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«Ah, quelle surprise!» – Femen-Aktivistinnen überraschen Marine Le Pen am 1. Mai – und dann kommt es noch dicker für Madame



Der 1. Mai – die Geschichte eines politischen Feiertags

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Der 1. Mai – die Geschichte eines politischen Feiertags
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Liveticker: Liveticker zum 1. Mai

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20:36
Und dann nochmals eine nette Überraschung für Marine ... ihr Vater!
Kurz vor ihrer Rede erlebte die FN-Chefin eine weitere Überraschung: Ihr Vater, Parteigründer Jean-Marie Le Pen, betrat als ungebetener Gast die Bühne. Der 86-Jährige, der sich mit der FN-Führung überworfen hat, liess sich vor den Augen seiner Tochter von der Menge feiern.

Ihr wegen rassistischer und antisemitischer Äusserungen mehrfach verurteilter Vater hatte die rechtsextreme Front National 1972 mitgegründet und dann vier Jahrzehnte lang geführt. Anfang 2011 trat er den Parteivorsitz an seine Tochter ab.
France's far-right National Front political party leader Marine Le Pen (R) watches as her father Jean-Marie Le Pen, party founder and honorary president, reacts on the podium at their traditional May Day tribute to Joan of Arc in Paris, France, May 1, 2015.   REUTERS/Philippe Wojazer
20:31
Femen-Aktivistinnen stören Rede von Marine Le Pen
Drei Femen-Aktivistinnen haben am Freitag im Zentrum von Paris eine Kundgebung der rechtsextremen Front National (FN) gestört. Die barbusigen Frauen protestierten lautstark gegen Parteichefin Marine Le Pen, die daraufhin ihre Rede unterbrechen musste. Die Aktivistinnen hatten sich mit einem Megaphon und roten Bannern mit der Aufschrift «Heil Le Pen» auf einem Balkon mit Blick auf das Rednerpult an der Place de l'Opéra postiert.

«Welch eine Überraschung zum 1. Mai», sagte Le Pen, die ihre Rede nach einer mehrminütigen Pause fortsetzte. Die FN-Vorsitzende kündigte später an, Klage gegen die Femen-Aktivistinnen einzureichen. Stunden zuvor hatten zwei Femen-Aktivistinnen erfolglos versucht, eine Kranzniederlegung Le Pens vor der Statue von Jeanne d'Arc zu verhindern. Frankreich erinnert am 1. Mai traditionell an die Nationalheldin.
Three topless activists from the Ukrainian feminist group Femen stand on a balcony behind banners which read, "Heil Le Pen", as they give the Nazi salute to protest the gathering by France's far-right National Front political party leader Marine Le Pen (not pictured) at the party's traditional May Day tribute to Joan of Arc in Paris, France, May 1, 2015.     REUTERS/Benoit Tessier TEMPLATE OUT.
20:27
Positive Bilanz der Polizei in Zürich
In einem Mediencommuniqué schreiben die Stadt- und Kantonspolizei Zürich, dass sie danke ihrem zurückhaltenden Vorgehen für «einen ruhigen und sicheren 1. Mai» gesorgt haben. Es habe weder Sachbeschädigungen noch Verletzte gegeben.
«Wie in den vergangenen Jahren lautete der Auftrag des Stadtrates, im Anschluss an den offiziellen 1.-Mai-Anlass Nachdemonstrationen und Ausschreitungen konsequent zu verhindern sowie Krawalltouristen und "Gaffende" im Auge zu behalten», liest man in der Medienmitteilung. «Aufgrund von Aufrufen der linksautonomen Szene, sich im Anschluss an die offizielle 1.-Mai-Kundgebung im Kanzleiareal zu versammeln, war die Polizei im besagten Gebiet ab ca. 13.00 Uhr mit einem starken Aufgebot präsent. Bis zum frühen Abend wurden 58 Personen primär zwecks Identitätsabklärung festgenommen und mehrheitlich wieder entlassen. Zudem wurden mehrere Wegweisungen ausgesprochen. Bei einzelnen Personen wurden verbotene pyrotechnische Gegenstände, Vermummungsmaterial, Schlagstöcke und sogar ein selbstgebastelter Sprengsatz sichergestellt.»

