig. Nicht zu denken wenn es eine richtige Bombe gewesen wÀre, die jemand nachsichtig behandelt hÀtte!
  • ueilaa 11.09.2019 10:09
    Highlight Highlight Wer hat eine Dekobombe bei sich zu Hause? Was ist aus den guten alten Briefmarkenordner geworden?
  • EvilBetty 11.09.2019 10:05
    Highlight Highlight Und so bewahrheitet sich ein weiteres Mal: Mit einer Wochenzeitung wÀre man besser informiert.
    • Bowell 11.09.2019 13:43
      Highlight Highlight Aber so was von...wird langsam Zeit, dass ich mir anstÀndige News leiste.
  • woezzl 11.09.2019 09:59
    Highlight Highlight NatĂŒrlich wars ein doofer Aargauer. Das Lieblingsthema eines frustrierten ZĂŒrchers...
  • Schluch 11.09.2019 09:51
    Highlight Highlight was sind das eigentlich fĂŒr amateure! oder war das ziel nur die show??
    • Scooby doo 11.09.2019 12:20
      Highlight Highlight Und wenn was passiert wÀre,dann hÀtte Herr Schluch am lautesten gepoltert....
    • MySenf 11.09.2019 13:04
      Highlight Highlight Das muss der professionelle Kommentar eines KampfmittelrÀumers sein - oder ein Hilfsamateur.
  • Hupendes Pony 11.09.2019 09:47
    Highlight Highlight Ganz ehrlich: Lieber so als anders rum... wÀre die Situation unterschÀtz worden und jemand dann dabei verletzt, wÀre der Aufschrei riesig gewesen. Deshalb finde ich es nicht richtig, dass hier die Arbeit der Polizei ins lÀcherliche gezogen wird. Wie gesagt: KAPO alles richtig gemacht.
    • Tavares 11.09.2019 10:01
      Highlight Highlight Definitiv!
    • Astrogator 11.09.2019 10:42
      Highlight Highlight Ähm, nein.
      Der Grosseinsatz war das Resultat davon, dass einer den Zettel nicht gelesen hat.
    • PatsNation 11.09.2019 10:45
      Highlight Highlight Ich denke uach das man im Nachhinein es als gutes "Proben fĂŒr den Ernstfall" wahrnehmen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 3,2,1... vorbei 11.09.2019 09:46
    Highlight Highlight Auch wenn man nun im nachhinein findet, das es ĂŒbertrieben war...
    Lieber einmal zu vorsichtig sein, als das etwas passiert.

    Wo gearbeitet wird, passieren Fehler.
    Dies ist menschlich und es ist ja nicht viel passiert.

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