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Ärger beim Migros Logistikzentrum in Regensdorf ruft Suva auf den Plan

Migros regensdorf verteilzentrum
Das neue Migros-Online-Verteilzentrum in Regensdorf ZH ist seit Mai 2026 in Betrieb.Bild: orma mueller/migros

Ärger beim Migros- Logistikzentrum – Angestellte schalten Suva ein

Das Logistikzentrum von Migros Online in Regensdorf ZH ist noch nicht lange in Betrieb, schon gibt es Ärger: Mitarbeitende haben das Arbeitsinspektorat und die Suva eingeschaltet.
09.09.2026, 11:2309.09.2026, 11:23

Im Mai 2026 hat die Migros ihr neues Verteilzentrum in Regensdorf ZH vorgestellt, von wo aus der Orange Riese seine Produkte aus dem Online-Shop verschickt. Es ersetzt die bisherigen Lager in Bremgarten AG und Pratteln BL.

Das neue Verteilzentrum hat mit Platz für 21'000 Lebensmittel eine andere Dimension erreicht. Doch mit «optimierten Prozessen» im Lager und etwa 500 «attraktiven sowie ergonomisch optimal gestalteten» Arbeitsplätzen sollte die Arbeit für die Migros-Online-Angestellten erleichtert werden. Dies verkündete im Vorfeld MIgros-Online-Chefin Katrin Tschannen.

Das sehen jedoch nicht alle so: Neben Problemen mit fehlenden Produkten und Lieferschwierigkeiten gibt es nun auch Ärger mit Angestellten. Laut dem «Blick» hat sich die kantonale Arbeitsaufsicht eingeschaltet. Grund sei ein Schreiben besorgter Migros-Angestellter, das am 13. April zum Amt für Wirtschaft in Zürich und der Suva in Luzern gelangte.

Konkret geht es um die körperliche Belastung beim Zusammenstellen und Packen der Bestellungen. Ein Vorwurf, den die Migros bereits kennt.

Belastung trotz verbesserter Prozesse

Bereits im Januar 2025 stand der Detailhändler für seine Arbeitsbedingungen in den Verteilzentren in der Kritik. Zum einen wegen eines umstrittenen Bonusprogramms, das die Migros nach Recherchen von watson und SRF jedoch zugunsten der damals 600 Lager-Angestellten anpasste.

Zum anderen intervenierte damals ebenfalls das kantonale Arbeitsinspektorat wegen «Mängel im Arbeitssicherheitssystem».

Obwohl die Migros ihre Prozesse danach optimiert und automatisiert hat, um Laufwege für die Angestellten zu reduzieren und schweres Heben zu umgehen, scheint es nun auch im neuen Lager in Regensdorf Probleme zu geben: Wiederholende Bewegungen und das lange Stehen sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter körperlich belasten. Auch die Temperaturen in einigen Räumen führen zu Problemen, wie etwa taube Hände und Füsse in Kühlräumen.

AVIS --- ZUM VERTEILBETRIEB VON MIGROS ONLINE (EHEMALS LESHOP.CH) STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILD ZUR VERFUEGUNG. WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF visual.keystone-sda.ch --- Mitarbeiter stellen ei ...
Auch in Pratteln gab es Beschwerden von der Belegschaft.Bild: keystone

Migros-Online-Chefin Tschannen ist von den Vorwürfen überrascht, wie sie gegenüber dem «Blick» mitteilt. Bei der Migros wisse man nichts von betreffenden Beschwerden bei den Angestellten. «Das Zentrum wurde von Anfang an zusammen mit dem kantonalen Arbeitsinspektorat und der Suva konzipiert», meint Tschannen.

Da der Beschwerdebrief in der Zeit der Testphase entstand, könnte es damals noch Anfangsschwierigkeiten gegeben haben. Die Beschwerden werden jedoch ernst genommen. «Eine generelle Gefährdung der Gesundheit unserer Mitarbeitenden sehen wir aufgrund der bisher erfolgten Prüfungen und Abnahmen jedoch nicht», relativiert eine Migros-Sprecherin.

(kek)

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