Um 15.15 Uhr kam es auf der Stauffacherstrasse zu einer brenzligen Situation, als Vermummte sich zu einer Gegendemo formierten. Polizisten riegelten die umliegenden Strassen ab, die Demonstranten zogen sich zurück. Nur vereinzelt wurden die Polizisten mit Stein- und Flaschenwürfen provoziert, heisst es weiter in der Mitteilung.
17:43
Gewaltsame Zusammenstösse am Rand der Expo 2015 in Mailand
Auch in Mailand fliegen die Fetzen, nachdem eine Demonstration gegen die Expo 2015 eskaliert ist. Die Polizei setzt Tränengas ein und hat mehere Personen festgenommen.
A policeman fires tear gas during a rally against Expo 2015 in Milan, Italy, May 1, 2015. Italy opens the Milan Expo on Friday, torn between hopes that the showcase of global culture and technology will cheer up a gloomy national mood and fears that it will be overshadowed by scandal, delays and street protests.    REUTERS/Stefano Rellandini      TPX IMAGES OF THE DAY
17:32
150'000 Arbeitslose
Die Schweiz hat europaweit eine rekordtiefe Arbeitslosigkeit. Im Januar waren rund 150'000 Personen ohne Arbeit, was einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent entspricht.
Die Arbeitslosenquote ist ein wichtiger Indikator für Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft. In Wirtschaftskrisen wie 2009/2010 stieg die Arbeitslosenquote merklich auf über 4 Prozent an.
16:54
Genossen unter sich
Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro weilt auf Einladung seines kubanischen Amtskollegen Raúl Castro in Havanna. Auf dem Platz der Revolution verfolgen sie beide das 1.-Mai-Fest in dem kommunistischen Inselstaat.
Venezuela's President Nicolas Maduro (L) and Cuba's President Raul Castro attend a May Day parade in Havana May 1, 2015. International Workers' Day, also known as Labour Day or May Day, commemorates the struggle of workers in industrialised countries in the 19th century for better working conditions. REUTERS/Enrique De La Osa
16:47: Hin und Her am Zürcher Helvetiaplatz
von Leo Helfenberger
Immer wieder gibt es Aufregung. Es wird mit Steinen und Flaschen geworfen. Unter den Demonstranten hat es einige gewaltbereite Vermummte, der Grossteil besteht aber aus friedlichen Gruppen und harmlosen Gaffern. Polizisten in zivil nehmen mehrere Personen fest.
16:09 Uhr: Die Lage am Zürcher Helvetiaplatz entspannt sich
von Leo Helfenberger
Die Wasserwerfer stehen zwar noch bereit, die Polizei scheint sich aber etwas zurück zu ziehen. Der Kessel ist wieder offen.
Verkehrte Welt auf dem Zürcher Helvetiaplatz
von Leo Helfenberger
Die eingekesselten Autonomen sperren den Helvetiaplatz ihrereits ab. Polizeikessel bildet einen zweiten Ring. Da kommt niemand mehr herein (oder heraus).
jetzt nachdemo von der revolutionären Jugend am Helvetiaplatz. marschieren können sie nicht. polizei & demonstranten stehen sich gegenüber. helvetiaplatz rundherum von polizei abgeriegelt. aufruf per facebook. wetter: hält. ;) 
tel: 079 513 50 48
15:52 Uhr: Zeit für eine weitere Heldin der Arbeit
Eine Leserin aus dem Oberengadin schickt uns dieses Bild von ihem Arbeitsplatz: «Holzauslese für Arvenholzmöbel Anfertigung».
15:50
Nur 20 gesetzliche Ferientage
Wie viele Ferientage haben Arbeiter? Frankreich garantiert den Arbeitern im Schnitt 30 Ferientage und ist Spitzenreiter. Schweizer Arbeiter haben hingegen nur 20 Ferientage.
15:48
Büezer-Stadt Zürich
Wer findet, der 1. Mai in Zürich sei auch nicht mehr das, was er einmal war, hat recht: Es gibt ja auch kaum mehr Arbeiter hier. Daher hier 12 Vorher-nachher-Bilder aus der industriellen Blütezeit der Limmatstadt.
15:44
Immer weniger Schweizer organisieren sich gewerkschaftlich
Mächtige Gewerkschaften? Von wegen. Der Anteil der gewerkschaftlich organisierter Arbeiter ist seit über 20 Jahren rückläufig – und das weltweit. Die Schweiz hat mit einem Organisationsgrad unter 30 Prozent einen besonders tiefen Anteil.
15:30 Uhr: Der Demonstrationszug setzt sich in Bewegung und sofort rückt die Polizei an.
von Leo Helfenberger
15:25 Vor dem Zürcher Volkshaus fährt ein Wasserwerfer auf
von Leo Helfenberger
Die Kundgebung vor dem Volkshaus beginnt. Es wird eine Volksrepublik Aussersihl gefordert, um der Aufwertung des Quartiers entgegenzutreten. Wie ernst diese Forderung ist, bleibt offen. Die ersten Flaschen fliegen, die Polizei bildet einen Kessel, der Helvetiaplatz ist abgeriegelt.
15:10
In Moskau marschieren die Kommunisten auf
Korrektur zum Eintrag von 10:27 Uhr: Es gibt doch rote Fahnen in Moskau.
epa04728323 A man carries a Russian Communist party flag as members and supporters move to the center of Moscow during a traditional May Day demonstration, Russia, 01 May 2015. Some 140,000 workers and students attended the parade on the occasion of Labour Day, also known as International Worker's Day or May Day.  EPA/MAXIM SHIPENKOV
Für Zwischendurch: Musik zum Thema «Arbeit»
14:43
Früherer Berner SP-Nationalrat André Daguet gestorben
Der frühere Berner SP-Nationalrat André Daguet ist gestorben. Er erlag in der Nacht auf Freitag einer schweren Muskelkrankheit, wie die Gewerkschaft Unia mitteilte. Daguet wäre am kommenden 1. Juni 68-jährig geworden.

Daguet hatte vor fünf Jahren einen Herzstillstand erlitten, wurde aber erfolgreich wiederbelebt. Obwohl er sich gesundheitlich wieder gut fühlte, war es ihm immer mehr bewusst geworden, dass man die Chance nicht verpassen sollte, sich dann zu verabschieden, «solange man dies mit aufrechtem Gang und gesund tun kann». Mit diesen Worten gab er im Februar 2011 seinen vorzeitigen Rücktritt aus dem Nationalrat per 30. Mai des selben Jahres bekannt.

Daguet war unter anderem massgeblich an der Fusion der Gewerkschaften SMUV und GBI zur Gewerkschaft Unia im Jahr 2004 beteiligt und trug entscheidend zu deren heutigen Stärke als Sozialpartnerin bei. Von 1986 bis 1996 war Daguet Generalsekretär der SP Schweiz an der Seite von Parteipräsident Peter Bodenmann. (sda)
ZUM TOD VON ANDRE DAGUET STELLEN WIR IHNEN AM FREITAG, 1. MAI 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Andre Daguet, Geschaeftsleitungsmitglied der Gewerkschaft Unia, spricht am Montag, 29. August 2005 vor einem Sulzer-Gebaeude in Winterthur, anlaesslich der Industrielandsgemeinde der Unia. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
14:42 Uhr: Liebe Grüsse aus dem Grafikatelier in Luzern
14:41
Auch die Kleinsten müssen ran
Ein Kind am Umzug der libanesischen kommunistischen Partei in Beirut.
A child attends a march organised by Lebanese Communist party to mark Labour Day in Beirut May 1, 2015. International Workers' Day, also known as Labour Day or May Day, commemorates the struggle of workers in industrialised countries in the 19th century for better working conditions. REUTERS/Aziz Taher
14:24 Uhr: Auch die Basler Personenschifffahrt muss arbeiten
von rik
Jedes Jahr arbeiten wir 1619 Stunden
Eine Auswertung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ergeben, dass die Schweizer im Schnitt jedes Jahr 1619 Stunden arbeiten. Gemäss den Zahlen aus dem Jahr 2012 sind in Europa die Griechen mit über 2000 Jahresarbeitsstunden Spitzenreiter.
Arbeitest du auch 1619 Stunden jedes Jahr?
14:20
Der Regen nimmt bedrohliche Ausmasse an
Der Wetterdienst MeteoSchweiz hat am Freitag vor intensivem Dauerregen insbesondere in den westlichen Alpen gewarnt. Die Niederschläge könnten auch die Gefahr von Hochwasser bergen.

In den westlichen Alpen (Unterwallis) und im Chablais wurden Niederschlagsmengen von 80 bis 120 Liter pro Quadratmeter erwartet, was der zweithöchsten Warnstufe entspricht, wie aus einer Mitteilung von MeteoSchweiz hervorgeht.

Am westlichen Alpennordhang dürften zudem verbreitet 50 bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. In den Bergen seien die Niederschläge deutlich stärker als in den Niederungen.

Ab Samstagmorgen sollen die Niederschläge allmählich wieder abklingen. Aber weitere, zum Teil anhaltende Niederschläge sollen zwischen Sonntagnacht und -nachmittag fallen. Dabei seien zusätzlich noch 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter bei einer Schneefallgrenze zwischen 2500 bis 2800 Metern zu erwarten, schreibt MeteoSchweiz weiter.

Die Flüsse auf der Alpennordseite haben auf die seit Donnerstagabend gefallenen Niederschläge bereits reagiert und sind leicht angestiegen, wie dem Naturgefahrenbulletin des Bundes vom Freitagmittag zu entnehmen ist. (sda)
14:04
Türkische Polizei setzt Tränengas und Wasserwerfer ein
Mit Tränengas und Wasserwerfern ist die türkische Polizei gegen Demonstranten in Istanbul vorgegangen. Die Sicherheitskräfte drängten die Menschen gewaltsam zurück, die trotz eines Verbots auf dem symbolträchtigen Taksim-Platz eine Kundebung zum ersten Mai abhalten wollten.

Aus der Menge der etwa tausend Demonstranten flogen Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen. Nach Polizeiangaben wurden mindestens 136 Menschen festgenommen.

Die Behörden hatten Kundgebungen auf dem Taksim-Platz zum Tag der Arbeit verboten. Die Polizei war mit tausenden Einsatzkräften und Wasserwerfern im Einsatz und riegelte den Platz weiträumig ab.

Im Jahr 2013 hatten die Behörden die traditionellen Kundgebungen auf dem Platz zum 1. Mai erstmals aus Sicherheitsgründen untersagt. Im Vorfeld hatte es Auseinandersetzungen zwischen radikalen Gewerkschaftsvertretern und Einsatzkräften gegeben.

Einen Monat später wurden der Taksim-Platz und der angrenzende Gezi-Park zum Schauplatz von Massenprotesten gegen den damaligen Regierungschef und heutigen Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Mehr als zwei Wochen lang forderten zehntausende Menschen seinen Rücktritt. (sda/afp)
Police uses a water cannon against protesters in Besiktas neighbourhood of Istanbul, Turkey, May 1, 2015. Turkish police used water cannon and tear gas on hundreds of stone-throwing protesters on Friday, a Reuters reporter at the scene said, after the demonstrators attempted to defy a ban and march on Taksim Square in central Istanbul. REUTERS/Murad Sezer
13:59
Stadtpolizei Zürich zieht positive Bilanz – zu früh?







13:56
Auch in Havanna regnet es
Ein Highlight jedes 1. Mai: Der Umzug in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Dort regnet es übrigens auch. Einen Livestream des staatlichen Fernsehens gibt es hier.
Warum feiert man den 1. Mai? Und warum am 1. Mai?
Der 1. Mai als «Kampftag der Arbeiterbewegung» geht auf die Zweite Internationale zurück. Deren Gründungskongress legte das Datum 1889 im Gedenken an die Opfer des «Haymarket Riot» fest. Am 1. Mai 1886 hatten die Gewerkschaften in Chicago zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen, wobei es auf dem Haymarket zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und zu einem Bombenanschlag kam. Die Polizei schoss in die Menge, später wurden acht Mitorganisatoren des Streiks in einem krassen Justizmord zum Tode verurteilt.
Haymarket Riot, Chicago 1886
13:12
Vor fünf Jahren regnete es auch
Mindestlöhne weltweit
In der Schweiz existiert kein staatlich festgelegter Mindestlohn. Im Mai 2014 scheiterte eine Volksinitiative, die dies forderte. Mindestlöhne gibt es nur im Rahmen von Gesamtarbeitsverträgen, die 39 Prozent der Beschäftigten betreffen. Auch in den skandinavischen Ländern und in Österreich gibt es keinen staatlichen Mindestlohn.
Mindestlohn weltweit 2015
12:51
1. Mai im Zeichen des starken Frankens
Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses ist am diesjährigen 1. Mai das zentrale Thema. Scharf kritisierten die Gewerkschafter in ihren Reden die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB). «Eine Währung sei kein Selbstzweck», sagte Paul Rechsteiner, Präsident des Gewerkschaftsbundes.

In seiner Rede kritisierte Rechsteiner die «politischen Profiteure» des überbewerteten Frankens: «Jene, die den überbewerteten Franken politisch instrumentalisieren, die glauben, jetzt endlich ein antisoziales Programm durchsetzen zu können, das sonst nie möglich wäre.»

«Was uns da als Konsequenz der Frankenkrise verklickert wird, klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bitter ernst gemeint», sagte Rechsteiner in seiner Rede, die er in Romanshorn, Rapperswil-Jona, Chur und Wil vorträgt. Es sei ein bösartiges Programm, um die Leute zu plagen und sie für dumm zu verkaufen.

«Die Leute sollen glauben, dass sie für den Franken leiden müssen. Und dass man dagegen nichts machen kann», sagte der Gewerkschaftsbund-Präsident. Eine Währung sei aber kein Selbstzweck. Sie müsse dem Land nützen, nicht schaden. Die Nationalbank müsse endlich ihren Job machen und für einen fairen Wechselkurs sorgen, statt Arbeitsplätze zu vernichten.

Giorgio Tuti, SEV-Präsident und Rechsteiners Vize beim Gewerkschaftsbund, blies ins gleiche Horn: Die Schweiz sei ein Land mit einer eigenen Währung. Es sei unglaublich, dass die Nationalbank dies nicht zu Gunsten, sondern zur Schwächung des Landes einsetze, sagte er. Und Vania Alleva, Co-Präsidentin der Unia, verwies auf die zahlreichen Firmen, die kürzlich die Arbeitszeit erhöht, die Löhne gesenkt oder Mitarbeiter entlassen haben. «Nein, wir wollen euren totalen Markt nicht», sagte sie.
12:50
Viele Teilnehmer trotz schlechtem Wetter
Trotz strömendem Regnen nahmen zahlreiche Menschen an den 1.-Mai-Demonstrationen teil. In der Stadt Basel waren es rund 1300 Personen, in Zürich gemäss Angaben der Organisatoren rund 10'000. Die Stimmung in Zürich war friedlich, trotz einigen Farbbeutelwürfen und Rauchpetarden.

In Zürich hatten sich die Organisatoren im Vorfeld nicht einigen können, wo der Umzug starten sollte. Dies, weil der Startpunkt des offiziellen Umzugs der Gewerkschaften, wie seit Jahren üblich, in der Nähe der Europaallee lag. Und diese sei ein Sinnbild verfehlter Stadtplanung, monierte das Komitee.

Ein paar hundert Frühaufsteher hatten sich deshalb schon eine Stunde vor dem Haupt-Umzug auf dem Helvetiaplatz besammelt, mitten im ehemaligen Arbeiterquartier. Sie zogen von dort zum offiziellen Zug und marschierten dann mit diesem weiter.

Der «Tag der Arbeit» findet in diesem Jahr zum 125. Mal statt. Am 1. Mai 1890 - dem ersten 1. Mai - protestierten auch in der Schweiz Arbeiter. Sie setzten sich damals für kürzere Arbeitszeiten ein. Der 1. Mai sei der einzige nichtreligiöse Feiertag, der weltumspannend gefeiert werde, sagte Rechsteiner. (sda)
12:43
Eine weitere Heldin der Arbeit
Ann Kristin ist trotz Zwischensaison in St. Moritz fleissig am Arbeiten
userinput 1mai 1.mai
12:39
Der Regen als grosser Gleichmacher?
12:25
Von Newsdesk zu Newsdesk
Rouven Gueissaz grüsst uns aus dem Zürcher Studio des Westschweizer RTS
userinput rts 1mai
12:19
Jungfreisinnige kleben sich den Mund zu
Der Zürcher Stadtrat verweigerte einer Gegendemonstration der Jungfreisinnigen bekanntlich die Bewilligung. Das lassen die natürlich nicht auf sich sitzen:

12:09
SP-Präsident Christian Levrat klagt an
SP-Präsident Christian Levrat ruft in seiner 1. Mai-Rede zu mehr Solidarität auf – in der Flüchtlingspolitik, aber auch gegenüber älteren Arbeitnehmenden.

«Was auf dem Mittelmeer passiert, ist unerträglich. Und wir sind mitverantwortlich, denn mit den Verträgen von Schengen und Dublin endet die Verantwortung der Schweiz nicht in Chiasso, sondern in Lampedusa», sagt Levrat gemäss einer Mitteilung an einer Rede in Freiburg. Die Schweiz müsse deutlich mehr tun und gegenüber verfolgten und schutzbedürftigen Menschen jene Solidarität und Grosszügigkeit zeigen, die das Land früher ausgezeichnet habe.

Solidarität fordert Levrat auch in der Arbeitswelt, insbesondere für ältere Arbeitnehmende. «Er ist kein Zustand, dass man in der reichen Schweiz um seinen Job fürchten muss, sobald man das 50. Altersjahr erreicht.» Es brauche unter anderem einen besseren Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende und die Einführung einer Brückenrente.

Es bringe nichts, auf Freiwilligkeit zu hoffen. Das zeige sich auch im seit 34 Jahren ungelösten Problem der Lohndiskriminierung von Frauen. «Die Rechten haben lange genug beweisen können, dass ihre Rezepte nichts taugen», so Levrat. «Den Frauen werden Jahr für Jahr 7,7 Milliarden Franken geklaut, das ist nicht mehr akzeptabel.» (sda)
12:06 Uhr: Lesergrüsse aus Winterthur
Sue und Luki im Büro von Islandart in Winterthur am vorbereiten eins Filmdrehs. Uuuund ab auf den Zug.
11:56
Auch hier wird gearbeitet
User «Sally Pro» schickt uns dieses Bild aus der Garage (Lager) der Kapo Bern und teilt uns mit, dass alles ruhig sei
userinput kapo bern 1mai
11:55
Sachbeschädigungen am Rand des 1.-Mai-Umzugs in Zürich
11:52 Uhr: Mehr Helden der Arbeit
Das AdOps von watson (im 2. Stock) ist natürlich auch am arbeiten :-)
11:46
Der Schoggikäfer kann wenigstens das Arbeiten versüssen ...
... und trägt feiertagsgerecht ein rotes Kleidchen (die schwarzen Punkte blenden wir jetzt mal aus;)
Schöner Brauch in der Westschweiz
Bei uns im Welschland, respektive Kanton Fribourg gehen Kinder vor jeder Haustür ein Lied singen und kriegen jeweils ein paar Münzen oder Schleckzeug. Es war eine schöne Art, ein bisschen Kohle zu sammeln und den ersten Mai zu feiern, ohne Steine aber mit schönen Melodien.
Frauen verdienen immer noch weniger als Männer
Am 1. Mai werden auch viele Frauenorganisationen mit marschieren. Ihre Forderung ist seit Jahren die gleiche: Sie fordern die konsequente Umsetzung der Lohngleichheit zwischen Mann und Frau. Die SP schlug vor einigen Wochen einen Massnahmenplan vor und forderte darin unteranderem die Einführung einer Lohnpolizei.

» Die SP will eine Kontrollbehörde für Lohngleichheit
11:35
In Paris ist was los
Präsident Hollande vergibt die Arbeitermedaille.
French President Francois Hollande (4thR) and Minister of Labour Francois Rebsamen (5thR) pose with people who received Working Medal of Honor awards at a ceremony on May Day at the Elysee Palace, in Paris, France, May 1, 2015.  REUTERS/Yoann Valat/Pool
Der Front National demonstriert wie immer am 1. Mai.
France’s far-right National Front demonstrators chant slogans during their annual May Day march, in Paris, France, Friday, May 1, 2015. France’s far-right National Front is holding its annual May Day march, but for the first time the party’s founder Jean-Marie Le Pen _ on the outs with his daughter who presides over the party _is not taking a seat at the tribune. (AP Photo/Francois Mori)
Femen redet auch mit.
Femen activists with "Le Pen Top Fascist painted on their bodies appear as France’s far-right National Front president Marine Le Pen places a wreath at Joan of Arc Statue during its annual May Day march, in Paris, France, Friday, May 1, 2015. France’s far-right National Front is holding its annual May Day march, but for the first time the party’s founder Jean-Marie Le Pen _ on the outs with his daughter who presides over the party _is not taking a seat at the tribune. (AP Photo/Francois Mori)
11:24
Arbeitest du heute? Schicke uns Bilder von deinem Arbeitsplatz.
Via Facebook erreichte uns dieses Bild von Oli Schmocker aus dem Hauptsitz der Post in Bern
1.mai post userinput
11:24
Der Umzug in Zürich nimmt Kurs auf den Sechseläutenplatz
11:17
So, das ist jetzt einmal ein richtiger Umzug (Jakarta)
REFILE - CORRECTING GRAMMAR
Thousands of Indonesian workers march during a May Day rally in Jakarta, May 1, 2015. International Workers' Day, also known as Labour Day or May Day, commemorates the struggle of workers in industrialised countries in the 19th century for better working conditions.      REUTERS/Beawiharta
11:13
Festnahmen in Istanbul
In Istanbul (wo Roger Federer heute seine Viertelfinal-Partie am ATP-Turnier spielt) haben sich zahlreiche Personen gegen das Demonstrationsverbot am Taksim-Platz hinweggesetzt. Die Polizei hat offenbar Dutzende von ihnen festgenommen.
epa04727949 Turkish protestors clash with riot police as police use water cannon and tear gas to disperse protestors during a rally for May day in Istanbul, Turkey, 01 May 2015. Police in Istanbul were on 01 May using water cannon and firing tear gas at protesters attempting to reach the city's Taksim Square, local media reported, where the May Day rallies have been banned.  EPA/DENIZ TOPRAK
11:00
Wir grüssen eine Heldin der Arbeit
10:58
In Deutschland feiert die Polizei mit
Bei unseren Nachbarn im Norden ist die Polizei auch in den 1. Mai involviert. Als Teilnehmer.

10:49
Wie viele trotzen dem Regen? SRF und 1.-Mai-Komitee uneins

10:45
Umzug an der Lagerstrasse beginnt
Frauen überschwemmen die Arbeitswelt – aber nur teilweise
In der Schweiz arbeiten immer mehr Frauen. Wenn sich der Trend fortsetzt, werden in einigen Jahren gleich viel Frauen wie Männer erwerbstätig sein. Ein genauer Blick in die Statistik zeigt jedoch: Der Anteil der weiblichen Teilzeitangestellten steigt ebenfalls massiv an, viel stärker als derjenige der Männer.
Laut Bundesamt für Statistik waren Ende 2014 insgesamt rund 4,2 Millionen der Schweizer erwerbstätig – sprich rund 52 Prozent aller Schweizer. 1995 waren es mit 3,5 Millionen und einem Anteil von 50 Prozent etwas weniger.
10:34
Zur gleichen Zeit in Oxford
Wer hätte das gedacht? Auch Studenten der britischen Elite-Universität Oxford feiern den 1. Mai.
Students and revellers listen to the Magdelen College Choir sing from a spire overlooking the City in the early hours during traditional May Day celebrations in Oxford, Britain, May 1, 2015.  REUTERS/Dylan Martinez
10:27
Roter Platz ohne rote Fahnen
1.Mai-Umzug in Moskau. Rote Fahnen sind keine zu sehen, nur russische. #nationalismus
People walk with flags at Red Square during a May Day rally in Moscow May 1, 2015. International Workers' Day, also known as Labour Day or May Day, commemorates the struggle of workers in industrialised countries in the 19th century for better working conditions.  REUTERS/Maxim Zmeyev
10:23
Schön wär's ...
10:16
Können die Genossen noch die Internationale singen?
Sie ist Pflichtprogramm an jedem 1.Mai-Umzug: Die Internationale. Doch wie steht es um die Gesangskünste prominenter und weniger prominenter Linken wirklich? Der 1. Mai-Test zeigts.
9:55
Hier gibts heute kein Durchkommen für Autos
Die Stadtpolizei Zürich hat folgende Karte veröffentlicht, die zeigt, auf welchen Strassen heute mit Behinderungen zu rechnen ist. Welche von wann bis wann gesperrt ist, steht im Detail hier.
9:47
Personenkontrollen am Hauptbahnhof Zürich
Wie immer am 1. Mai führt die Polizei in Zürich Personenkontrollen durch. Einzelne Leute werden offenbar vorübergehend festgenommen, wie dieses Bild von heute Morgen am Ausgang Sihlpost des HB Zürichs zeigt.
Für Zwischendurch: Musik zum Thema «Arbeit»
9:35
Regen? Welcher Regen?
9:30
Gespannte Lage in Istanbul
Vor den erwarteten Protesten zum 1. Mai in Istanbul hat die türkische Polizei den zentralen Taksim-Platz weiträumig abgeriegelt. Ein Grossaufgebot an Sicherheitskräften und Metallgitter sollen verhindern, dass Demonstranten am Freitag zu dem symbolträchtigen Platz vordringen. Zufahrtsstrassen wurden gesperrt. Die bei Touristen beliebte Einkaufsmeile Istiklal Caddesi, die vom Taksim abgeht, wurde abgeriegelt. Türkischen Medienberichten zufolge werden 10'000 Polizisten um den Platz herum eingesetzt. Wasserwerfer stehen bereit. Regierungskritische Gruppen und Gewerkschaften haben dazu aufgerufen, auf den Platz vorzudringen. (sda/dpa)

Nicht alle haben heute frei
Der «Tag der Arbeit» ist in vielen Ländern ein gesetzlicher Feiertag, so in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Schweden, Türkei, Mexiko, Thailand … nicht aber in der Schweiz. Da die Feiertage von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt werden, steht es den Kantonen frei, ob sie den 1. Mai feiern oder nicht. Bislang gilt er nur in den Kantonen Aargau, Basel, Jura, Neuenburg, Schaffhausen, Solothurn, Thurgau, Tessin und Zürich gesetzlich als ganzer oder halber freier Tag.
Hast du am 1. Mai frei?
9:20
Im kommunistischen China ist das Fest in vollem Gang
Ein hochdekorierter Chinese verlässt eine Feier bei der Grossen Halle des Volkes in Peking. Millionen Chinesen nutzen den Tag der Arbeit, um Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
A man covered in medals leave a May Day event to celebrate China's model workers outside the Great Hall of the People in Beijing, Friday, May 1, 2015. Millions of Chinese are taking advantage of the May Day holidays to visit popular tourist sites. (AP Photo/Ng Han Guan)
9:10
Nicht gerade 1.Mai-Wetter
Am Zürcher Sechseläuteplatz soll der Umzug von Gewerkschaften und 1.-Mai-Komitee enden. Von Feststimmung ist dort noch nicht viel zu sehen, was angesichts des garstigen Wetters auch nicht erstaunt. Immerhin: Der Regen wird wohl helfen, den Farbanschlag der Autonomen auf dem Platz zu beseitigen.
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Initiative steht: Ein bedingungsloses Grundeinkommen für 500 Menschen aus Zürich

In einem wissenschaftlichen Pilotversuch sollen 500 Menschen in der Stadt Zürich während drei Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten. Dies fordert eine Initiative vom Zürcher Stadtrat. Über 4000 Unterschriften wurden gesammelt.

Innerhalb der letzten 6 Monate konnten mehr als 4000 Unterschriften für die Initiative «Wissenschaftlicher Pilotversuch Grundeinkommen» gesammelt werden. Heute werden diese nun dem Zürcher Stadtrat übergeben, wie das Initiativkomitee mitteilt.

Im Rahmen des Projektes sollen mindestens 500 Personen während drei Jahren ein Grundeinkommen erhalten. Die Höhe des Grundeinkommens ist im Pilotversuch noch nicht festgelegt. Bedingung ist aber, dass das soziale Existenzminimum der Stadt Zürich nicht …

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